BF 1942: Secret Weapons of WWII
(PC-Test)
Von Martin Schnelle

Der Taktik-Shooter »Battlefield 1942« macht Spaß - so viel Spaß, dass Digital Illusions nun schon die zweite Missions-CD nachschiebt, um die Wartezeit auf »Battlefield Vietnam« zu verkürzen. Diesmal bekommen Sie es mit neuen Geheimwaffen zu tun.

Leutnant Schnelle duckt sich, rennt über die Straße und versteckt sich hinter einer Häuserruine. Ahnungslos fährt ein Sherman-Panzer an dem Haus vorbei. Schnelle springt hervor und wirft eine Handgranate.

Fix zurück, denn der Sherman ist mit einem Raketenwerfer bewaffnet. Nach einer weiteren Granate quillt eine Rauchwolke aus dem Panzer, dann explodiert er. Jetzt ist der Weg frei für den Mannschaftstransporter, der ebenfalls hinter dem Haus gewartet hat. Doch zu früh gefreut, denn kaum fährt das Halbkettenfahrzeug los, dröhnt ein Düsenbomber heran und wirft Bomben ab. Der Pilot kann sich aber nicht lange über seinen Sieg feuern, denn der hundert Meter weiter hinten stehende Flakpanzer macht dem Flieger den Garaus.

Bekanntes Spielprinzip
Von einem neuen Spiel-Modus abgesehen, geht es auch bei den »Secret Weapons« um das gleiche Spielprinzip wie im Original: Den Gegner möglichst schnell vernichten und Fähnchen auf der Landkarte erobern, denn dort können verloren gegangene eigene Truppen neu materialisieren.

Verschiedene Truppentypen wie Aufklärer, Sanitäter, gemeine Soldaten oder Panzerfaustträger haben Vor- und Nachteile, müssen

also am besten im Mix eingesetzt werden. Am meisten Spaß macht das Spiel nach wie vor im Mehrspieler-Modus, denn die Künstliche Intelligenz hat nicht zugenommen und bringt selbst abgebrühte Front-Veteranen zum Heulen.

Viele neue Einheiten
»Secret Weapons of WWII« führt eine Menge neuer Waffen, Fahrzeuge und Ausrüstung ein. Zum Teil entsprechen sie realen Gegebenheiten oder waren damals in der Entwicklung, teils muten sie aber wie reine Science-Fiction an. So etwa der Raketenrucksack auf deutscher Seite, mit dem Soldaten sich kurzzeitig in die Luft erheben können und damit schnell hinter die feindlichen Linien gelangen.

Einen realen Hintergrund hat dagegen die »Wasserfall«-Rakete, eine Lenkwaffe, die gegen Bomber eingesetzt werden sollte. Sie starten die Rakete und steuern sie dann aus der Ich-Perspektive. Fünf neue Panzer spendierten die Designer den Spielern, etwa einen Sherman-Panzer, der anstelle des MGs einen Raketenwerfer hat.

Battlefield 1942: Secret Weapons - Das zweite Add-On im ausführlichen Test!

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Dann wäre da der Sturmtiger, ein fiktives Sturmgeschütz mit furchtbarer Feuerkraft. Allerdings lädt es recht lange nach, außerdem ist die Kanone nicht schwenkbar. Die Deutschen kämpfen außerdem mit dem Flakpanzer, der anstelle einer Kanone vier 20mm-Geschütze hat. Dann wäre da der T-28, ein gigantischer Tank auf alliierter Seite, ähnlich dem Sturmtiger. Und ein weiterer leichter Mannschaftstransporter fährt vier Soldaten plus Fahrer über das Schlachtfeld, wobei die Schützen MGs benutzen können. Das waren aber noch nicht alle Transportmittel, denn beide Seiten bekommen ein überaus schnelles Motorrad mit Beiwagen und MG. Gewässer überqueren Sie mit einem bewaffneten und motorisierten Schlauchboot auf alliierter Seite, die Achsenmächte benutzen dafür ein Amphibienfahrzeug.

Packshot zu Battlefield 1942: Secret WeaponsBattlefield 1942: Secret WeaponsErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Eintritt ins Düsenzeitalter
Natürlich gibt es auch neues Fluggerät zu bestaunen. Sehr interessant ist die C-47, das einzige

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nicht strahlgetriebene neue Flugzeug. Die Maschine kann Fallschirmjäger absetzen und fungiert als mobiler Materialisierungspunkt.

