Die Arkham-Trilogie steht vor ihrem großen Finale und groß ist es auch, was sich die Entwickler für den letzten Streich vorgenommen haben. Der Dunkle Ritter wird schneller, wendiger, schlagfertiger, angsteinflößender, bekommt neue Feinde und endlich sein Batmobil. Es bleibt die Frage aller Fragen: Wird die Story das erste Opfer der packenden Hau-Drauf-Action?

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Nach dem Ende von Arkham City ist es ruhig geworden. Batman hat das riesige Freiluftgefängnis gerettet und alle Straftäter Gothams wieder sicher verknackt. Doch das Verbrechen in der düsteren Stadt schläft nie und so währt der trügerische Frieden auch nicht lange. Zwölf Monate nachdem Batman Arkham City wieder unter Kontrolle gebracht hat, gelingt Scarecrow die Flucht. Der verrückte Giftgasmischer hat vor, die ganze Stadt mit einem radikalen Chemieanschlag auszulöschen.

Um die Bewohner Gothams zu retten, werden alle Zivilisten evakuiert und so bleibt nichts zurück außer Chaos. Innerhalb von nur 24 Stunden regieren Gangsterbanden die Stadt, ehemalige Arkham-Insassen sind auf freiem Fuß. Brennende Autos und eingeschlagene Scheiben in den Straßen, und nur einer ist zur Stelle um dem Verbrechen Einhalt zu gebieten: Batman.

Schnell wie die Fledermaus

Erstmals dürfen wir in Arkham Knight nicht nur den Gefangentrakt, sondern ganz Gotham erkunden. Darum soll die Spielwelt diesmal auch fünfmal so groß werden wie noch in Arkham City. Um sich darin ordentlich zurechtzufinden, ist die Fledermaus mit einigen neuen Tricks ausgestattet: Batman kann weiter gleiten, ist wendiger und holt sich aus dem Sturzflug heraus neuen Schwung.

Die „Grapple & Glide“-Funktion die ihn via Greifhaken über Vorsprünge und Dächer hinausschleudert, bekommt mehr Boost und außerdem kann er nun auch aus dem Flug heraus problemlos auf gespannten Seilen landen. Bei der Gameplay-Demo im Warner Bros. Hauptquartier in London juckt es uns bereits in den Fingern, als wir sehen wie Batman mit all diesen Fähigkeiten rasant durch die Nacht über Gotham fliegt. Selbst ran dürfen wir aber leider nicht.

Batman: Arkham Knight - Das große Finale des schwarzen Ritters

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Der "neue" Batman ist auch ohne Gefährt extrem schnell und wendig unterwegs
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Her mit dem Bleifuß

Dafür schießt im nächsten Moment auch schon das nächste Highlight um die Ecke. Ein rasanter Kameraschwenk, quietschende Reifen, qualmender Beton, zersplitternde Straßenschilder, weghechtende Schurken und da steht es: Das Batmobil. Endlich. Fans der Vorlage verzehren sich bereits danach und für mich wird ein kleiner Kindheitstraum damit wahr. Das Design wurde fürs Spiel in enger Zusammenarbeit mit DC komplett überarbeitet: Bullig und trotzdem wendig erinnert Batmans neue Karre ein wenig an die Dark-Knight-Filme von Christopher Nolan.

Packshot zu Batman: Arkham KnightBatman: Arkham KnightErschienen für PC, PS4 und Xbox One kaufen: Jetzt kaufen:

Dank des fahrbaren Untersatzes, gehört das Batwing-Reisesystem der Vergangenheit an. Wer will auch schon damit reisen, wenn er das Batmobil zur Verfügung hat? Niemand! Denn die Kiste ist nicht nur schnell, sie hält auch einiges aus. Straßenschilder, Zäune, sogar Hausecken und kleine Pfeiler weichen der Panzerung des Gefährts. Für die eine oder andere Verfolgungsjagt sind außerdem die üblichen Gadgets wie etwa Raketenwerfer an Bord. Und keine Sorge, falls wir vergessen, wo wir das Ding geparkt haben – dank Autopilot kommt das Batmobil zu uns.

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Der feuchte Nerdtraum: Endlich dürfen wir hinter das Steuer des Batmobils
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Der Einmannstraßenpanzer kommt aber nicht nur zum Einsatz, wenn uns nach einem Ortswechsel ist, auch für diverse Aufgaben wird der Flitzer eingespannt. So zum Beispiel in den Riddler-Aufgaben. Neben den bisher bekannten Herausforderungen schickt uns der grüngekleidete Rätselfreund in Arkham Knight auch auf Rennstrecken die Köpfchen und Geschick erfordern. Wie das geht? Ganz einfach: Mit Höchstgeschwindigkeit muss Batman durch enge Tunnel rasen, während er zeitgleich manuell verschwindende Bodenplatten und sperrige Mauern auf Knopfdruck umschaltet, um die Strecke befahrbar zu machen.

