"Assassin's Creed ist kein Street Fighter"
gamona: Auch das Kampfsystem wurde ja für den zweiten Teil stark überarbeitet. Vielen Spielern von Assassin’s Creed 1 war es zu simpel.
Patrice Desilets: Das ist nicht von der Hand zu weisen, allerdings musst du bedenken, dass unter den sieben Millionen Käufern von Assassin’s Creed 1 nicht nur Core-Spieler waren. Die Gelegenheitsspieler mochten das unkomplizierte, dafür sehr spektakuläre Kampfsystem von AC1 sehr wohl, weil sie eben nicht erst massenweise Kombos erlernen mussten, um mit dem Spiel klarzukommen. Assassin’s Creed ist eben kein Street Fighter.
Auch das Kampfsystem wurde stark verbessert.Assassin’s Creed 2 basiert auf dem Kampfsystem des ersten Teils, bietet aber viel mehr Abwechslung, beispielsweise durch neue Gegner und unterschiedliche Taktiken, die du für sie benötigst. Faustkämpfe werden sehr viel wichtiger: Du kannst nun auch deine Gegner entwaffnen.
Das Problem im ersten Teil war: Wir haben einen Assassinen erschaffen, der sich mehr wie ein Krieger anfühlte. Er hatte immer schlagkräftige Waffen bei sich und war stets bereit zum Kampf. In AC2 ist er nun wahrlich ein Assassine. Das bedeutet nicht, dass es keine Kämpfe mehr geben wird, wenn es hart auf hart kommt, aber wir zwingen den Spieler sehr viel mehr dazu, wie ein Assassine zu denken und zu handeln.
gamona: Wie soll das konkret aussehen? In Assassin’s Creed 1 gab es ja zwar auch etliche Möglichkeiten mit Konflikten umzugehen (fliehen, verstecken, kämpfen), aber in der Regel war der Kampf die einfachste Lösung.
Patrice Desilets: Ausgewogenheit ist definitiv unser Ziel hierbei. Die Flucht wird beispielsweise in vielen Fällen die bessere Alternative sein. Wir haben hierfür eine Lösung gefunden, aber ich befürchte, ich darf dir zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts darüber verraten.
gamona: Dann eben beim nächsten Mal. Patrice, vielen Dank für das Gespräch.
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