Michael Keaton gilt für viele als der Schauspieler, der Batman zum ersten Mal so spielte, wie man ihn sich als Fan vorstellte. Doch nach zwei Filmen war Schluss, obwohl Keaton die Möglichkeit hatte, Batman Forever zu drehen. Warum er ablehnte, sagte er nun in einem Podcast.

Batman - Wann Michael Keaton wusste, dass Batman Forever Mist sein würde

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Michael Keaton als Batman in Tim Burtons Batman Returns
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Michael Keaton ist das klassische Beispiel für einen Darsteller, den die Fans partout nicht in einer bestimmten Rolle besetzt sehen wollten und dessen Leistungs später selbst die härtesten Kritiker im Vorfeld im Nachinein verstummen ließ. Mehr noch, Keatons Batman / Bruce Wayne brachte ihm eine völlig neue Fanbase ein.

Burton sei Dank

Burton, der besonders von Frank Millers The Dark Knight Returns angetan war, setzte durch, dass man Michael Keaton, mit dem er zuvor schon Beetlejuice gedreht hatte, in der Rolle des Dunklen Ritters besetzte, obwohl Warner Bros. eigentlich auf zugkräftige Darsteller wie Mel Gibson oder Kevin Costner setzen wollte. Selbst Adam West beanspruchte die Rolle für sich, da er befand, dass er der einzig wahre Batman sei. Natürlich führte dies bereits zum ersten Publicity-Stunt, denn die Nachricht, dass der eher schmächtige Komiker Keaton den muskulösen Batman spielen sollte, sorgte allerorts für Aufruhr unter Fans, die verlangten, dass man Keaton feuern solle. 50.000 Protestbriefe wurden an Warner Bros. versendet, die dieser Forderung Nachdruck verliehen. Doch Burton wollte mit Keaton zeigen, dass praktisch jeder hinter der Maske des Batman stecken könnte. Batman war in seinen Augen das fast schon schizophrene Spiegelbild eines Durchschnittsbürgers, der sich auf dem schmalen Grat zwischen Gesetz und Verbrechen befindet. Daher musste auch Robin weichen. Sein Batman hatte keinen Gehilfen. Gemeinsam erschufen sie einen wahren Hype, als der Film im Sommer 1989 in den Kinos startete (bei uns lief er Ende Oktober des Jahres an).

Batman Forever? Nein, danke

Trotz des Ruhms, den er mit dem Dunklen Ritter aus Gotham genoss, lehnte Keaton es ab, einen weiteren Batman-Film zu drehen. Denn nach Burtons Abkehr von der Reihe übernahm Joel Schumacher das Ruder. Und Keaton verriet in einem Podcast, ab welchem Zeitpunkt er wusste, dass er ebenso die Segel streichen sollte:

"Ich wusste, dass ich in Gefahr lief, als Schumacher sagte, 'Warum muss alles so düster sein?'", so Keaton. Vielleicht fragte Schumacher später ja auch, "Warum darf Batman keine Nippel zeigen?"

Für Keaton war dies jedoch das benötigte Stichwort, um der Rolle Lebewohl zu sagen. Und er tat gut daran, denn weder Batman Forever noch Batman & Robin konnten von der Qualität und vom Erfolg an den ersten beiden Filmen von Burton anknüpfen.

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