Die Stadt liegt in Schatten. Der Geruch von Abgasen und Dreck schwängert die Luft. Die Straßen, einst Stege ins Glück vieler Menschen, die ihre Zukunft in einer Metropole aufbauten, die ihresgleichen sucht. Nun macht dreckiges Gesindel die Gassen und Viertel unsicher. Anhänger von diabolischen Superverbrechern, die glauben, die Stadt gehöre ihnen. Blödsinn. Diese Stadt gehört mir. Ich bin ihr Wächter. Ich bin ihre Seele und ihr Wappen... Wer ich bin? Ich bin Batman!

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Über den Dächern von Gotham

Es ist nicht leicht, auf eine so große Stadt aufzupassen. Wenn ich die Straßen überblicke, während ich auf dem Gargoyle eines alten Hochhauses in 400 Metern Höhe sitze, wird mir immer wieder bewusst, wie gewaltig diese Metropole eigentlich ist. Die Weitsicht ist fantastisch ... Es gibt kaum etwas Vergleichbares. Stellt euch vor, ihr würdet an meiner Stelle sein.

Hier ein Hubschrauber – wahrscheinlich Hugo Stranges Leute, die mich suchen und jeden meiner Schritte dokumentieren –, dort eine kleine Ansammlung von Kleinkriminellen. Kaum meiner Beachtung wert. Aber bis ich dem Signal zu Jokers Versteck folgen muss, ist noch einiges an Zeit übrig. Also kümmere ich mich um das Pack und mache diese Gegend für die treuen Einwohner von Gotham City etwas sicherer.

Batman: Arkham City - Der Schrecken, der die Nacht durchflattert

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Legt euch nicht mit Batman an.
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Ich scheine gut in Form zu sein. Vier von den Verrückten greifen mich gleichzeitig an, doch zwei von ihnen überstehen nicht mal die ersten zwei Sekunden. Ich springe hinter den nächsten Gegner, noch bevor sie zu Boden gehen. Wie in Zeitlupe verpasse ich meinem Gegenüber ein paar gezielte Schläge. Eine kurze Drehung, um einen weiteren Angriff hinter mir abzuwehren.

Ich brauche kaum eine Sekunde, dann bin ich auch schon beim letzten Joker-Anhänger angekommen. Als er versucht, mich mit einer schweren Kiste bekannt zu machen, entreiße ich ihm das Ding und schicke den Mistkerl damit auf die Bretter... Ein gutes Gefühl. Ich bin schnell. Ich bin stark. Die Anzahl meiner Moves und Techniken haben sich enorm erhöht.

Packshot zu Batman: Arkham CityBatman: Arkham CityErschienen für PS3, Xbox 360 und PC kaufen: Jetzt kaufen:

Hab ich einen übersehen? Kein Problem. Ich kann mich blitzschnell an die Gegebenheiten und die Position meiner Feinde anpassen – was sich auch auf die Bewegungen auswirkt, die ich ausführe. Ich schnappe mir einfach seinen Kopf und brettere ihn gegen die nächste Wand. Oh, ja. Die Umgebung ist mein Freund. Klar, ich hätte mich auch vorsichtig an diese Gruppe heranschleichen können, um einen, zwei oder sogar bis zu drei Gegner auf einmal aus der Dunkelheit zu überwältigen, was sie sofort kampfuntauglich gemacht hätte... Aber warum? Das war keine wirkliche Herausforderung für den Ritter der Nacht.

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Die offene Welt beeindruckt mit ihrer unglaublichen Vielfalt.
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Dieser Abschnitt ist also gesäubert. Keine zwei Sekunden und mein Enterhaken katapultiert mich auf das nahegelegene Dach eines kleinen Hauses. Zeit, meine Fähigkeiten ein wenig zu verbessern. Ob ich das öfter mache? Ja, klar. Es gibt in dieser Stadt so viele Möglichkeiten, so viel zu entdecken. Warum sollte ich das nicht ausnutzen? Per Bat-Vision finde ich den besten Platz für eine kleine Übung. Mal gucken, wie gut ich das Gleiten verinnerlicht habe.

