Schon mal was von »Bouncing Bubbles« oder »Nebulus« gehört? Oder von »Mission« und »Daleks«? Falls ja, dann gehört ihr vermutlich zu den älteren Semestern, die schon gegen Ende der Achtziger Jahre ihre Zeit in abgedunkelten Zimmern vor einem Monitor verbracht und gezockt haben, bis der Arzt kam. Denn die genannten Spiele haben damals für jede Menge virtuelle Zeitverschwendung und Spaß gesorgt.

Möglich geworden war dies durch den legendären Atari ST, einen der ersten Homecomputer, der auch als Spielmaschine eingesetzt wurde. Im Rahmen unserer kleinen Zeitreise-Reihe in die Geschichte der Computerspiele erinnern wir diesmal an den wohl beliebtesten Zockerrechner der ausgehenden Achtziger.

Atari - Atari Box Trailer

Ich werde gewinnen
Spätestens seit 1985 dürfte die Firma Atari auch in Deutschland weiten Kreisen der Computernutzer bekannt gewesen sein. In jenem Jahr erschien der erste Rechner aus der ST-Reihe, womit der weltweite Siegeszug des grauen Kastens seinen Anfang nahm. Dabei begann die Firmengeschichte von Atari schon weitaus früher.

Atari - Pong, Breakout, Ballerburg: Die gamona Zeitmaschine stattet Atari einen Besuch ab

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Eine der ersten Spielkonsolen überhaupt: Pong.
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1972 von Nolan Bushnell und Ted Dabney mit einem Startkapital von sagenhaften 500,- US-Dollar gegründet, konnte die Firma schon kurz darauf mit ihrem ersten Spiel »Pong« Erfolge verzeichnen. Ursprünglich für Spielhallenautomaten entwickelt, kam 1974 die erste Heimkonsolenversion auf den Markt, die Atari den Durchbruch auf dem amerikanischen Markt bescherte. Zwei Jahre später erfolgte die Übernahme der Firma durch Time Warner (wobei Bushnell Geschäftsführer blieb), und mit der VCS (die dann in Atari 2600 umgetauft wurde) kam die erste - und überaus erfolgreiche - Modulkonsole heraus, bei der über auswechselbare Datenträger erstmals verschiedene Spiele auf einem einzigen Gerät gedaddelt werden konnten.

Auch auf dem Heimcomputersektor mischte Atari mit und veröffentlichte zum Beispiel die Modelle 400 und 800. Daneben trieb man die Entwicklung immer neuerer und besserer Videospiele voran. Selbst der Abgang von Nolan Bushnell, der 1978 Atari verließ, konnte dem Erfolg der Marke zunächst nichts anhaben.

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Unvergesslich: der Atari VCS 2600.
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Nachdem es Anfang der Achtziger Jahre zu schweren Umsatzeinbrüchen gekommen war, verkaufte Warner die Heimcomputer-Sparte von Atari an Jack Tramiel, der zuvor für Commodore gearbeitet hatte. In nur fünf Monaten ließ Tramiel daraufhin einen neuen Rechner entwickeln, der 1985 auf der Computermesse CES vorgestellt wurde - das war die Geburtsstunde des Atari ST, der aufgrund seiner Vielfältigkeit schnell zum außerordentlich erfolgreichen Modell wurde.

Nolan Bushnell und Ted Dabney hätten ihrer Firma einst wohl keinen passenderen Namen geben können als Atari - denn das ist ein Ausdruck aus dem Brettspiel »Go« und bedeutet auf Japanisch soviel wie »Ich werde gewinnen«. Und ein Gewinner war Atari - zumindest zu jener Zeit.

Außenseiter - Spitzenreiter
Obwohl es damals bereits PCs gab und Macs schon weite Verbreitung in der Grafikerszene gefunden hatten, gelang es dem kleinen grauen Kasten mit den hässlichen Belüftungsschlitzen auf der Oberseite, sich einen festen Platz in der Computerszene zu erobern. Das lag zum einen sicherlich an seiner Benutzerfreundlichkeit, die mit ihrer grafischen Oberfläche GEM stark an die Macs jener Zeit erinnerten. Zum anderen lag es aber auch an seinen multimedialen Fähigkeiten, die den Atari zum absoluten Favoriten bei Musikern und Tonstudios machte und ihn auch als Zockermaschine prädestinierte. Und je weiter die Verbreitung des Spaßkastens voranschritt, desto üppiger wurde auch das Softwareangebot für ihn.

