Beinahe schon traditionell erscheint die PC-Version aktueller Assassin’s-Creed-Abenteuer im Vergleich zu den Konsolen-Fassungen mit gehöriger Verzögerung von fast einem halben Jahr. „Der Grund dafür“, so Ubisoft-Producer David Coulombe gegenüber gamona, „ist, dass wir uns die Zeit nehmen, um das Meuchel-Spektakel für die PC-Plattform anzupassen und zu optimieren und die Vorteile dieser Plattform auszunutzen, anstatt einen direkten Port herzustellen.“

„Die Steuerung, die Grafikoptionen - wir wollen einfach sicherstellen, dass die PC-Spieler ebenfalls eine bestmögliche Spielerfahrung erhalten.“ Trotzdem ist die PC-Auflage von Assassin‘s Creed: Brotherhood mit seinem Konsolen-Pendant inhaltlich beinahe identisch. Deshalb konzentrieren wir uns im Test vor allem auf die Unterschiede.

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Lohnt sich die lange Wartezeit?

Ezio Auditore da Firenze steht wiederum im Mittelpunkt der Handlung. Er, oder besser gesagt ihr, kämpft in der neuen Episode erneut gegen die bösen Borgia-Unterdrücker. Diesmal verschlägt es den wackeren Meuchler jedoch nach Rom. Wer mehr zu Geschichte, Neuerungen und Verbesserungen von „Brotherhood“ erfahren möchte, liest einfach unseren Test der Konsolenfassung. Ist die lange Wartezeit auf die PC-Version gerechtfertig, sieht man ihr die Extraarbeit an?

Assassin's Creed: Brotherhood - PC-Brüder meucheln schöner

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Hach, was für eine Aussicht!
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Optisch hat sich tatsächlich einiges getan. Die Konturen der Figuren wirken schärfer, die Weitsicht ist höher, die Schatten schmiegen sich viel sanfter aber auch knackiger und kontrastreicher in die detailreichere Umgebung. Der Wind lässt Ezios Mantel auffällig flattern.

Überhaupt hinterlassen die Texturen einen ausgeprägteren Eindruck, auch bei den Icons der Stadtkarte hat Ubisoft nochmals Hand angelegt und sorgt mit einer klareren Linie für viel mehr Übersicht. Zudem wurden die Charaktermodelle (auch in den Zwischensequenzen!) augenscheinlich angepasst, gerade die Rüstungen wirken noch imposanter und auch die „Monsterhände“ gehören zumindest hier endgültig der Vergangenheit an.

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Was hat es mit dem Geheimnis um die fünf Gemälde auf sich?
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Und das alles, obwohl Ubisoft nach wie vor nur auf DirectX 9 setzt und frische Grafiktechnologien außen vor lässt, weil man sich so eine größere Käuferreichweite verspricht und die Entwicklungszeit verkürzt (so Coulombe). Für die nächste Version wünscht man sich jedoch trotzdem ein Upgrade auf DX10/11.

Immerhin bietet „Brotherhood“ bereits jetzt eine Unterstützung für 3D Vision, Eyefinity sowie Multicore-CPUs. Die PC-Fassung hebt sich auch dadurch ab, dass es selbstverständlich möglich ist, Ezio per Maus und Tastatur durch die italienische Metropole zu bugsieren – und die funktioniert sogar ziemlich gut.

Alle DLCs bereits enthalten

Wie schon in der Vergangenheit erscheinen gleich mehrere, leicht unterschiedliche Versionen des PC-Abenteuers - genauer gesagt sind es fünf Fassungen: Standard, Day One, Codex, Auditore und Digital Deluxe (Details zu allen Varianten sowie Systemanforderungen siehe hier www.gamona.de/.../assassin-s-creed-brotherhood,inhalte-der-pc-versionen-ubisoft-lockert-drm-schutz:news,1900166.html), die sich aber lediglich durch die Anzahl von Zusatzmissionen und Extrainhalten unterscheiden, die alle für das Hauptspiel eher zweitrangig sind.

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Rätsel über Rätsel im DLC "Da Vincis Verschwinden".
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PCler profitieren jedoch, wenn es um die DLCs geht, denn alle drei bisher veröffentlichten Downloadinhalte sind bereits vollständig in alle PC-Ableger integriert. Darunter auch das für Konsoleros kostenpflichtige „Da Vincis Verschwinden“, das allein mit seiner Hauptgeschichte satte 2-3 Stunden feinste Unterhaltung bietet.

Die Wartezeit auf die PC-Version hat sich definitiv gelohnt!Fazit lesen

Sofern ihr den DLC erst nach Beendigung der vollständigen „Erinnerungssequenzen“ spielt, trifft Ezio auf einige alte Freunde und Feinde, besucht wohlbekannte aber auch viele neue Orte und löst eine Reihe frischer Puzzles und Rätsel. Die Aufgaben bilden einen guten und oft auch fordernden Querschnitt durch Ezios Abenteuerwelt voller Infiltration, Meuchel-Aufträgen und auch kniffligen Verfolgungsjagden.

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Eure Assassinen-Brüder nehmen euch viel blutige Arbeit ab.
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Die Mission findet zwar Abschluss in einem atemberaubenden und faszinierenden Kletter-Finale, endet jedoch in einem etwas enttäuschenden Wischiwaschi-Abschluss. Zusätzlich enthält das Paket weitere optionale Aufträge, einen neuen Mehrspielermodus und Charakter sowie die Map „Alhambra“.

Eine gute Nachricht gibt es für PC-Spieler zum Schluss auch noch an der DRM-Front: Ubisoft verzichtet diesmal auf die Online-Gängelung, ihr müsst also nicht mehr eine permanente Internetverbindung aufrechterhalten, um „Brotherhood“ zocken zu können. Lediglich eine einmalige Registrierung des Spiels ist noch vonnöten, danach kann ohne weitere Einschränkungen jederzeit gezockt werden.