Beyond Divinity (PC-Test)
(von Gregor Dutz)

Die »Larian Studios« veröffentlichen mit »Beyond Divinity« den zweiten Titel aus dem Universum, in dem schon »Divine Divinity« spielte. Bei »Divine Divinity« gingen die Mein-ungen damals weit auseinander: Von grottig bis atmosphärisch

schlichtweg genial reichte das Meinungsspektrum der RPG-Fans. Nun will der Hersteller vieles besser machen und hat auch einige gute Ideen entwickelt. Ob aber »Beyond Divinity« nur ein Nischenprodukt ist, oder sich mit »Sacred« oder sogar »Diablo 2« messen kann, werden Sie in diesem Test erfahren.

Verschmolzen bis in die Ewigkeit Schlimm hat es unseren Helden getroffen: Seine Mitstreiter wurden in einem aussichtslosen Kampf getötet und er selbst wurde von einem unbarmherzigen Dämon gefangen genommen. Doch damit nicht genug, denn seine blütenweiße Seele wurde mit der eines teuflischen Todesritter verschmolzen und das auch noch bis in alle Ewigkeit - zumindest theoretisch.

Im Laufe der Story müssen Sie nun einen Weg finden, wie die beiden Seelen wieder getrennt werden können. Denn die Folgen dieser engen Beziehung sind tödlich: Stirbt der eine, haucht auch der Lebensabschnittsgefährtesein Leben aus. Beziehungsprobleme sind also vorprogrammiert.

Skills, nichts als Skills
Zu Beginn kann man die Ausrichtung der beiden Charaktere nur in drei Richtungen bestimmen: Magier, Kämpfer und Überlebenskünstler stehen zur Verfügung. Allerdings gibt es Boni, wenn beide Chars der selben Klasse angehören und es

Beyond Divinity - Auf den Spuren von Diablo, Sacred & Co!

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stehen dem einen auch jeweils alle Fähigkeiten offen, die der andere bereits erlernt hat - die Seelenverbundenheit macht`s möglich. Durch das Verkloppen von allerlei Getier bekommen unsere beiden Alter Egos regelmäßig Erfahrungspunkte aufs Konto, die dann wieder in Skills und Eigenschaften wie Stärke und Gewandtheit investiert werden wollen.

Die Entwickler haben dazu jede Menge an Skills spendiert, die aber erst nach und nach erlernt werden wollen; entweder bei NPCs oder aus Büchern.

Das Skill-System ist extrem flexibel, so lässt sich ein Zauberspruch aus verschiedenen Schadenarten zusammenbasteln und jederzeit weiter ausbauen. Gegen Gebühr kann man einen Skill auch wieder löschen und man erhält die Skill-Punkte zurück. Meiner Meinung eines der besten Systeme, die ein RPG je benutzt hat.

Packshot zu Beyond DivinityBeyond DivinityErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Klick-Orgien
Wer Wirtschaftssimulationen vor allem wegen den Klick-Orgien liebt, die erforderlich sind, um sein Transport-, Flughafen-, Vergnügungsparkt- oder Freudenhaus-Imperium zu verwalten und zu kontrolieren wird auch bei »Beyond Divinity« voll auf seine Kosten kommen: Zu oft fehlen

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Shortcuts für bestimmte Funktionen, zum Beispiel für das schlürfen eines der raren Heiltränke. Überhaupt ist die Steuerung extrem fummelig und entnervend. Die Charaktere können nur im Pausenmodus direkt ausgewählt werden, sonst funktioniert nur der Weg über die kleinen Poträts rechts oben. Als reinstes Paradies für Frickel-Fanatiker stellt sich das Inventar heraus: Die Gegenstände sind viel zu klein und liegen teilweise sogar übereinander. Allerdings lassen sich die linke und die rechte Maustaste mit Attacken und Skills frei belegen und in Zusammenarbeit mit der Leertaste (Pause) wird immerhin die komplette Unspielbarkeit verhindert.

2D-Einheitsgrau
Wer in letzter Zeit »Knightsof the Old Republic« oder »Sacred« gespielt hat, wird von der 2D-Grafik (lediglich die Charaktere und Monster sind in 3D) des Spiels enttäuscht sein. Daran kann auch die bis auf 1600x1200 heraufdrehbare Auflösung nichts ändern. Zu oft wiederholen sich die Farben und vor allem in den Dungeons kann es passieren, dass die Augen vor lauter Langeweile ein Nickerchen einlegen wollen.

Ein bisschen Abwechslung bringen aber wenigstens die Zauber in die Dungeons und finsteren Wälder.

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Ein Heilzauber erscheint beispielsweise als schicker, blau leuchtender Ankh über unserem Helden. Teilweise spielt aber auch der Orientierungssinn verrückt. "Wo bin ich jetzt? Wo muss ich hin?" sind nur einige der Fragen, die sich der Spieler stellen muss. Zwar gibt es eine Übersichtskarte, doch um zu dieser zu gelangen muss man sich erstmal durch die Menus hangeln. Eine Minimap gibt es zwar auch, diese trägt ihren Namen aber auch vollkommen zu Recht.