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Next-Gen von einst: der Atari STE.
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Die technische Ausstattung der Atari-Rechner variierte je nach Typ. Waren die ersten Geräte noch mit einem Hauptspeicher von ganzen 512 KB ausgestattet, verfügten die späteren Geräte der »Mega-ST«-Klasse über bis zu vier MB RAM. Als Prozessor kam ein Motorola MC68000 zum Einsatz, was auch die enge Verwandtschaft des Betriebssystems TOS zu den damaligen Macs erklärt, denn auch diese waren mit den 68000er Prozessoren bestückt. Die ersten Modelle verfügten noch nicht über eingebaute Diskettenlaufwerke, sondern benötigten ein externes Laufwerk.

Grafisch waren die Ataris zumindest den PCs weit voraus und brillierten auf den vom gleichen Hersteller vertriebenen monochromen Monitoren durch ein gestochen scharfes Schwarz-Weiß-Bild, das mit flimmerfreien 72 Hz auch nach längerem Arbeiten am Rechner nicht für Kopfschmerzen und tränende Augen sorgte. Die späteren Modelle konnten sogar mit einem TV-Ausgang auftrumpfen, der eine farbige, allerdings deutlich niedriger aufgelöste Wiedergabe ermöglichte.

Akustisch wartete die ST-Reihe mit dreistimmigen Soundchips von Yamaha auf, die dem Gerät zwar nicht gerade den Ruf eines wohlklingenden Stimmwunders einbrachten, aber immerhin musste man keine Lautsprecher nachrüsten, da die Monitore über einen eingebauten verfügten. Für Musiker und Tonstudios war dieser Umstand sowieso ohne Belang, denn der größte Trumpf der Ataris bestand in ihrer eingebauten Midi-Schnittstelle, über die sie ganze Heerscharen von Synthesizern steuern konnten.

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Den St gab es sogar als Notebook-Variante.
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Für Daddelfreunde boten die ST-Modelle zunächst zwei, später sogar vier Schnittstellen, an denen sowohl die Maus, als auch Joysticks zum Einsatz kamen. Festplatten waren zumindest in den ersten Jahren praktisch nicht vorhanden. Auch das Betriebssystem TOS (The Operating System) wurde zunächst auf Diskette ausgeliefert und beim Bootvorgang in den Arbeitsspeicher geladen. Spätere Modelle verfügten über ein fest eingebautes ROM mit allen Komponenten des Betriebssystems. Im Laufe der Zeit kamen noch externe Festplatten hinzu. Die hatten eine stolze Kapazität von meist 20 MB, was für damalige Spiele und Anwendungen mehr als ausreichend war.

Es folgten weitere Modelle und technische Detailverbesserungen, bis Atari 1989 mit dem STE eine verbesserte Version des Rechners auf den Markt brachte, der über eine Palette von 4096 Farben (von denen nach wie vor allerdings nur 16 gleichzeitig darstellbar waren) und einen leistungsfähigeren Soundchip verfügte. Mit diesem Modell hoffte man, den technischen Vorsprung des direkten Konkurrenten Amiga 500 aufzuholen. Der STE zog leistungstechnisch zwar mit dem Konkurrenten gleich, übertrumpfen konnte er ihn aber nicht. Dennoch blieb der Atari auch danach noch für viele Zocker und insbesondere auch für Tüftler und Hobbyprogrammierer das favorisierte Werkzeug.

Entwicklungshilfe
Neben den reinen Konsumenten gab es eine große freie Entwicklerszene, die dem Atari ST nicht nur eine Reihe origineller Spiele bescherte, sondern auch zahlreiche kleine Verbesserungen in Sachen Steuerung und Sicherheit. So waren unter anderem Virenschutz-Programme im Umlauf, virtuelle Ram-Disks, die das Arbeiten mit Grafiken und langen Texten enorm beschleunigten, und Mausbeschleuniger, die individuell konfigurierbar waren.

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Die ST-Serie verfügte bereits über eine komfortable Benutzeroberfläche.
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Am besten war es deshalb, sich eine Startdiskette zusammenzustellen, die alle benötigten Helferlein enthielt und die man nach dem Bootvorgang einfach wieder auswarf. Da viele, insbesondere freie Spiele, nicht gebootet werden mussten, konnte man danach die entsprechende Disk einlegen und die gewünschten Programme per Mausklick starten. Die zuvor geladenen Tools blieben dabei im Arbeitsspeicher erhalten.

