Während West Games mit Areal an einem geistigen S.T.A.L.K.E.R.-Nachfolger arbeitet und derzeit via Kickstarter Geld dafür einnimmt, schießt Survarium-Entwickler Vostock Games gegen das Studio scharf.

Areal - Survarium-Entwickler schießt gegen West Games

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Areal soll ein geistiger S.T.A.L.K.E.R.-Nachfolger werden.
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Vostock besteht nach eigenen Angaben aus ehemaligen Mitarbeitern von GSC Game World, die unter anderem an der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe werkelten und mit Survarium ebenfalls einen geistigen Nachfolger auf die Beine stellen wollen.

West Games selbst behauptet ebenso von sich, dass einige ehemalige GSC-Angestellte an Bord sind, darunter Yuriy Negrobov, Peter Dushynsky und Alex Moseichuk. Vostocks PR-Manager Joe Mullin aber sieht das anders und meint, dass das falsche Behauptungen sind. Entsprechend habe man bereits GSCs Anwälte kontaktiert. Weiterhin fordert er, alles zu tun, um denen Leuten zu versichern, dass die Behauptungen falsch sind.

Doch das Ganze wird ein wenig verzwickt, denn tatsächlich arbeiteten Negrobov und Dushynsky an S.T.A.L.K.E.R. Hier genügt ganz einfach ein Blick in das Handbuch bzw. Credits des ersten Teils (siehe Link auf Mobygames). Moseichuk hingegen werkelte an einem Projekt mit dem Codenamen Oblivion Lost, später auch als Shadow of Chernobyl bekannt. Vermutlich wird er nicht in den Credits genannt, da er im Laufe der siebenjährigen Entwicklungszeit ausstieg.

Das zeigt jedenfalls, dass Vostocks Anschuldigung falsch ist. Der Forenpost wurde auch schon wieder gelöscht.

Inzwischen gab Mullin gegenüber VG247 jedoch ein Statement heraus, in dem er ausdrückt, dass an S.T.A.L.K.E.R. hunderte Leute beteiligt waren. Einige von ihnen hätten nur wenige Monate daran gearbeitet, um ihr Portfolio damit aufhübschen zu können, an S.T.A.L.K.E.R. gearbeitet zu haben. Häufig würden diese Leute herumposaunen, dass sie mit zu den "Haupt-Mitarbeitern" gehörten.

Doch sein größtes Anliegen bei der Sache mit West Games ist, dass das Studio Materialien von S.T.A.L.K.E.R. nutzt und als seine eigenen ausgibt. Das sei nicht nur illegal, sondern auch einfach nicht in Ordnung. Er geht davon aus, dass das Studio damit mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte.

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