Goldene Ringe zeigen, welchen Weg ich einschlagen muss. Ich springe vom Dach und sause nach unten. Aufwind nutzen. Und durch den letzten. Geschafft. Das war zu einfach, schauen wir mal, ob ich nicht noch ein wenig schwerere Erfolge verbuchen kann. Das wirkt für Außenstehende zwar ein bisschen so, als würde ihr dunkler Held ein Flugzeugspiel für Kinder ausprobieren, macht aber irgendwie auch einen Mordsspaß.

Mit den Sinnen einer Fledermaus

Und außerdem lohnt es sich. Alfred, mein treuer Butler seit vielen vielen Jahren, glaubt, dass ich den neuen Bat-Enterhaken ausprobieren sollte. Nachdem ich all die kleinen Trainingsmissionen absolviert habe, dürfte ich mir das auch verdient haben. Klasse. Nun komme ich viel höher und an entlegene Orte. Schön zu sehen, dass meine kleinen Spielereien für zwischendurch auch noch belohnt werden. Fürchtet euch Verbrecher und Gesindel der Stadt. Kein Platz ist mehr vor mir sicher.

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Grafisch keine Revolution aber dennoch sehr sehr schön.
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Hmm. Aber was ist das? Offenbar ist mit der Bat-Vision etwas nicht in Ordnung. Die Umgebung wirkt ein klein wenig matschig – ja, sogar pixelig. Die Konturen verschwimmen immer mal wieder und es hat den Anschein, Gegenstände würden hier und dort in Wänden und anderen Objekten verschwinden. Selbst ich erscheine etwas kantig... Egal, da hab ich schon viel Schlimmeres erlebt.

In diesem Game spielt man nicht Batman! Man IST Batman.Ausblick lesen

Um ehrlich zu sein, fällt es mir nach wenigen Momenten auch kaum noch auf. Zu beeindruckt bin ich – ja, selbst nach all den Jahren in meinem Job – von der Masse an Details, Möglichkeiten und von der schieren Größe dieser Stadt. Und ganz nebenbei: Auch wenn meine Optik scheinbar leicht getrübt ist, funktioniert das Gerät trotzdem einwandfrei. Schöner ist nur noch die Realität, wenn ihr versteht, was ich meine.

Auf jeden Fall sollte ich mich langsam auf den Weg machen, diesen verrückten Clown aufzuhalten. Scheinbar hat ihm die Tracht Prügel nicht gereicht, die ich ihm im Arkham Asylum verpasst habe. Da diese Stadt so verdammt groß ist, markiere ich die Position auf meiner Karte und folge im Anschluss dem Bat-Signal am Himmel. Das ist vielleicht manchmal etwas unübersichtlich, aber dennoch eine verdammt gute Idee, wie ich finde.

Dank meines Haken bin ich in wenigen Augenblicken dort, wo er sich versteckt So schnell und angesichts der Art, wie ich mit diesem Werkzeug vorankomme, fühle ich mich ein wenig wie dieser Kerl aus Just Cause 2 – nur cooler.

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Ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
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Und was das Versteck meines Erzfeindes angeht... Ich muss schon sagen: nicht schlecht! Er hat wirklich was aus seinem Versteck gemacht. Sieht zwar ein wenig wie der Freizeitpark eines völlig Irren aus, aber was habe ich auch erwartet? Schon komisch, wie einzigartig und einfallsreich die verschiedenen Orte sind. Diese Schurken haben viel Fantasie.

Um einen Weg hinein zu finden, kontaktiere ich erneut Alfred. Er hat zwar nicht immer eine gute Idee parat, aber oft kann er mir nützliche Tipps geben. Und auch wenn er manchmal so ratlos ist wie ich, hat er doch immer ein offenes Ohr für meine Anliegen und stets eine witzige Bemerkung auf den Lippen. Er bringt es doch tatsächlich immer wieder fertig, ein dem mürrischen Batman hin und wieder ein Lächeln zu verpassen.

Wie im Asylum - Nur besser

Genug davon. Ich muss durch den Schornstein? Was soll's. Ich hab Schlimmeres erlebt als das, und wenn es nun einmal die einzige Möglichkeit ist, so sei es drum. Kaum im Inneren angekommen, muss ich sagen: Der Kontrast zur 'offenen' Welt da draußen könnte kaum größer sein. Die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. Es wimmelt von Feinden, also schleiche ich lieber und halte mich in den Schatten versteckt. Diese Art des Vorgehens und die Location selbst erinnern mich stark an das Irrenhaus, das ich noch vor wenigen Jahren vor den Superschurken dieser Stadt retten musste.