Auf diese Weise ließen sich viele der mausgesteuerten Games besser zocken, denn der Atari-Nager war von Haus aus sehr schwerfällig. Das zeigte sich besonders bei Spielen wie den Breakout- und Tennisvarianten, von denen es zahlreiche für die ST-Rechner gab und die nahezu ausschließlich mit der Maus gesteuert wurden. Dank Nagerbeschleunigung flutschte die Spielfigur so flink über den Bildschirm, dass auch schnelle Simulationen Spaß machten.

Angriff der Vektoren
Neben Umsetzungen von Spielhallenklassikern wie dem legendären »Battlezone« von 1980, das vielen Zockern als Gründervater der First-Person-Shooter gilt, gab es natürlich eine ganze Reihe von Titeln, die für den Atari ST neu auf den Markt kamen.

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Battlezone war der erste 3D-Shooter.
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Schon früh waren darunter echte 3D-Simulationen wie das spacige »Opus No. 1«, bei dem man einen klitzekleinen, laserbewaffneten Vektorgrafik-Gleiter mit der Maus oder einem Joystick durch ein dreidimensionales Labyrinth steuerte. In bester Räuber-und-Gendarm-Tradition schlich man durch die Gänge, immer auf der Suche nach dem einzigen vorhandenen Gegner. Als Orientierungshilfe gab es einen kleinen, zweidimensionalen Radar, der Wände und Abzweigungen aus größerer Entfernung anzeigte, als diese vom Programm hätten dargestellt werden können. Hatte man den Gegner gefunden, standen kurze, aber heftige Lasergefechte auf dem Programm. War man erfolgreich, hagelte es virtuelle Preisgelder, die in bessere Gleiter investiert werden konnten.

Grafisch und akustisch wurde natürlich schmale Kost geboten. Optisch zeigten sich lediglich schwarze Linien auf weißem Hintergrund, während der Sound von Laserschüssen eher an ein heiseres Krächzen erinnerte. Doch das störte die Zockergemeinde seinerzeit wenig, denn in punkto Spielspaß waren Programme wie dieses nahezu unschlagbar. Außerdem war das Spiel, wie so viele für den ST, kostenlos und konnte beliebig oft kopiert und verteilt werden - das waren noch Zeiten…

Gegen die Wand
Kaum ein anderes Spiel wurde wohl bis heute so oft geklont und unter den verschiedensten Namen veröffentlicht wie die allseits beliebte Ziegelwand-Abräumerei »Breakout«. Selbst bis auf den iPod hat es die simple, aber geniale Balldrescherei geschafft.

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Breakout ist eines der Spiele mit den meisten Nachahmern.
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Das Prinzip ist denkbar einfach. Man pfeffert mit einem Schläger am unteren Bildrand einen Ball gegen eine Ziegelmauer, wobei jeder Stein verschwindet, den der Ball berührt. Den Schläger bewegt man meist auf einer waagerechten Linie von links nach rechts, ohne dabei den Winkel oder die Schlaggeschwindigkeit direkt beeinflussen zu können. Je weiter am Rand des Schlägers der Ball auftrifft, desto flacher ist der Winkel, in dem er wieder in Richtung Mauer fliegt. Sind alle Ziegel abgeräumt, geht's im nächsten Level mit noch mehr Steinen und höherer Ballgeschwindigkeit weiter. Verfehlt man den Ball, verschwindet er im Nichts. Hat man keine weiteren mehr in Reserve, ist das Spiel beendet.

Auch für den Atari gab es unzählige Breakout-Varianten. Einige liefen nur in Farbe und erforderten deshalb einen Fernseher als Monitor, andere liefen auch auf dem monochromen Bildschirm. Bei vielen Versionen verwandelten sich einige getroffene Steine in Extras, die langsam den Bildschirm herunterfielen und die man mit dem Schläger einfangen musste. So konnte man beispielsweise mehrere Bälle zugleich oder einen Klebschläger bekommen, an dem der Ball haften blieb und erst durch einen Mausklick wieder freigegeben wurde. Das entspannte natürlich das wilde Maus-Herumgeschiebe ein wenig.

Exoterristen-Alarm
Unübertroffen in Sachen Kurzweil und Reaktionsschulung waren (und sind) 2D-Scroller, bei denen von oben unablässig Horden böser Aliens oder andere finstere Gesellen auf den Spieler niedergehen. Bereits seit den Siebzigern verdingten sich Heerscharen von begeisterten Zockern in diversen Spielhallen mit Programmen dieser Art. Natürlich fanden sich auch zahlreiche Vertreter des Genres auf dem Atari-Heimcomputer.

