Für Battlefield Hardline haben die schwedischen Jungs und Mädels von Dice erstmals die Zügel aus der Hand gegeben und mit Visceral Games ein neues Entwicklerteam an Board geholt, dass sich bisher vor allem durch eine gewisse Horrorschocker-Reihe in den Weiten des Alls einen Namen gemacht hat. Zusammen mit dem ungewöhnlichen Cops-gegen-Gangster-Szenario kommen so einige interessante Veränderungen im altbekannten Spielfluss der Marke Battlefield zustande.

Um die Übersicht zu erleichtern und auf einige neue Tipps und Kniffe hinzuweisen, sind folgend alle nennenswerten Detailverbesserungen aufgeführt, die das Spiel so mit sich führt. Damit ist die Liste vor allem für Kenner der Battlefield-Serie interessant, doch auch für Anfänger bieten die folgenden Punkte eine gute Möglichkeit, um sich schon etwas mit den Feinheit des Spiels vertraut zu machen und erste fortgeschrittene Techniken zu erproben.

Battlefield Hardline - Guide, Tipps & Tricks

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Hardline konzentriert sich deutlich stärker auf den Nahkampf als seine Battlefield-Vorgänger.
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Neuer Infanterieschwertpunkt
Man mag Visceral Games für das ungewöhnliche Konzept des neuesten Battlefield-Ablegers viel vorwerfen wollen, doch auf keinen Fall kann man ihnen absprechen, dass sie nicht konsequent seien. Battlefield steht seit jeher für mächtige Kriegsmaschinen, große Schlachtfelder und ordentlichen Wumms - Dinge, die so gar nicht ins Räuber-und-Gendarm-Setting passen. Und deshalb auch nicht (ohne nur in geringem Maße) ihren Weg ins Spiel gefunden haben. Panzer, Jets und dergleichen werdet ihr nicht mehr im Spiel vorfinden, Hardline hat eine klare Ausrichtung auf Infanteriegefechte und nähert sich damit klar an bekannte Genregrößen wie Counterstrike und Call of Duty an. Wundert euch also nicht, wenn ihr einen Raketenwerfer im Gepäck des Mechanikers oder den Mörser im Inventar des Enforcers/Versorgers vermisst und stellt euch auf die neuen Begebenheiten ein - Battlefield Hardline gibt sich klassisch und belohnt stärker denn je Spieler mit guten Reflexen und einem ruhigen Finger.

Fahrzeuge knacken
Das Raketenwerfer und Co. nun fehlen, macht den neuen Fuhrpark aber noch lange nicht zu einer unbezwingbaren Macht auf dem Schlachtfeld - ganz im Gegenteil. Ihr solltet schnell merken, dass sich Fahrzeuge nun auch mit den gängigen kleinkalibrigen Waffen zerstören lassen, kombinierten Dauerfeuer haben nur die wenigsten Vehikel, wie zum Beispiel die massigen Panzertrucks, etwas entgegensetzen. Versucht also ruhig öfter mal euer Glück und leert eure Magazine an vorbeirauschenden Karren oder Helikoptern aus.

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Schwachpunkt Fenster
In den meisten Fällen müsst ihr euch gar nicht die Mühe machen und versuchen, ein besetztes Auto hochgehen zu lassen. Nun, da wieder breite Fensterfronten ihre Rückkehr in den Fuhrpark von Battlefield gefunden haben, reicht es meist aus, sich auf die Insassen zu konzentrieren und diese mit einem guten Auge einfach aus der rollenden Karosserie zu pflücken. Mit etwas Glück, hat das gegnerische Fahrzeug bei einem solchem Manöver sogar so wenig Schaden davon getragen, dass ihr dem Feind dieses auch noch vor der Nase wegschnappen könnt. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle aber erwähnt, dass es auch einige Fahrzeugklassen mit kugelsicheren Fenstern gibt, die sich nicht ohne weiteres knacken lassen. Mehr dazu auf der entsprechenden Seite des Guides.

Nie wieder Munitionsnot
Passionierte Battlefield-Spieler kennen das Problem nur zu gut: Die Munition ist mal wieder alle, also sprintet man zum nächsten Versorger, fordert Munition an... und, naja, das wars dann auch. Viele Spieler sind so von den Geschehnissen auf dem Schlachtfeld eingenommen, dass ihnen der auf- und abhüpfende, wutentbrannte Mitspieler in unmittelbarer Nähe gar nicht auffällt. Mit Hardline hat sich Visceral Games einen simplen, aber effektiven Kniff einfallen lassen, wie sich dieses Problem lösen lässt - wenn ihr einen Munitionsmangel habt, könnt ihr nun einfach zum nächstgelegenen Enforcer hechten und euch die fehlenden Patronen durch einen schnellen Knopfdruck einfach selber einstecken, ohne auf eine eigene Munitionskiste angewiesen zu sein. Das Gleiche funktioniert übrigens auch mit benötigter Heilung des Operators. Simpel, aber ungemein erleichternd.

