Der erfahrene Echtzeitstratege kann sich vorstellen, dass die Konsequenz dieser schnellen Art der Einheiten- und Gebäudeerzeugung ein rasant schnelles Spiel ist. Das gilt vor allem für die Königsdisziplin: PvP. Im Kampf gegen Spieler laufen zu Beginn nicht selten zwei einsame Einheiten gegeneinander an.
Doch schon Sekunden später sind sie dann von unzähligen Kumpanen umringt, es wachsen Raketentürme aus dem Boden und eisige Wirbelstürme pfeifen durch die Lüfte. Innerhalb kürzester Zeit kann sich die triste Graslandschaft in ein episches Schlachtfeld verwandeln. Wer schon zu Beginn auf die falsche Karte setzt, hat keine Chance mehr.
Gigantomanie – nicht kleckern, sondern klotzen – lautet die Devise. Wer allerdings zu schnell auf derart wuchtiges Kriegsgerät baut, wird meist im frühen Spiel von der Map gefegt.Das ist der Preis, den man dem durchaus ansprechenden schnellen Spielkonzept zollt. Denn nur wer sein Deck sorgfältig durchdacht hat, wird Erfolg haben können. Nur wer das Schlachtfeld bis ins Detail kennt und sich mit einer schnellen Einheit zielgenau auf das richtige Monument zu bewegt, die Mauer im richtigen Augenblick hochzieht und den Kampf dort gewinnt, wird siegen. In BattleForge entscheidet nicht so sehr das Mikromanagement während der Schlacht, sondern die Planungsarbeit vor und nach dem Spiel.
Umso wichtiger ist es, sich die Wiederholungen der Scharmützel anzusehen, um daraus zu lernen. Denn nur so lassen sich einerseits Fehler in Zukunft vermeiden und andererseits die wirksamen Tricks der Gegenseite übernehmen. Für eingefleischte Echtzeitprofis ist so etwas Routine, für den Durchschnittsstrategen ist es ein Gräuel.
Wer ohne Clan und schlagkräftige Freunde in BattleForge ankommt, sollte sich schnell um Anschluss bemühen. Nur ein Team kann den Frust mindern und die Lust am Perfektionieren wecken, die man entwickeln muss, um bei BattleForge langfristig am Ball zu bleiben.
Masse statt Klasse? Der nächste Eistornado wird diesem 'Gezerge' garantiert ein Ende bereiten.Doch in dieser Hinsicht wird auch bei Phenomic noch nachgebessert. Man verspricht neue Szenarien und Inhalte nachzuliefern – kostenlos sogar. Allerdings lässt sich an dieser Stelle bereits erahnen, dass mit neuen Inhalten auch neue Karten ins Spiel kommen werden. Die möchte man als passionierter Spieler natürlich besitzen und spätestens hier sind dann eben doch die knapp 20 Euro extra fällig.
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