Eine Neuinterpretation längst verloren geglaubter JRPGs, neue Ideen, einen wunderschönen Grafiktstil - all das bietet Battle Chasers: Nightwar! Warum auch ihr diesem Titel eine Chance geben solltet, erfahrt ihr hier.

Kickstarter-Projekte locken heutzutage kaum noch jemanden hinterm Ofen hervor. Viele Spieler fühlen sich durch Titel wie Mighty No. 9 gebrandmarkt. Zu groß ist das Risiko, dass das Spiel nicht fertig wird, daher reagieren viele Leser verhalten auf das Thema. Schade, denn es gibt immer wieder Perlen, die durch eine Kickstarter-Finanzierung ihren Weg in den Mainstream-Markt finden und positiv hervorstechen. So auch Battle Chasers: Nightwar, das wir euch genauer vorstellen.

Battle Chasers: Nightwar - Gameplay Trailer

Abgesehen von dem schrecklich generischen Namen bietet Battle Chasers: Nightwar zunächst viel fürs Auge. Der Titel orientiert sich an klassischen JRPGs der PS1-Ära, kommt in einem wunderschönen, an Cel-Shading angelehnten Grafikstil daher. Dass das Spiel so gut ausschaut, ist kein Wunder: Battle Chasers startete Ende der 90er Jahre als Comic-Reihe. Der Autor und Illustrator Joe Madureira (auch bekannt für X-Men-Comics und Spiele wie Darksiders) arbeitet auch an dieser Videospiel-Umsetzung. Der Stil wirkt wie ein Spagat zwischen westlichen und asiatischen Einflüssen – und eben dieser funktioniert fantastisch. Besondere Animationen und Zwischensequenzen wirken wie aus einer Ausgabe von Batman oder Berserk herausgefiltert, rein optisch ist Battle Chasers: Nightwar ein Hochgenuss für Freunde von Comic-Grafik.

Battle Chasers: Nightwar - Eine kommende Perle für Switch, PS4 und Xbox One-Besitzer

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In sich stimmig und gleichzeitig wunderschön: Die Grafik in Battle Chasers: Nightwar
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Doch nicht nur bei der Grafik bieten sich Parallelen zu PS1-Klassikern wie Final Fantasy 6, auch das Gameplay orientiert sich stark an dieser Hochphase der JRPGs. So basiert das Kampfsystem auf einem Timer-Prinzip. Während normale Angriffe abwechselnd ablaufen, brauchen stärkere Attacken mehr Zeit und kommen dementsprechend später zum Zug. Interessanterweise gibt es neben einem regulären Mana-Prinzip aber auch Fähigkeiten, die mit sogenanntem Overload oder Burst aktiviert werden. Die Punkte hierfür generiert man während des Kampfes. Hier solltet ihr also Overload-Fähigkeiten verwenden, anstatt kostbares Mana zu vergeuden. Fans alter Japano-Rollenspiele sollte das bekannt vorkommen. Aber auch Neueinsteiger sollten Spaß an diesem Prinzip finden - auch, wenn es anfangs etwas kompliziert erscheint.

Wenn ihr aber einmal nicht in Kämpfen steckt, befindet ihr euch entweder auf der Oberwelt oder in einem Dungeon. Letztere sind das Herzstück des Spiels. Die Dungeons sind zufallsgeneriert, Fallen, Rätsel und Gegner nicht vorherbestimmt. Solltet ihr einmal an einem Gegner scheitern, werdet ihr beim zweiten Versuch ein möglicherweise neues Gebiet vorfinden, das euch vor andere Herausforderungen stellt. Außerdem könnt ihr den Schwierigkeitsgrad auswählen - je schwieriger der Dungeon, desto besser euer Loot. Ein fairer Deal! All diese Faktoren sollen den Wiederspielwert erhöhen. Wir können bestätigen: Bereits der zweite Schwierigkeitsgrad ist sehr happig. Hardcore-Fans werden also ebenfalls Gefallen an diesem Titel finden.

Battle Chasers: Nightwar - Eine kommende Perle für Switch, PS4 und Xbox One-Besitzer

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Nichts für schwache Nerven: Battle Chasers wird viel Hirnschmalz von euch fordern
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Über die Story konnten wir leider noch nicht sonderlich viel herausfinden, dafür aber zu den Charakteren. Da hätten wir das kleine Mädchen auf der Suche nach ihrer Familie, den Riesen-Roboter mit Hang zur Natur und den grummeligen Schwertkämpfer - alles schon mal irgendwo gesehen, zugegeben. Doch auch wenn die Charaktere anfangs etwas stereotypisch erscheinen, die Liebe zum Detail macht diesen Eindruck wieder wett und unterstreicht das überzeugende Gesamtpaket.