Während Ubisoft mit "Assassin´s Creed: Unity" ein ganz heißes Eisen im Feuer zu haben scheint, kam "Assassin´s Creed: Rogue" ein wenig überraschend um die Ecke: Speziell für die Last-Gen entwickelt, sollt ihr in der Haut des Templers Shay Cormac auf Attentäterjagd gehen und ein völlig neues Abenteuer erleben. Die Präsentation auf der gamescom brachte das erwartungsvolle Grinsen der Journalisten allerdings zu großen Teilen ins Wanken.

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Im Grunde ist es ein interessantes Konzept: Als Templer, der auf Assassinenjagd geht, um in der Hierarchie seines Ordens aufsteigen zu können, versprechen wir uns einen frischen spielerischen Kniff in der grau gewordenen, abwechslungsarmen Welt von Assassins Creed. Zeitlich in der Nähe von “Black Flag” angesiedelt, erinnert auch das Setting stark an das Seeräuberspiel.

Assassin's Creed: Rogue - Rückkehr ins Taka-Tuka-Land

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Das neue Assassin´s Creed erscheint am 11.11.2014 für PS3 und XBox 360.
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Die Präsentation beginnt mit einer Seeschlacht, in der uns die neuen spielerischen Möglichkeiten präsentiert werden sollen - aber recht schnell kräuselt sich ein Fragezeichen auf meiner Stirn, da ich diese “neuen" Spielideen nicht so recht entdecken kann. Schiffe drücken sich weiterhin gegenseitig Breitseiten in die Planken und Soldaten wechseln das Deck zum Enterkampf. Zwar gibt es neue Hilfsmittel, sich die Gegner vom Leib zu halten - wie etwa brennendes Öl, das Verfolger abwehrt - allerdings nichts, was die spielerischen Möglichkeiten vollkommen neu definiert; derartige Erweiterungen hätten auch sehr gut in einen DLC gepasst.

Nach der Seeschlacht gehen wir an einer kleinen, idyllisch wirkenden Insel an Land und nähern uns einer Militärsiedlung. Dort hält sich ein Assassine auf, den wir eliminieren müssen. Auch hier dürfen wir mit einer Reihe neuer Waffen und Gadgets die Wachen möglichst lautlos ausschalten - oder mit Hilfe von Gasfässern sogar ganze Bereiche mit halluzinogenen Pollen eindecken. Das routinierte Ausschalten der umstehenden Soldaten mit Hilfe der übermächtigen Gadgets funktioniert reibungslos, ermüdet beim Zusehen allerdings auch ein wenig.

Assassin's Creed: Rogue - Rückkehr ins Taka-Tuka-Land

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Wirklich neu wirken die Ideen in "Rogue" nicht...
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Denn egal wie schlecht ihr euch beim Schleichen anstellt: wenn ihr entdeckt werdet, erwartet euch erfahrungsgemäß und für die Reihe typisch - auch in Assassin’s Creed: Rogue - kein forderndes Schwertkampfduell. Stattdessen penetriert ihr die Parier- und Kontertasten und erledigt so jede Gegnergruppe einhändig. Nur der Assassine selbst, das Ziel eures Mordkomplotts, stellt sich als ein ziemlich harter Widersacher heraus.

Dieser KI-Meuchelmörder versteckt sich vor eurer Klinge an den Orten, die typischerweise Spielern als Plätze für Hinterhalte und ähnliches dienen: Manchmal kniet er im hohen Gras, manchmal versteckt er sich in Menschengruppen vor euch. Mit Hilfe eurer Adlersinne - einer kreisrunden Anzeige - erfahrt ihr, in welcher Richtung sich der Assassine gerade grob aufhält. Und mit ein wenig Geschick erledigt ihr auch den berüchtigten lautlosen Meuchler. Insgesamt erinnern diese Sequenzen sehr an eine Offline-Variante der Multiplayergefechte aus vorherigen "Assassin’s Creed"-Spielen.

Assassin's Creed: Rogue - Erste Screenshots

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Nach dem erfolgreichen Todesstoß endet die Präsentation und ich bleibe mit vielen Fragen zurück. Wie sieht es eigentlich mit der Story aus? Und belaufen sich die “zahlreichen spielerischen Neuheiten” lediglich auf einige neue Gadgets, die auch ein einfacher DLC für Black Flags ausgefüllt hätte? Wir hoffen in einer späteren Testversion mehr für euch herausfinden zu können.