Zusätzlich stolpert ihr immer wieder über Audiotagebücher, in denen ihr wichtige Informationen über die Hintergrundgeschichte erhaltet oder euch der verrückte Andrew Ryan mal wieder mit dem Tod droht ("Ich werde schon noch das richtige Gift für dich finden, du Parasit!") oder euch verbündete Figuren Tipps oder Aufgaben per Funk übermitteln. Häufig kommt das sehr surreal rüber und ist doch zugleich einer der Kernpunkte der Storyentwicklung - prima!
Das Paradies unter Wasser: Rapture in voller Pracht.Bei diesen ganzen klanglichen Superlativen ist es fast schon selbstverständlich, dass auch die Akustik im Hintergrund gelungen ist: Maschinen rattern vor sich hin, Spiel- und Verkaufsautomaten (an denen ihr eure Dollars ausgeben könnt und Nachschub einkauft) dudeln munter in den Ecken umher oder eine Jukebox spielt quietschend-rasselnd einen Song der damaligen Zeit ab. Selbst die deutsche Übersetzung glänzt mit tadelloser Stimmakrobatik, hier gibt es nichts auszusetzen.
Gameplay-technisch kann Bioshock das hohe Level jedoch nicht über die volle Spielzeit von ca. 20 Stunden halten. Verantwortlich dafür ist zum einen die relativ überschaubare Gegnerschar, die zwar mit einer akzeptablen KI ausgestattet ist (Splicer heilen sich an Medi-Objekten, laufen weg, verstecken sich, haben aber kein taktisches Vorgehen oder Lernvermögen), auf Dauer aber austauschbar ist.
Etwas nervig sind zudem die respawnenden Feinde, die auch in Arealen, die man schon "aufgeräumt" hatte, immer wieder auftauchen. In Kombination mit vielen mehrfach zu durchquerenden Räumen ist das ein eher nerviges Feature, das die Spielzeit unnötigerweise in die Länge zieht und zudem Munition kostet, die jedoch meist fair bereitgestellt wird.
Das gibt 'nen Schock: Per Elektroplasmid grillen wir die Gegner.Positiv hingegen sind kleine Features wie der Einsatz einer Fotokamera: Wer gute Fotos schießt, verbessert auf diese Weise beispielsweise nicht nur den Schaden seiner Waffen, auch das Spiel wird dadurch aufgelockert. Interessant ist zudem das moralische Dilemma mit den Little Sisters: Wer sie ausbeutet (tötet), erhält doppelt so viel ADAM, als wenn man sie heilt. Wofür entscheidet ihr euch? Etwas enttäuschend ist am Ende jedoch die Tatsache, dass Bioshock keinen Multiplayer- und auch keinen Koop-Modus anbietet. Von einem Actionspiel moderner Prägung könnte man so etwas schon erwarten.
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