BioShock-Schöpfer Ken Levine verteidigte in einem Gespräch mit Eurogamer die kurze Spielzeit der Erweiterung BioShock Infinite: Burial at Sea - Episode 1, die sich auf rund zwei Stunden beläuft. Der Preis der Episode liegt bei 14,99 Euro bzw. im Paket mit der zweiten in Form eines Season Pass bei 20 Euro.

BioShock Infinite: Burial at Sea - Episode 1 - Ken Levine verteidigt kurze Spielzeit der Erweiterung

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Burial at Sea ist ab heute verfügbar.
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Wenn man laut Levine durch den DLC rennt, wäre es nicht gerade ein langs Erlebnis. Doch wenn man sich darin vertiefe, könne man mindestens drei Stunden damit verbringen. Es ist vielmehr eine neue Erfahrung, die Irrational Games bieten will bzw. "Qualität statt Quantität".

Verglichen wird der DLC von den Fans sicherlich mit Minerva's Den. Levine liebe den DLC für BioShock 2 - die Entwickler nahmen vorhandene Assets und modifizierten sie für eine neue Story. Diesmal aber wollte man etwas komplett anderes machen, denn wenn man es genauer betrachte, sei Burial at Sea der erste anderthalb Level eines neuen Spieles oder einer Fortsetzung. Man wusste, dass es nicht das längste Spielerlebnis werden würde.

Die Macher wussten Levine zufolge von Anfang an, in welche Richtung sie mit Booker und Elizabeth gehen werden - und ein Teil davon sei eben Rapture. Anfangs dachte man, einige Assets aus BioShock 1 wiederverwenden zu können, doch das wäre nicht fair gewesen und würde auch nicht gerade gut aussehen.

Er selbst wähle nie den cleversten Ansatz: "Hey, lasst uns nicht Rapture nehmen, sondern Columbia erschaffen. Hey, jetzt bauen wir Rapture mit neuen Assets und neuer Engine komplett nach. Hey, lasst uns die für Infinite entworfenen Systeme verwenden und so modifizieren, damit sie nach Rapture passen. Wir haben jetzt also sozusagen drei Versionen der BioShock-Kämpfe - nämlich die aus BioShock 1, aus BioShock Infinite und die Mischung aus Burial at Sea."

Weiter sagte er: "Wir haben die neue Engine und sollten dies zu unserem Vorteil nutzen. Und hey, lasst uns die Shops entwerfen und Schaufenster in 3D erstellen, so wie wir es nie in BioShock 1 hatten. Dann verteilen wir Leute in der Welt, machen sie groß, glänzend und alles frisch, oder fast alles."

Er wolle es nicht leugnen, dass sich das Team ein wenig ausgetobt hat. Aber er wolle auch nicht an einer Sache arbeiten, die qualitativ gesehen nicht großartig ist: "Dann kann man auch direkt alles geben. Das Unternehmen hat damit kein Problem, also warum zur Hölle nicht?"

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