Aus den deutschen Geheimlabors stammt der Raketenjäger »Natter«, der 24 Geschosse abfeuern kann. Ebenfalls in der Erprobungsphase war die Horten Ho-229, ein Nurflügel-Jagdbomber.

Auf US-Seite bekommen Sie den Goblin, den kleinsten Düsenjäger der Welt, der als Parasitenflieger in den Fünfzigern entwickelt wurde. Bomber sollten das Flugzeug zur Selbstverteidigung mitführen, das Konzept wurde aber durch die gestiegene Reichweite der damaligen Jäger überflüssig.Last but not least wäre da noch die Armstrong-Whitworth AW-52, ein fiktiver Nurflügler auf britischer Seite. Dazu kommen eine Reihe Handfeuerwaffen, die jedoch prinzipiell keine andere Wirkung haben als die bereits existierenden.

Acht neue Einsätze
Alle neuen Karten beschäftigen sich mit Einsätzen gegen die Wehrmacht, spielen also nicht im pazifischen Raum.

Einen zusätzlichen Aufgabentyp haben die Programmierer ebenfalls eingebaut, nämlich spezielle Missionsziele. Erreichen Sie diese, haben Sie den Einsatz gewonnen. Sechs der acht neuen Einsätze haben solche Ziele, beispielsweise sollen Sie auf alliierter Seite beim Einsatz »Flugplatz Kbely« einen deutschen Prototypen vernichten.Ansonsten sabotieren Sie eine deutsche Forschungseinrichtung für schweres Wasser, das zur Atombombenherstellung benutzt werden sollte. Dann wäre da die V3, eine neue Vergeltungswaffe, die

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nicht zum Einsatz kommen darf, eine Stellung für V2-Raketen und die »Gotenlinie«, eine Art Westwall, den die Alliierten überwinden mussten.

In Essen sollen Sie eine Waffenfabrik zerstören und in Peenemünde die Installationen zum Einsatz der V2 erobern. Im finalen Einsatz greifen Sie Hitlers letztes Befehlszentrum an, das »Adlernest« bei Obersalzberg. Eine weitere, nicht dokumentierte Mission installiert das Programm ebenfalls. Unter dem Namen »Battle of Britain« geht es um die Luftschlacht um England. Hier kämpfen Sie hauptsächlich mit Flugzeugen gegeneinander und versuchen etwa, mit Ju-88-Bombern die britischen Radargeräte zu zerstören.Fragiles Balancing
Die meisten der Karten entsprechen von der Spielbarkeit her den schon aus »Battlefield 1942« bekannten. Bei einigen ist die Balance aber nicht exakt austariert. So etwa bei »Hellendoorn«, wo Sie auf deutscher Seite kaum gewinnen können. Das Gegenteil ist bei »Essen« der Fall,

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denn hier sollen Sie als Alliierter sich hauptsächlich auf Flugzeuge verlassen, was sehr schnell zu sehr hohen Verlusten führt. Generell spielen sich die »Secret Weapons« deutlich schneller als das Basisprogramm.

Dies liegt natürlich unter anderem an den schnellen Düsenflugzeugen, die eigentlich schon zu schnell sind. Auch die Raketenwerfer am Sherman bringen deutlich schneller die Entscheidung als die Kanone allein, gleiches gilt für die schweren Panzer, die mit einem Treffer ihre Gegner erledigen.Fragiles Balancing
Die meisten der Karten entsprechen von der Spielbarkeit her den schon aus »Battlefield 1942« bekannten. Bei einigen ist die Balance aber nicht exakt austariert. So etwa bei »Hellendoorn«, wo Sie auf deutscher Seite kaum gewinnen können. Das Gegenteil ist bei »Essen« der Fall,

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Dies liegt natürlich unter anderem an den schnellen Düsenflugzeugen, die eigentlich schon zu schnell sind. Auch die Raketenwerfer am Sherman bringen deutlich schneller die Entscheidung als die Kanone allein, gleiches gilt für die schweren Panzer, die mit einem Treffer ihre Gegner erledigen.