Minimap hilfreicher denn je
Wie bereits in den allgemeinen Tipps zum Einstieg erwähnt, ist die Minimap ein Freund jedes Battlefield-Spielers und sollte tunlichst in das eigene Spiel mit einbezogen werden. Umso lobenswerter ist es, dass die kleine Karte im unteren Bildschirmrand in Hardline noch einmal ein ganzes Stück verbessert wurde, leichter einzusehen ist und nun noch mehr Informationen anzeigt als in den Vorgängern. So ist es nun beispielsweise möglich, die genaue Begrenzung der Flaggenbereiche im Eroberungsmodus abzulesen, was für die eigene Positionierung einen wertvollen Informationszuwachs darstellt.

Besseres visuelles Trefferfeedback
In Battlefield Hardline werden alle kritischen Kopftreffer, die ihr mit eurer Waffe austeilt, als eine rote Treffermarkierung angezeigt (im Gegensatz zu den gewöhnlichen weißen Treffermarkierungen), was euch ein noch besseres Feedback über den möglichen Status eures anvisierten Zieles gibt. Eine kleine, aber feine Verbesserung.

Packshot zu Battlefield HardlineBattlefield HardlineErschienen für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One kaufen: Jetzt kaufen:

You are under arrest!
In einem waschechten Polizei-Shooter dürfen die obligatorischen Festnahmen natürlich nicht fehlen. Indem ihr anstatt des altbekannten Messers nun einen Schlagstock oder Baseballschläger - abhängig davon, auf welcher Seite ihr euer Spiel bestreitet - mit euch führt, ist es euch möglich, Gegner nach einem erfolgreichen Nahkampffinisher zu verhaften. Die Animation mit einem der Knüppel dauert zwar länger als ein flotter Messerkill, gibt euch aber im Anschluss die Möglichkeit, den erledigten Gegner zu verhören. Dies markiert für euch und eure Teammitglieder für einen kurzen Zeitraum alle gegnerischen Kräfte auf der Minimap und verschafft euch so einen entscheidenden Vorteil im Kampfgeschehen.

Höhere Schussfreiheit in Fahrzeugen
Als Beifahrer in einem der vielen verschiedenen Fahrzeuge von Battlefield Hardline seid ihr nicht länger zur Untätigkeit verdammt, sondern seid nun erstmals in der Lage, auch vom Beifahrersitz aus vom Inneren eines Vehikels eure Gegner unter Feuer zu nehmen. Indem es neuerdings möglich ist, sich sogar aus dem Fenster zu lehnen, wird euch eine noch bessere Präzision ermöglicht, gleichzeitig macht ihr euch dadurch auch angreifbarer für mögliche Gegenangriffe.

Enterhaken schaffen neue Wege
Die neuen Enterhaken könnt ihr benutzen, um euch an vorgegebenen und visuell hervorgehobenen Stellen neue Routen zu erschließen und euch dem Kampfgeschehen von oben zu nähern. Auf den vertikal angelegten Karten von Hardline ist dieses Gadget also gerade für Scharfschützen interessant, um sich unbemerkt eine günstige Position mit gutem Überblick aufs Schlachtfeld zu erschließen und von dort aus Chaos zu verbreiten.

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Geld regiert die Welt
Das klassische Aufstiegssystem über erspielte Erfahrungspunkte, wie es in Battlefield 3 und 4 Anwendung fand, hat in dieser Form nicht mehr seinen Weg ins Spiel gefunden. Stattdessen generiert jede eurer teambasierten Aktionen wie das Heilen von Spielern oder das Legen von Unterstützungsfeuer, sowie in den diversen Spielmodi geklaute Moneten, Geld, dass sich ähnlich wie im althergebrachten Counter-Strike für neue Waffen, Gadgets etc. ausgeben lässt. Diese sind in der Folge aber dauerhaft verfügbar und müssen nicht immer wieder neu eingekauft werden.

Das Reputationssystem
Battlefield Hardline führt das neue Reputationssystem ein, welches das System der Squad-Fähigkeiten erstetzt, wie es zuletzt in Battlefield 4 zu sehen war. Killserien oder gutes Teamplay generiert Reputation, die sich im Verlauf einer Runde in zusätzlichen Perks für euren Charakter niederschlägt. So könnt ihr als Mechaniker nach einigen gelungenen Aktionen beispielsweise auf eine verbesserte Reperaturfähigkeit zurückgreifen oder in der Rolle des Operators von einer schützenden Weste profitieren.

Waffen für beide Fraktionen nutzbar machen
Alt eingesessenen Battlefield-Veteranen sollte recht bald auffallen, dass Hardline seine Waffen sehr limitiert zur Verfügung stellt und klassen- und fraktionsspezifischen Einschränkungen unterwirft, sodass es nicht mehr möglich ist, beispielsweise Karabiner oder Schrotflinten nach kurzer Spieldauer für alle Klassen nutzbar zu machen. Stattdessen kommt ein anderes System zur Anwendung: Spielt ihr eine Waffe so ausführlich, dass ihr es schließlich auf über 1250 Abschüsse mit ihr bringt, hat sie sich als einer eurer favorisierten Schießprügel verdient gemacht und kann fortan fraktionsübergreifend genutzt werden. So kann beispielsweise das M16A3 nach einiger Spielzeit auch für den Operator der Gangster spielbar gemacht werden, Waffenwechsel zwischen den einzelnen Klassen sind allerdings nicht mehr möglich.

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