Baphomets Fluch - Der schlafende Drache (PC Test) (von Garry Leusch)

Adventures sind teuer und aufwendig in der Entwicklung. Sie benötigen eine tolle Grafik und intelligente Rätsel, vor allem aber brauchen sie eine gute Story. Adventures werden geliebt und gehasst, wurden von vielen

bereits für tot erklärt und andere sagen ihnen sogar eine baldige Wiederauferstehung voraus. Nun ist allen Unkenrufen zum Trotz »Baphomets Fluch 3« erschienen. Es wird unter den Computerspielern dieser Erde wohl kaum Fans geben, die »Baphomets Fluch« nicht kennen.

Die legendären Teile 1 und 2 gelten als Meilensteine der Computerspiel-Geschichte und es waren nicht zuletzt die Helden George und Nico, die das Adventuregenre am Leben erhielten.

Nun ist er also endlich erschienen, der dritte Teil der Serie, der angeblich auch den endgültigen Abschied einläuten soll. Eines kann man ruhigen Gewissens vorwegnehmen: Das Spiel ist toll geworden!

Von Drachen und Neo Templern
Wodurch haben sich gute Adventures immer ausgezeichnet? Ganz klar: durch eine tolle Geschichte, oft verzwickt und komplex, dabei aber immer spannend.

Der Spieler wurde getrieben von dem Gedanken, wie es denn nun weitergehen wird und erfreulicherweise ist das bei »Baphomets Fluch 3« nicht anders.

Der gute Anwalt George Stubbart (ja, mit »t« am Schluss) hat sich ins tiefste Afrika aufgemacht um dort einen Freund zu treffen und ein wenig die Seele baumeln zu lassen.

Er lässt sich von einem chaotischen Australier namens Harry in den Dschungel fliegen und wie nicht anders zu erwarten geht von da ab alles schief. Ein Unwetter überrascht die beiden, und da unser Buschpilot eine besondere Vorliebe für Alkohol zeigt ist er selbst nach der Bruchlandung einfach nicht aufzuwecken. Das ist aber unbedingt nötig, denn unser Flugzeug droht über den Rand einer Klippe zu stürzen, wenn nicht bald ein Gegengewicht geschaffen wird. Um unseren Piloten aufzuwecken, muss also ein Trick helfen und damit stecken wir schon mittendrin in einer fantastischen Geschichte voller Rätsel und Mysterien. Auf unserer Reise verschlägt es uns nach England, nach Paris, nach Prag und erneut ins tiefste Afrika. Alles dreht sich um den wahnsinnigen »Mr. Susarro«, der erst einmal kurzerhand George´s Freund »Mr. Cholmondely« tötet (der aber bitte schön Mr. Chumley ausgesprochen wird, George kommentiert das in seinem Notizbuch mit einem lapidaren »Die Briten sind seltsam«).
Susarro hat nach dem Tod des letzten Großmeisters im zweiten Teil des Spieles die Sekte der Neo Templer übernommen und plant nun natürlich die Weltherrschaft an sich zu reissen. Das soll mit Hilfe der Erdkraft geschehen, die alle 12.000 Jahre ihren Höhepunkt erreicht. Ein glücklicher Zufall, dass es gerade in diesen Tagen wieder soweit sein wird.

Diese gewaltige Energiemasse zu kontrollieren ist das Ziel von Susarro und dazu bedient er sich eines entschlüsselten Manuskriptes. Diese Erdkraft wird bei den Chinesen übirgens »die Drachenlinien« genannt und somit erklärt sich uns auch der Titel des Spieles »Der Schlafende Drache«.

Viele Dialoge - logische Handlung
Die Geschichte in »Baphomets Fluch 3« klingt kompliziert, aber sie ist es nicht, wenn man ein wenig aufpasst. Die Handlungsfänden laufen immer logisch zusammen und werden dem Spieler auf verständliche Art und Weise erzählt.Das schließt viele Dialoge ein, denen der Spieler voller Entzücken lauschen darf. Die Charaktere unterhalten sich wie in einem Zeichentrickfilm und treiben so die Handlung voran. Man spielt abwechselnd George und Nico. Nach dem Erledigen einer Mission wechselt das Spiel den Standort und man spielt die Journalistin Nico, George´s alte Freundin.

Natürlich treffen sich die beiden irgendwann und von nun an geht es gemeinsam weiter. Aber keine Angst, man steuert immer nur eine Figur durch die spannenden Örtlichkeiten. Vom Theater über antike Läden, vom unheimlichen und mit Fallen gespickten Höhlentempel bis zum Spaziergang im Park ist alles vertreten.

Erstmals in vollem 3D
»Baphomets Fluch - Der schlafende Drache« kommt erstmals in 3D Optik daher. Die grafische Darstellung ist stimmig und wunderschön gezeichnet.

