Baja: Edge of Control – Test

PS3 | XBox 360

Ein Test läuft außer Kontrolle

von Nedzad Hurabasic, 09. Oktober 2008 15:00 Uhr

Fast zeitgleich zum Offroad-Racer Pure bringt THQ mit Baja - Edge of Control ein Konkurrenzprodukt auf den Markt, das sich allerdings in einigen wichtigen Punkten deutlich unterscheidet. Zum einen dient hier die jährlich stattfindende reale Rally Baja 1000 in Mexiko als Vorbild und zum anderen verzichtet man vollkommen auf irgendwelche Trick- oder Boosteinlagen. Vor allem aber ist der Schwierigkeitsgrad spürbar höher und damit die Zugänglichkeit für Einsteiger oder Gelegenheitsspieler deutlich geringer ausgefallen.

Anspruchsvolle Pisten

Wer anspruchsvolles Gameplay über bombastische Grafik stellt, sollte Baja eine Chance geben.FazitDas liegt jedoch keinesfalls allein am Fahrzeughandling, denn das hat man prinzipiell einfach und intuitiv gestaltet. Wie von anderen Rennspielen gewohnt gebt ihr sowohl bei PS3 als auch Xbox 360 mit dem rechten Trigger Gas und bremst mit der linken Schultertaste. Die einzige wirklich bedeutende Besonderheit ist der Kupplungsbutton (LB/R1), der sich in der Praxis oft als spielentscheidend herausstellt.

Screenshot zu: Ein Test läuft außer KontrolleDie Weitsicht ist oftmals ernorm!

Leider wird dies im kurzen Tutorial nur mit einem Satz abgetan, was ihrer Bedeutung nicht wirklich gerecht wird. Schließlich benötigt man die Kupplung, um nach harten Bremsmanövern oder steilen Anstiegen noch das entscheidende kleine bisschen Traktion bzw. Schub aus der Karre herauszukitzeln.

Das ist oft dringend nötig, denn die buckligen Offroad-Pisten stellen euch vor allem zu Beginn des Spiels bzw. des Kampagnenmodus vor teilweise extreme Herausforderungen. Während man im freien Spiel auf alle Fahrzeug-Klassen zugreifen kann, ist die Auswahl im Karriere-Modus zunächst auf rasende und getunte Käfer-Vehikel beschränkt. Die im Vergleich zu den geländegängigen Trophy-Cars schwachbrüstigen Fahrzeuge sind den meisten Bodenwellen nahezu hilflos ausgeliefert und werden nicht nur gehörig durchgeschaukelt - ihr Handling ist teilweise reine Glückssache.

Selbst wenn man sie auf ihre höchste Ausbaustufe aufmotzt, merkt man leider kaum einen Unterschied zur Standardversion. Bessere Modelle erhaltet ihr jedoch erst, wenn ihr die erste von acht Rennligen erfolgreich gemeistert habt - die steile Lernkurve könnte daher vor allem auf Anfänger und wenig nervenstarke Spieler abschreckend wirken.

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