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Bei den Feinden geht es richtig zur Sache.
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Lustig, dass ich so denke. Sehen sich die Orte doch nicht wirklich ähnlich. Aber das Gefühl ist wie damals. Ein gutes Gefühl, irgendwie... Zeit, meinen Detective-Modus zu aktivieren. Er hilft mir, die wirklich wichtigen Dinge zu erkennen. So finde ich nicht nur einen Weg zu meinem Ziel, sondern auch viele Möglichkeiten, die mir vorher nicht auf Anhieb klar waren. Außerdem zeigt er mir Orte auf, an denen ich mich verstecken kann, um meine Feinde einen nach dem anderen aus der Dunkelheit zu packen und unschädlich zu machen.

Kaum zu glauben, wie viele versteckte Orte, Rätsel und kleine Puzzles es in dieser Welt zu lösen gibt. Ich könnte eine kleine Ewigkeit damit verbringen, alles Geheimnisse zu entdecken und ans Tageslicht zu zerren. Im Moment klingt das zwar verlockend, doch haben die Clowns gerade eine höhere Priorität.

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Batman hat kaum Zeit sich auszuruhen.
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Erschreckenderweise sind die Anhänger des Joker nicht so dumm, wie ich sie in Erinnerung habe. Klar, sie sind kaum große Leuchten, das ist scheinbar keiner meiner Gegner, aber ihre Vorgehensweise ändert sich oft und auch ihre Bewaffnung variiert stark. So muss auch ich mich den Umständen anpassen und mal schleichen, während ich in anderen Momenten ordentlich zulange. Die Kämpfe müssen für einen Außenstehenden recht beeindruckend wirken. Ein einzelner Mann, der eine Horde von Verrückten ausschaltet und im besten Fall nicht einmal getroffen wird.

Das verdanke ich der Tatsache, dass ich einfach auf die Idee gekommen bin, meine Tools, wie beispielsweise den Enterhaken, auch im Kampf zu benutzen. Das bietet eine große Zahl an Möglichkeiten und macht sogar irgendwie Spaß. Einen Gegner à la Scorpion von Mortal Kombat zu sich zu ziehen und dann k.o. zu schlagen - wer hätte daran keinen Spaß? Wieder einmal gut, dass ich die Core-Tools aus meinem letzten Abenteuer behalten habe und das Inventar durch viele neue Werkzeuge aufstocken konnte.

Hiervon sollte man einen Film oder ein Spiel machen: Die Realität ist nämlich ziemlich faszinierend und sehr cool inszeniert. Wäre das nicht das wirkliche Leben – mein Leben –, würde mich die Hintergrundgeschichte fesseln. Aber so etwas Spannendes kann man sich ja kaum ausdenken...

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Viele viele fiese Gegner...
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Zurück zu den Geschehnissen: Nur ab und zu passiert es, dass mir ein Brutalo gegenübersteht, den ich nicht einfach zu Klump hauen kann. Da hilft nur eins: ignorieren und erst mal seine Freunde ausschalten. Zum Glück bin ich seit meinem letzten großen Auftritt sehr viel schneller und beweglicher geworden. So bleibt mir Zeit herauszufinden, wie ich diesen Mistkerl legen kann: einen Zwei-Meter-Clown-Riesen mit einem ebenso großen Hammer. Fieser Kerl.

Und mit der 08/15-Taktik komme ich hier auch nicht weiter, da jeder dieser „Spezial“-Gegner anders vorgeht. Und von den richtig fiesen Bösewichtern will ich gar nicht erst anfangen. Die verlangen einem echt alles ab. Das war früher im Asylum noch viel einfacher und simpler. Aber ich freue mich trotzdem: So ist es endlich mal eine Herausforderung und die Abwechslung ist viel größer – nicht dass hier noch langweilig wird.

Zum Glück ist dieser Riesen-Clown nicht so schwierig, wie er anfangs erscheint. Ich verpasse ihm mit schnellen Kombos eine Vielzahl an Schlägen und weiche dann blitzschnell seinem Hammer aus. Nach einigen Wiederholungen liegt er flach auf dem Rücken. Ich beuge mich zu ihm runter... frage, ob er noch nützliche Informationen für mich hat. Das Letzte, was er sagt, bevor er ins Reich der Träume entschwindet: „Du... Spiele nicht den Batman... Sei Batman!“.