Voller Geschmack bei nur einer Kalorie! Zwar handelt es sich bei Battlefield 1943 Pacific nicht um ein koffeinhaltiges Brausegetränk, doch weckt das Konzept hinter dem neuen Teil der Multiplayer-Reihe umgehend Assoziationen zu den Light-Produkten aus dem Supermarktregal.

Battlefield 1943 Pacific soll ein abgespecktes Battlefield zum Budgetpreis werden und all diejenigen zum Kauf verführen, die bisher vor der Investition in den Vollpreis zurückschreckten. Zusammen mit den schwedischen Entwicklern von DICE haben wir uns auf einer der insgesamt drei Maps verlustiert.

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Ohne Zuckerzusatz

„Battlefield Light“, wie das Spiel hinter vorgehaltener Hand mittlerweile genannt wird, soll ausschließlich zum Download erhältlich sein und zum Start über lediglich drei Maps verfügen. Dafür muss der Spieler aber auch nur voraussichtlich etwa 15 Euro von seinem Konto abzwacken. Der Zweck, der diese Mittel heiligt, liegt auf der Hand: BF 1943 soll die Hemmschwelle für jene senken, die die Serie aufgrund des hohen Preises bisher gemieden haben.

Battlefield 1943 - Schlachtfelder zum Schleuderpreis

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Battlefield 1943 orientiert sich deutlich am ersten Teil der Serie.
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Das Konzept erinnert auf frappierende Weise an Battlefield Heroes, den Comic-Ableger nach dem Kostenlos-Prinzip. Und vermutlich haben die Entwickler unsere skeptischen Blicke nach ihrer Einführung gesehen, denn sofort wiegeln sie ab: „Keine Sorge, 1943 wird NICHT casual. Wir machen hier ein ‚richtiges’ Battlefield.“

Dass sich der neue Teil vorwiegend am Ur-Vater der Serie, Battlefield 1942, orientiert, zeigt sich denn auch nicht nur an der Namensgebung, sondern ist jedem Byte des Titels anzumerken. Die erste, bereits voll spielbare Map, Wake Island, hatte bereits ihren Auftritt im Vorgänger und wurde lediglich um die aktuelle Version der Frostbite Engine und kleinere Gameplay-Nuancen verfeinert.

Packshot zu Battlefield 1943Battlefield 1943Release: PS3, Xbox 360: 9.7.2009
PC: 2011
kaufen: Jetzt kaufen:

Zurück auf Wake Island

Auffallendste Änderung auf Wake Island: In Battlefield 1943 starten die Kontrahenten, Amerikaner und Japaner, nun erstmals von zwei Flugzeugträgern, von denen sie wahlweise per Landungsboot oder Flugzeug ins Gefecht aufbrechen. Auf der Insel selbst spielt sich das Geschehen nach dem „Business as usual“-Prinzip: Der einzige Modus in BF 1943 ist „Conquest“, sprich: Es werden Flaggen erobert und gehalten.

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Wake Island dürfte Battlefield-Fans bekannt vorkommen.
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Eine der wenigen Neuerungen sind auf der Insel verteilte Bunker, in denen der Spieler sich vor feindlichem Beschuss für einen Moment in Sicherheit bringen kann. Zudem könnt ihr hier Luftunterstützung anfordern, die sich sogar selbst steuern lässt: Dabei lenkt ihr drei Bomber im Formationsflug auf ihrem Weg zum Abwurfpunkt, wo eure explosive Ladung im Idealfall bei Auslieferung massive Zerstörung im Feindeslager anrichtet.

Apropos Zerstörung: Diese greift in Battlefield 1943 eine Spur eindrucksvoller um sich als in den bisherigen Teilen der Serie. Gebäude lassen sich nun komplett in Schutt und Asche legen. Selbst die Grundmauern, die etwa in Bad Company zu guter Letzt immer noch standen wie der Fels in der Brandung, zerbersten nun unter der Breitseite eines Panzers restlos zu Staub.

Klassenbucheintrag

Bei den drei verfügbaren Klassen halten sich Überraschungen in Grenzen: Der Infanterist ist mit Maschinengewehr und Bazooka eher der Allzweck-Raudi, während der Rifleman die Dinge lieber aus der sicheren Distanz durch den Sucher seines Scharfschützengewehrs betrachtet. Komplettiert wird das Dreigestirn durch den Scout. Wer als Amerikaner gerne mit dem Feind auf Tuchfühlung geht, setzt im Nahkampf ein Bajonett auf den Gewehrlauf. Der Japaner hingegen greift zum schneidigen Katana.

Battlefield 1943 - Schlachtfelder zum Schleuderpreis

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Die Frostbite-Engine sorgt für den nötigen Wumms.
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Neben Wake Island werden zum Start die Maps Iwo Jima und Guadalcanal verfügbar sein. Über darüber hinaus gehende Pläne schweigt man sich bei DICE derzeit noch aus. Wir erwarten jedoch, dass regelmäßig neue, vermutlich kostenpflichtige Download-Karten zur Verfügung gestellt werden.

Zwischen BF 1942 und Heroes schließt Battlefield 1943 eine Lücke, die es eigentlich gar nicht gibt.Ausblick lesen

Bis zu 24 Spieler dürfen sich auf den virtuellen Schlachtfeldern tummeln. Einen Einzelspieler-Modus wird es erwartungsgemäß nicht geben. Allenfalls kleinere Tutorials führen Anfänger in die nicht mehr allzu komplexe Materie ein. Denn vor allem die für Einsteiger abschreckende Sammelwut nach immer besseren Waffen und Auszeichnungen hat DICE in BF 1943 wegrationalisiert – und damit auch einen nicht zu unterschätzenden Langzeitmotivationsfaktor für Profis…