Die chaotisch aufgebauten Dungeons tragen dann auch nicht dazu bei, schnell den Ausgang zu finden. Ob gewollt oder ungewollt, nerven tut es auf jeden Fall jede Ecke fünfmal zu durchsuchen, bevor man weiterkommt oder einen sehnsüchtig gesuchten Schalter zu finden.

Was will der denn?
An jeder zweiten Ecke bekommt man von einem NPC ein Neben-Quest angeboten. Nimmt man dieses an, fangen die Probleme an. Viel zu oft fehlen genauere Beschreibungen. Beispiel: Wir sollen einen Zahn eines bestimmten Monsters finden, um einen Imp zu retten. Schön und gut, doch wo zum Teufel ist diese Monster? Bis Redaktionsschluss konnte es nicht gefunden werden. Vorstellbar ist, dass es einfach keine Spiele-Tester mag und sich deshalb verdünnisiert hat. Also, ciao Bella.Auch wenn man dem Hauptquest folgt, gibt es vor allem zu Beginn Schwierigkeiten: Die Motivation gelangt schnell auf einen Tiefpunkt.

Spätestens wenn man zum zehnten mal an einem Monster scheitert fragt man sich nach dem Sinn des Spielens. Hätte ich das Spiel nicht testen müssen, ich hätte es viel früher aus der Hand gelegt. Nach einer gewissen Zeit steigt aber auch die Motivation wieder.

Stille
Sehr ärgerlich ist ebenfalls die akustische Untermalung des Spiels. Zwar gibt es stimmungsvolle Musik und hörenswerte Kampfgeräusche, auf eine akustische Ausgabe der Gespräche wartet man aber vergeblich. Nicht einmal die wichtigsten Dialoge erschallen aus den Boxen. Das ist meilenweit von dem Standard aktueller Rollenspiele entfernt.

Kommen wir aber kurz vor dem abschließenden Kommentar noch einmal zu einem erfreulichen Punkt des Spiels: Dank bestimmter

Schlüssel kann der Spieler zwischen verschiedenen Dimensionen hin- und herspringen - in das sogenannte Schlachtfeld bzw. Battlefield. Dies ist vor allem möglich, um ein paar Erfahrungspunkte zu sammeln, aber alle Kritikpunkte von oben gelten auch hier.Auch wenn man dem Hauptquest folgt, gibt es vor allem zu Beginn Schwierigkeiten: Die Motivation gelangt schnell auf einen Tiefpunkt.

Spätestens wenn man zum zehnten mal an einem Monster scheitert fragt man sich nach dem Sinn des Spielens. Hätte ich das Spiel nicht testen müssen, ich hätte es viel früher aus der Hand gelegt. Nach einer gewissen Zeit steigt aber auch die Motivation wieder.

Stille
Sehr ärgerlich ist ebenfalls die akustische Untermalung des Spiels. Zwar gibt es stimmungsvolle Musik und hörenswerte Kampfgeräusche, auf eine akustische Ausgabe der Gespräche wartet man aber vergeblich. Nicht einmal die wichtigsten Dialoge erschallen aus den Boxen. Das ist meilenweit von dem Standard aktueller Rollenspiele entfernt.

Kommen wir aber kurz vor dem abschließenden Kommentar noch einmal zu einem erfreulichen Punkt des Spiels: Dank bestimmter

Schlüssel kann der Spieler zwischen verschiedenen Dimensionen hin- und herspringen - in das sogenannte Schlachtfeld bzw. Battlefield. Dies ist vor allem möglich, um ein paar Erfahrungspunkte zu sammeln, aber alle Kritikpunkte von oben gelten auch hier.Auch wenn man dem Hauptquest folgt, gibt es vor allem zu Beginn Schwierigkeiten: Die Motivation gelangt schnell auf einen Tiefpunkt.

Spätestens wenn man zum zehnten mal an einem Monster scheitert fragt man sich nach dem Sinn des Spielens. Hätte ich das Spiel nicht testen müssen, ich hätte es viel früher aus der Hand gelegt. Nach einer gewissen Zeit steigt aber auch die Motivation wieder.

Stille
Sehr ärgerlich ist ebenfalls die akustische Untermalung des Spiels. Zwar gibt es stimmungsvolle Musik und hörenswerte Kampfgeräusche, auf eine akustische Ausgabe der Gespräche wartet man aber vergeblich. Nicht einmal die wichtigsten Dialoge erschallen aus den Boxen. Das ist meilenweit von dem Standard aktueller Rollenspiele entfernt.

Kommen wir aber kurz vor dem abschließenden Kommentar noch einmal zu einem erfreulichen Punkt des Spiels: Dank bestimmter

Schlüssel kann der Spieler zwischen verschiedenen Dimensionen hin- und herspringen - in das sogenannte Schlachtfeld bzw. Battlefield. Dies ist vor allem möglich, um ein paar Erfahrungspunkte zu sammeln, aber alle Kritikpunkte von oben gelten auch hier.