Gut einen Monat nach der Veröffentlichung von Battlefield 3 steht eine Nachschublieferung für alle Frontsoldaten unmittelbar bevor: „Back at Karkand“ erweitert das virtuelle Schlachtfeld im Dezember um einige aufpolierte Klassiker der Vergangenheit. Besitzer der Limited Edition erhalten das DLC-Paket kostenlos und PS3-Spieler sogar eine Woche früher. Wir haben die neuen/alten Maps, Waffen und Vehikel schon vorab einem Praxistest unterzogen.

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Jedenfalls den überwiegenden Teil. Drei der vier restaurierten Battlefield-2-Karten standen für die Spielsitzung zur Verfügung – und damit auch die Mehrheit der Inhalte. Obwohl der exakte Tag der Veröffentlichung immer noch in den Sternen steht, spielten wir aber trotzdem einen Großteil der kommenden Zusatzinhalte.

Neue Maps, neuer Spaß?

Die erste Frage, die sich wohl jeder Battlefield-Veteran stellt: Wie groß ist der Wiedererkennungseffekt der vier Maps? Ich muss sagen, dass die Anpassung an die Frostbite-2-Engine derart treffend gelungen ist, die Optik dermaßen umwerfend, dass ich oft einen zweiten oder dritten Blick benötigte, um wohlbekannte Orte zu identifizieren. Auch, weil nicht alles eins zu eins umgesetzt wurde, aber trotzdem genügend Erkennungsmerkmale erhalten blieben.

Am heftigsten brandete dieses Gefühl bei „Strike at Karkand“ auf, wo ich erst nach ein, zwei Runden eine Heimkehr erlebte und mich fortan traumwandlerisch sicher durch die Gassen bewegte. Oder die umherrennenden Kollegen mit einem Panzer zerlegte. Im Vergleich zu Battlefield 2 tragen natürlich auch die neu gewonnenen, drastischen Zerstörungsmöglichkeiten einiges zur frischen Gefechtsatmosphäre bei. Ich hatte den Eindruck, dass die Maps dadurch noch besser funktionieren.

Battlefield 3 - Back at Karkand: neue Schlachtfelder für Battlefield 3

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Eigentlich haben Schützenpanzer im Duell mit einem richtigen Tank keine Chance...
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Überhaupt sind die vier Karten die wichtigste Komponente der Erweiterung, auch wenn etwa der neue Senkrechtstarter „F-35B“ als eines von vier neuen Vehikeln eine herausragende Rolle spielt. Es macht schon Spaß, dem Jet beim Start zuzusehen. Wer das Ding auch noch beherrscht, bringt beim beispielsweise beim Anflug auf „Wake Island“ Tod und Verderben über seine Gegner. Und stellt euch mal vor, was man mit einem in Bodennähe dahinschwebenden Flieger im Bereich einer Flagge alles veranstalten kann ... Cool ist es allemal.

Mit von der Partie ist neben dem Schützenpanzer BTR-90 und einem bewaffneten Wüstenbuggy ein besonders zerstörerisches, ja beinahe übermächtiges Fahrzeug: ein Minibagger. Als Freund oder Feind lacht man sich zunächst schlapp über das in Wahrheit wenig beeindruckende Baustellenvehikel. Tatsächlich ist das Ding aber sehr wendig und kann sogar Teamkameraden in seiner Schaufel befördern. Einer direkten Konfrontation mit einem Tank sollte man selbstverständlich aus dem Weg gehen, aufgrund der geringen Größe passt das Teil aber auch gut durch enge Straßen und umgeht damit die Hauptkampflinien.

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Gerade Maps wie Wake Island und Golf von Oman (Sharqi Peninsula blieb beim Praxistest außen vor) profitieren von ihrer Weitläufigkeit, auf Letzterer sind etwa beachtliche sieben Flaggenpunkte untergebracht. Dies funktioniert vor allem dadurch, dass alle Waffengattungen zum Einsatz kommen und man nicht wie in „Karkand“ auf Infanterie und Bodenfahrzeuge limitiert ist. Aber: Alle Karten werden Teil der normalen Flaggenrotation auf den Servern sein!

Bf3: Back at Karkand führt auch zehn neue Waffensysteme ein (u. a. MP5, Famas, Jackhammer, MG36), die müsst ihr jedoch mithilfe des neuen Auftragssystems erst freischalten. Ihr erhaltet also Aufgaben wie „Let it rain“, bei denen ihr nicht nur 20 Abschüsse mit leichten Maschinengewehren erzielen, sondern auch zwei Mörsertreffer verbuchen sollt, um an das QBB-95 zu gelangen. Bei der Erfüllung der zehn Aufträge seid ihr übrigens nicht auf die überarbeiteten Maps beschränkt, auch alle regulären BF3-Gefechte gehen in die Wertungen ein.

Battlefield 3 - Back at Karkand: neue Schlachtfelder für Battlefield 3

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Auch auf den alten, neuen Maps fliegen jetzt so richtig die Fetzen.
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Und was gibt es sonst noch? Neben einer Reihe von neuen Achievements, Ribbons oder Dogtags ist wohl von besonderer Bedeutung, dass der BF3-"Conquest Assault"-Modus auf den Kartenklassikern gespielt werden kann. Sprich: Ein Team hält zu Beginn der Runde alle Kontrollpunkte und muss diese gegen die anrückende Offensivstreitmacht verteidigen.

Die vier restaurierten Maps, das Auftragssystem sowie Vehikel und Waffen fügen sich hervorragend in das zerstörerische Gesamtbild von Battlefield 3 ein.Ausblick lesen

Gerade „Strike At Karkand“ mit seinen verwinkelten Gassen hinterlässt hier einen sehr guten Eindruck und dürfte zukünftig zu den Favoriten auf vielen Servern gehören. Solltet ihr nicht zu den stolzen Besitzern einer Limited Edition von Battlefield 3 zählen, müsst ihr ins Portemonnaie greifen, wenn ihr nach Karkand zurückkehren möchtet. Der Preis wird wohl bei 1200 MS-Punkten oder etwa 15 Euro (Origin) liegen.