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Hässlich, aber umsonst: Daleks.
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Anders als bei den Automaten wurden die 2D-Ballereien hier jedoch mit der Maus gesteuert. Der Spieler verfügte zumeist über ein kleines Raumschiff oder eine bewegliche Kanone, die er von links nach rechts bewegen konnte und gab dabei heftiges Dauerfeuer auf die Angreifer ab. Die Gegner antworteten mit Bomben und ähnlichem Ungemach, so dass man neben der Ballerei auch permanent mit Ausweichen beschäftigt war. Munitionsmangel war bei diesen Spielen natürlich ein Fremdwort.

Gefragt waren eine schnelle Reaktion und eine hoffentlich gepflegte Maus, die auch nach stundenlangem Dauerklicken nicht den Geist aufgab. Auf dem Atari hießen solche Spiele zum Beispiel »Bouncing Bubbles« oder »Daleks«, und auch sie waren häufig für umsonst zu bekommen.

Burgfräulein
Zwei Burgen, diverse Kanonen, wechselnde Windgeschwindigkeiten und zwischen den Kontrahenten ein Berg - mit dieser Konstellation sorgten »Ballerburg« und seine Klone für zahlreiche durchzockte Nachmittage mit dem besten Kumpel. Man saß zu zweit vor dem Monitor und haute sich rundenweise Kanonenkugeln um die Ohren.

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Ballern bis der Daumen schmilzt: Ballerburg.
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Dabei musste man stets berechnen, welche Pulvermenge und welcher Abschusswinkel nötig waren, um bei unterschiedlichen Windverhältnissen möglichst zielgenau die gegnerische Burg zu treffen. Das machte nicht nur ungeheuer viel Spaß, sondern sorgte auch für Schadenfreude, wenn man dem Gegner zum wiederholten Male die Kanonen weggeschossen oder dessen Behausung in Trümmer gelegt hatte. Im Jahre 2001 veröffentlichte Ascaron eine modernisierte Fassung der Fun-Kanonade in 3D. Obwohl das Spiel über viel Witz und kurzweilige Modi verfügte, war ihm kein großer Erfolg vergönnt. Die Zeit für rundenbasierte Duelle ohne großartigen taktischen Tiefgang war offenbar schon damals endgültig vorbei.

Neben den genannten Beispielen gab es natürlich auch jede Menge Spiele, die bis in die Gegenwart hineinwirken. So spielte man die ersten Teile von »Leisure Suit Larry« genauso auf dem ST wie die erste U-Bootsimulation der »Silent Service«-Reihe von Sid Meier. Auch Adventures wie »Zak McKracken« oder die haarsträubenden Abenteuer von »Monkey-Island«-Held Guybrush Threepwood konnte man auf dem Brotkasten durchleben. All das änderte sich erst, als es gegen Mitte der Neunziger Jahre den PCs gelang, technisch an den Ataris vorbeizuziehen.

Endspiel
Das Ende der Ära Atari war vorhersehbar, denn im Wettrennen der technischen Entwicklung hatten die PCs bald die Nase vorn. Zwar versuchte die Firma noch Ende 1993, mit der Jaguar-Konsole verlorenen Boden wettzumachen, doch die Daddelkiste fand nur wenige Abnehmer. 1994 wurde die Entwicklung des ST eingestellt, und zwei Jahre später die marode Firma verkauft.

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Auch Zak McKracken hatte einen Auftritt auf dem Atari ST.
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Über mehrere Umwege und Firmenpleiten gingen die Rechte an dem Namen Atari schließlich im Jahre 2003 an den französischen Publisher Infogrames über, der ihn seither nutzt. Geblieben ist damit nur noch die Markenbezeichnung, mit der heutige Zocker beispielsweise die Spiele der »Dragon Ball«-Serie sowie zahlreiche Filmversoftungen wie »Terminator 3: Path of Redemption« oder »The Matrix: Path of Neo« und die genialen Shooter der »Unreal Tournament«-Reihe verbinden. Die Rechner von einst sind nahezu völlig vergessen. Im Internet gibt es jedoch auch heute noch Fanseiten und Foren, die daran erinnern, was der Atari ST einst war: der vielleicht beste Heimcomputer, der je gebaut wurde.