EA beruft sich auf den Schutz der Meinungsfreiheit in Videospielen, um einer bevorstehenden Klage des Helikopter-Herstellers Bell Helicopter entgegenzuwirken. Dieser fordert die Entfernung der eigenen Modelle aus Battlefield 3.

Battlefield 3 - Schutz auf Meinungsfreiheit soll EA vor Klage eines Hubschrauberherstellers bewahren

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Die AH-1Z Viper von Bell Helicopter wie sie im Spiel zu sehen ist
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Anwälte des Mutterkonzerns Textron forderten EA dazu auf, die AH-1Z Viper, den UH-1Y und die V-22 Osprey aus dem Spiel zu entfernen, da kein entsprechendes Lizenzabkommen abgeschlossen wurde. Das belegen Rechtsdokumente, die dem Gaming-Blog Kotaku vorliegen.

Da beide Parteien keine Einigung erzielen konnten, will sich EA nun vor einem drohenden Trademark-Streit schützen und beruft sich darauf, dass die Darstellung der Helikopter unter den Schutz der Meinungsfreiheit und der „Fair Use“-Klausel fällt.

Auf der Verpackung des Spiels befinde sich zudem der Hinweis, dass die Darstellung von Waffen und Fahrzeugen keine Unterstützung durch die Hersteller bedeute. Außerdem würde man die Bell-Helikopter nicht hervorheben oder größere Bedeutung zukommen lassen, als anderen abgebildeten Vehikeln.

Im Juni 2011 entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass Videospiele unter demselben Schutz der Meinungsfreiheit stehen wie Filme oder Literatur. Erst im September hat EA in einem ähnlichen Fall gewonnen, in dem es um die Abbildung eines College-Football-Spielers ging.

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