Apples Tablet-Computer iPad sorgte im Bundestag für Zoff, denn der FDP-Abgeordnete Jimmy Schulz benutzte für seine Rede kein klassisches Stück Papier, sondern das iPad. Die Verwirrung war im Bundestag groß, Schulz aber durfte dennoch weiterreden. Der Ärger folgte nämlich erst danach, denn laut Geschäftsordnung sind im gesamten Plenarsaal Notebooks verboten - außer für Journalisten auf der Tribüne.

Apple iPad - iPad sorgt für Ärger im Bundestag

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 44/481/48
Auch in der Politik wird das iPad eingesetzt.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Schulz sagte gegenüber dem KURIER: "Einer der Bundestagspräsidenten hat mich darauf hingewiesen, dass die iPad-Nutzung gegen die Vorschriften verstoßen hat. Das Thema wird jetzt im Geschäftsordnungsausschuss behandelt." Ein Sprecher des Bundestags bestätigte zudem, dass nun über Sanktionen und ähnliches im internen Klärungsprozess entschieden wird.

Schulz hat darauf folgende Antwort: “Wir als FDP plädieren dafür, dass die Nutzung digitaler Aktenmappen im Plenum möglich wird. Es kann doch nicht sein, dass wir weiterhin Berge von Akten mit uns herumschleppen.”

Estland geht übrigens mit gutem Beispiel voran. Dort sind alle Sitze des Parlaments mit Notebooks ausgestattet. Aber auch in Deutschland werden Notebooks in der Politik immer beliebter. Abgeordnete des Bayerischen Landtages können seit einigen Jahren damit an ihrenPlätzen arbeiten, was laut einer Sprecherin bereits 3/4 der Parlamentarier auch tun.