Baphomets Fluch 3 - George Stobbart ist wieder da: Spannend, witzig und erstmals in 3D

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Die Animation der Charaktere ist hervorragend, die Pupillen der Augen bewegen sich stilgrecht und auch die Bewegungen sind absolut glaubwürdig. Das gilt auch für die automatische Kamera, die des öfteren den Blickwinkel wechselt. Das kann hin und wieder ein wenig verwirrend sein, aber schaden tut es dem Spielfluß in keinster Weise.Das Spiel sieht aus wie ein Comic, welcher genausogut im Kino betrachtet werden könnte. Viele Zwischensequenzen sorgen für einen schnellen Fortgang der Handlung und tragen sehr zur Atmosphäre bei.

Packshot zu Baphomets Fluch 3Baphomets Fluch 3Erschienen für PS2, XBox und PC kaufen: ab 20,89€

Natürlich führt das dazu, dass man schon ab und an minutenlang vor dem Monitor sitzt und sich anhören darf, was denn nun eigentlich passiert ist und was unsere Helden als nächstes planen.

Aber schließlich sind wir hier nicht in einem Ego-Shooter. Wer es ein wenig beschaulich mag, der ist hier goldrichtig. Das ganze vermittelt den Eindruck eines interaktiven Films...eines sehr interaktivn Films.

Gewöhnungsbedürftige Steuerung
Das Spiel wird am Besten ausschließlich mit der Tastatur gesteuert, wobei man auch ein Gamepad verwenden kann. Das erweist sich jedoch als ein wenig umständlich, denn völlig verzichten kann man auf die Tastatur nicht.

Verwendet werden die Pfeiltasten um unseren Charakter zu steuern, durch Drücken der Shift-Taste darf auch schneller gelaufen werden. Ausserdem gibt es vier sog. Aktionstasten, die auf dem Bildschirm durch vier Ovale symbolisiert werden.

Je nach erforderlicher oder möglicher Aktion erscheinen auf diesen Ovalen entsprechende Symbole. Nun heißt es noch die entsprechende Taste drücken und schon wird die Aktion ausgeführt. Die Leertaste ruft das Inventar auf und das war es auch schon zum Thema Tastenbelegung. Diese Art der Steuerung ist gewöhnungsbedürftig, aber leicht erlernbar und im Verlaufe des Spieles erschließen sich dadurch interessante Möglichkeiten.Man kann Gegenstände miteinander kombinieren, man kann sein Notizbuch durchblättern und man kann natürlich auch jede Menge Gegenstände verwenden. Ob das immer von Erfolg gekrönt ist sollten Sie aber wirklich selber herausfinden.

Nice to talk to you
Glänzend gelungen: Die Sprachausgabe komplett in Deutsch. Jeder Charakter hat seine eigene Stimme und diese wurde jeweils ganz hervorragend gewählt. Die Sprecher vermitteln Emotionen, wirken spritzig und man merkt deutlich, dass ihnen ihr Job im Tonstudio großen Spaß gemacht haben muss. Der Sprachwitz kommt ebenfalls nicht zu kurz und die gesamte Geschichte wird nicht immer allzu ernst genommen. Gut so!

Leider gilt das nicht für den musikalischen Genuss. Lediglich kurze Stücke werden bei erfolgreicher Erledigung von Aufgaben eingespielt oder auch bei der Bewältigung spannender und zeitkritischer Aufgaben.

Baphomets Fluch 3 - George Stobbart ist wieder da: Spannend, witzig und erstmals in 3D

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Mehr Musik ist im Spiel leider nicht enthalten, hier hätte eine leise musikalische Untermalung sicher gut getan. Ein Extralob gibt es für die Speicherfunktion und das Handling der Menüs. Blitzschnell und benutzerfreundlich geht das vonstatten, daran gibt es absolut nichts auszusetzen.

Speichern darf man jederzeit, außer man befindet sich inmitten direkter Gefahr oder erledigt gerade eine Aufgabe, die unter Zeitdruck gelöst werden muss.

Man kann Gegenstände miteinander kombinieren, man kann sein Notizbuch durchblättern und man kann natürlich auch jede Menge Gegenstände verwenden. Ob das immer von Erfolg gekrönt ist sollten Sie aber wirklich selber herausfinden.

Nice to talk to you
Glänzend gelungen: Die Sprachausgabe komplett in Deutsch. Jeder Charakter hat seine eigene Stimme und diese wurde jeweils ganz hervorragend gewählt. Die Sprecher vermitteln Emotionen, wirken spritzig und man merkt deutlich, dass ihnen ihr Job im Tonstudio großen Spaß gemacht haben muss. Der Sprachwitz kommt ebenfalls nicht zu kurz und die gesamte Geschichte wird nicht immer allzu ernst genommen. Gut so!

Leider gilt das nicht für den musikalischen Genuss. Lediglich kurze Stücke werden bei erfolgreicher Erledigung von Aufgaben eingespielt oder auch bei der Bewältigung spannender und zeitkritischer Aufgaben.

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