Fans von Assassin's Creed kennen das Missionsdesign aus dem Effeff: Um zum eigentlichen Anschlagsziel zu gelangen, musste man in der Vergangenheit oft mühsam eine Horde von Bodyguards ausschalten. Erst dann ging es dem Fiesling an die Gurgel. Das wird wohl in Assassin's Creed: Brotherhood nicht viel anders sein. Mit einem feinen, aber wichtigen Unterschied - Ezio Auditore, der Held der zweiten Episode, wird sich der feindlichen Übermacht nicht mehr alleine stellen müssen.

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Rom - das Zentrum der Korruption!

Während er zuvor noch als Jüngling auf Assassinen-Tour ging, ist er nun sichtlich reifer geworden. Ubisoft versetzt uns in der Fortsetzung des Meuchel-Abenteuers zunächst ins Jahr 1499. Wie so oft lässt es sich der Weiberheld gerade in den Armen einer hübschen Dame gut gehen, als das Anwesen der Familie von den Templern rund um die feindlichen Borgias attackiert wird. Der schwelende Konflikt ist nun zum offenen Krieg eskaliert, Monteriggioni wird mit schwerem Gerät wie Belagerungstürmen und Katapulten beschossen und steht in der Gamescom-Präsentation kurz vor dem Fall. Ezio verteidigt seinen Ruhesitz zwar verzweifelt mit Kanonen, doch auch er ist der Übermacht nicht gewachsen.

Assassin's Creed: Brotherhood - Schneller, dynamischer, anspruchsvoller

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Solche Attacken sind für Ezio jetzt auch innerhalb von Stadtmauern kein Problem mehr.
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Der Weg für den Attentäter führt anschließend nach Rom (1503), wo er quasi ins Zentrum der Korruption vorrückt, um den finsteren Ansinnen seiner Kontrahenten ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Doch Rom ist groß, viermal größer als Florenz, um von einem einzelnen Mann eingenommen, kontrolliert und schließlich von der Templar-Pest befreit zu werden. Deshalb klingt der Schritt einleuchtend, Ezio einige Mitstreiter an die Seite zu stellen, die ihm im Kampf behilflich sind, ihm den Rücken für seine Meuchelattacken frei halten. In der dritten Folge steigt er deshalb zum Anführer der geheimen Assassinen-Bruderschaft auf, deren Mitglieder er eigenhändig rekrutiert und ausbildet.

Dass sich fähige Mitstreiter für solche Jobs nicht auf dem "Arbeitsamt" finden lassen, liegt auf der Hand. Daher wurde ein System implementiert, bei dem Ezio zunächst wildfremden Personen aus der Patsche helfen muss. Wird beispielsweise ein Bürger von den Borgia-Häschern bedrängt, springt ihm der Meuchler zur Seite und hat danach die Möglichkeit, ein neues Mitglied für die Bruderschaft zu rekrutieren. Anschließend können die Einsteiger sogar ausgebildet, mit Ausrüstungsgegenständen (Waffen und Rüstung) versorgt und auf Missionen in ganz Europa geschickt werden.

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Um Rom zu befrieden, müssen zunächst einzelne Distrikte von den Borgia-Truppen befreit werden.
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Mit jedem Levelaufstieg stehen neue Skillpunkte für die Meuchler zur Verfügung, die nötigen Erfahrungspunkte erhalten sie jedoch nur bei erfolgreich ausgeführten Aufträgen. Wenn es total schief läuft, (die prozentuale Wahrscheinlichkeit wird vor dem "Versenden" für jeden Meuchler individuell angezeigt) besteht sogar die Möglichkeit des Todes und damit des Verlustes eines wertvollen Mitstreiters für Ezio, für den dann wieder Ersatz angeworben werden muss.

Ezio wird Anführer der Assassinen-Bruderschaft

Ubisoft versucht auch in Assassin's Creed: Brotherhood wieder neue Elemente wie das Gildenmanagement zu integrieren, die die Spieltiefe erhöhen sollen. Neben den Aufgaben als Anführer der Bruderschaft müssen nun die etwa ein Dutzend Distrikte der "Ewigen Stadt" befreit werden. Als Leuchtfeuer der Besatzung durch die Borgia-Truppen dienen gewissermaßen eine Reihe von Holztürmen, die unter schwerer Bewachung stehen. Erst wenn diese Fanale des Bösen ausgeschaltet werden, erhält Ezio die Möglichkeit in diesen Bezirken Läden zu eröffnen; kommt der Wirtschaftskreislauf in Schwung.

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Mit dieser verborgenen Pistole gelingen Ezio bei Komboattacken Schüsse aus nächster Nähe.
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Will Ezio bei diesen und allen anderen Vorhaben die Hilfe seiner Brüder in Anspruch nehmen, genügt ein Knopfdruck (worauf der Meuchler seine Faust gen Firmament streckt), damit sich seine Gilden-Kameraden quasi aus heiterem Himmel auf Wachen stürzen oder sie beispielsweise mit Armbrustbolzen außer Gefecht setzen. Auch wenn wir noch nicht selbst Hand anlegen durften, ist den Kämpfen sofort anzumerken, dass sie schneller und dynamischer ablaufen sollen. Das abwartende Zögern der Vergangenheit scheint sowohl Ezio als auch seinen Kontrahenten überwiegend abhandengekommen zu sein.

Während in früheren Episoden vor allem Konterschläge zum Erfolg führten, ist jetzt ein aggressiveres, schnelleres Vorgehen angesagt. Wer zuerst schlägt, hat die Initiative und viel mehr Aussicht auf Erfolg. In der Demo kippten denn auch selbst schwer gerüstete Feinde um, wie die Fliegen und auch eine Reihe neuer, brutaler Finishermoves und akrobatischer Einlagen waren zu sehen. Besonders spektakulär waren Kampf-Aktionen inszeniert, in denen Ezio neben einer scharfen Klinge auch eine verborgene Pistole einsetzte, mit der er Feinden per Komboangriff aus nächster Nähe eine tödliche Kugel verpasste.

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Auf Ezios Befehl stürzen sich seine Gilden-Brüder auf verdutzte Wachen.
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Zu den neuen Fertigkeiten in Assassin's Creed: Brotherhood wird neben einer Art gesteuertem Fallschirm-Gleitflug (natürlich ersonnen von Leonardo da Vinci) auch der Kampf vom Pferderücken zählen. Erstmals wird es nämlich möglich sein, auch innerhalb von Städten durch die Straßen zu reiten und diese sogar innerhalb von Gefechten für akrobatische Einlagen zu verwenden. Ob es neben Rom noch weitere Orte geben soll, wurde zwar nicht offenbart, dafür wird es aber definitiv viele geheime Wege und Räume unterhalb der Stadt geben, die für spannende Erkundungs- und Beutezüge gedacht sind.