Nach zwei futuristischen Serienteilen geht das neue Anno in die Vergangenheit zurück, genauer gesagt ins titelgebende Jahr 1800. Das erste Anspielen beweist es: Die Aufbausimulation erinnert mit Handel, Aufbau und Wirtschaft klar an den Fanliebling Anno 1404.

Anno ist zurück – und erinnert an die Klassiker der Reihe:

Anno 1800 - Offizieller Ankündigung Trailer Gamescom 2017Ein weiteres Video

Nach dem Mittelalter folgte die Zukunft: Bisherige Anno-Teile springen von einem Jahrhundert zum anderen, um Spieler immer neu zu motivieren. Doch Fans wurden mit dem letzten Teil Anno 2205 nicht wirklich glücklich. Deshalb besinnt sich das deutsche Studio auf seine Stärken, die in der historischen Vergangenheit liegen. In Anno 1800 dreht sich alles um die Industrialisierung und Kolonial-Zeit. Trotzdem zeigt die erste Probe-Session: Es spielt sich wie früher! Und das ist gut so!

Anno 1800 in der Vorschau: Und was darf während der Industrialisierung nicht fehlen? Eisenbahnen natürlich.

Wie gewohnt beginnt alles mit einer kleinen Anlegestelle und einer Handvoll Rohstoffe. Daraus entwickelt im Laufe der Zeit nicht nur eine blühende Stadt, sondern auch ein Handelsimperium. Doch für den Anfang benötigt ihr erstmal simple Ressourcen wie Holz und Erz sowie viele, viele Arbeitskräfte. Deshalb errichtet ihr Wohnhäuser, Bauernhöfe, Felder mitsamt Fischer- und Holzfällerhütten. Nicht zuletzt auch Warenlager in Reichweite, um Güter und Ernten dem Handel zur Verfügung zu stellen.

Blühende Stadtkulissen

Ein großer Spielfokus von Anno 1800 bildet der effiziente Städtebau. Ressourcen-Quellen wollen mit rechtwinkligen Pfaden mit Warenlagern und verarbeitenden Stätten verbunden werden. Auf diese Weise spinnen sich Produktionsketten, um immer hochwertigere Güter wie Ziegel, Kanonen, Stahl oder Schokolade herzustellen. Diese sind auch nötig, um freischaltbare Gebäude wie Rathaus, Kirche oder Gildengebäude zu errichten.

Neuerdings dürft ihr dank Blaupause bereits planen, wohin welcher Bau soll – noch bevor ihr über die passenden Ressourcen verfügt. Anno 1800 stellt außerdem mit der Eisenbahn ein neues Transportmittel zur Verfügung. Auf großen Inseln lassen sich Waren damit deutlich flotter verfrachten. Doch dazu sind Bahnhöfe und Gleisnetze nötig. Schön, dass das Spiel nun das Versetzen von Gebäuden ermöglicht. Somit könnt ihr bei Platznot bestimmte Viertel umgestalten oder ganze Areale auslagern.

Wachst während des industriellen Zeitalters zu neuer Größe.

Reichtum der Meere

Oft genug mangelt es jedoch an Ressourcen, weshalb eure Schiffe ins Spiel kommen. Mit euren Booten erkundet ihr die Meere, um vielleicht eine Insel mit passenden Gütern zu finden. Mit einem angelandeten Arbeitertrupp könnt ihr diese kultivieren und somit eine Kolonie betreiben. Ebenso begegnet ihr anderen KI-Mogulen, mit denen ihr konkurriert oder Handel treibt. So entsteht ein Handelsrouten-Netz, das sich quer über die See erstreckt.

Eine Neuerung in Anno 1800 sind Expeditionen, zu denen ihr eure individuell ausgerüsteten Kutter aussendet. Ihr erhaltet dabei nur Nachricht von Ereignissen, Begegnungen und Entdeckungen und entscheidet, wie der Forschertrupp weitermachen soll. Als Belohnung winken exotische Waren, die ihr handelt oder selbst verwendet.

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Eure Schiffe dürft ihr auch per Weltkarte vom Hauptszenario Europa zum Nebenschauplatz Südamerika schicken. Das tropische Setting bietet nicht nur exotische Örtlichkeiten, sondern auch neuartige Ressourcen wie Öl. Doch der Abbau ist dank Piraten-Überfällen vielleicht nicht ganz einfach. Gut, wenn ihr abschussbereite Kanonen an Bord habt.

Der Weg zum Industriestaat

Anno 1800 schlägt die Brücke zwischen Mittelalter und Industrialisierung. Entsprechend errichtet ihr große Fabriken für die Massenproduktion. Schnell entstehen zeitgenössische Arbeiterviertel, die ihre eigene Ästhetik besitzen, aber gleichermaßen verschmutzt sind. Das kann für unzufriedene Bewohner, Demonstrationen oder gar Ausschreitungen sorgen.

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Deshalb sollten in euren Städte Attraktivitäten nicht zu kurz kommen. Nicht nur für eine glückliche Bevölkerung, sondern auch für mehr Touristen. Mit einem Museum steigert ihr die Kultur und stellt gesammelte Objekte aus euren Expeditionen aus. Mit einem Zoo lockt ihr Besucher, die exotische Tierarten sehen wollen. Beide Bauten sind übrigens modular aufgebaut und lassen beliebig erweitern.