Zu allem Überfluss brechen auch noch Bodenteile weg und ganze Deckenstücke kommen herunter. Kein Problem für das Batmobil: Ausgeweicht wird auf die Wand, oder in einer 360 Grad Röhre auch gerne mal kopfüber an der Decke. Für zahlreiche Nebenbeschäftigungen in der weitläufigen Stadt wird laut Gaz Deaves (Social Marketing Manager bei Rocksteady) gesorgt sein. Wie viele davon aber auf das neue Fahrgefühl setzen, wird noch nicht verraten. Wir hoffen, dass das Batman-typische Schleich-und-Suchgefühl trotz der coolen Karre erhalten bleibt.

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Spektakuläre Kämpfe mit dem mysteriösen Gegenspieler bilden neben den Rennsequenzen das Highlight von Batman: Arkham Knight
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Ausgestiegen wird übrigens nicht einfach irgendwie: Per Schleudersitz wird Batman in die Luft katapultiert, von wo er sofort weitergleiten oder sich im Sturzflug auf Gangstergruppen stürzen kann. Wer sich jetzt darauf freut, über Gegnerhorden einfach drüber zu brettern, der wird enttäuscht. Batman tötet nicht und weil der letzte Teil der Reihe ganz dem Motto „Being Batman“ gewidmet ist, wird auch niemand überrollt. Zivilisten gibt es ohnehin nicht und andere Fußgänger hechten zur Seite. Die so zerstreuten Prügelknaben müssen anschließend ganz klassisch per Faust erledigt werden

BAM! BOOM! KAPOW!

Für die Schlägereien wird Batman dank fleißigem Training in Arkham Knight noch besser gerüstet sein. Das hervorragende Freeflow-Kampfsystem aus den Vorgängern bleibt natürlich erhalten und wurde nur hier und da ein wenig aufpoliert. So entreißt der Dunkle Ritter Angreifern mit einem geschickten Konter den Baseballschläger und verdrischt damit nicht nur ihn, sondern eine ganze Reihe an Widersachern, bis das zweckentfremdete Sportgerät in seine Einzelteile zersplittert. Aus einem eleganten Rückwärtssalto heraus geht er blitzschnell in eine Angriffsserie über, schleudert zum krönenden Abschluss noch einen Batarang in den letzten verbleibenden Schurken und steht inmitten von vor schmerzen gekrümmten Schergen. Total cool – so kennen wir ihn.

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Der dunkle Ritter hat wieder einige neue Tricks auf Lager
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Neu ist außerdem der Fear-Takedown: Schleicht Batman unter einem Bodengitter, kann er an Feinden vorbeihaschen und sie ungesehen ausschalten. Befinden sich dabei weitere Gangster in der Nähe, erledigt er sie mittels Zeitlupenangriff raubtierartig alle nacheinander. Blitzschnell wie er sich bewegt, wissen die Schläger gar nicht wie ihnen geschieht und die aufkeimende Angst lässt sie dabei unachtsam werden.

Rocksteady nimmt sich für Batmans Finale Großes vor und zeigt bereits jetzt, dass der Dunkle Ritter noch mehr drauf hat als je zuvor.Ausblick lesen

Schusswaffen hat Batman allerdings immer noch nicht viel entgegenzusetzen, daher ist Vorsicht und Versteckspiel ein wichtiger Part der Verbrechensbekämpfung. Genau hier stoßen wir dann aber auf das große Fragezeichen: Den Arkham Knight. Wer ist er? Wo kommt er her? Was kann er? Warum hat er es auf Batman abgesehen? Viel wissen wir noch nicht über den namensgebenden Schurken im Spiel. Als eine Art Anti-Batman kommt der neue Gegenspieler in ähnlicher Rüstung wie der Held daher. Düsterer, kantiger, mit roten Schattierungen und leuchtend blauen Augen wirkt sein Kampfanzug eindrucksvoll. Er ist schnell, trägt eine Maske und hat Batman eine Sache voraus: Die Knarren.

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Der Arkham Knight ist der große, unbekannte Widersacher, der Batman erstaunlich ähnelt
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Den Arkham Knight gab es bisher noch in keinem Comic. Er wurde speziell fürs Spiel entwickelt. Mehr Details erfahren wir nicht. Die Jungs von Rocksteady verraten nur, dass es wirklich Spaß gemacht hat, sich der Herausforderung einer vollkommen neuen Figur zu stellen und dass uns noch einige interessante Wendungen im Verlauf der Story erwarten.

Befürchtungen, dass der Arkham Knight neben den altbekannten Bösewichten flach wirken könnte, dass der Neuling bei alteingesessenen Fans nicht ankommt oder die Geschichte sich nicht recht ins Batman-Universum einfügen könnte, bestehen bei Rocksteady nicht. Auch wenn wir uns noch nicht ganz sicher sind, ob neben der ganzen Action nicht die Geschichte nicht ein wenig zurückbleibt, die in den Vorgängern das mitreißende Herzstück war. Zumal Paul Dini (beliebt durch die Batman-Zeichentrickserie aus den 90ern), der noch für die Geschichten in Arkham Origins und Arkham City verantwortlich war, nun nicht mehr am letzten Serienteil beteiligt ist.