Was bisher geschah: Im Jahr des Herrn 2006 wurde die hiesige Spiele-Welt um ein weiteres Juwel reicher. Anno 1701 erblickte das Licht der Welt und viele von Euch nahmen die Herausforderung an, um sich in harten, kräftezehrenden Monaten eine eigene florierende Welt zu erschaffen.

Jetzt ist es jedoch an der Zeit, Eure vertrauten Gefilde zu verlassen und neue Welten zu entdecken. Neue Aufgaben und herausfordernde Missionen gilt es zu bewältigen. Es heißt, dass Euch sogar einige besondere Überraschungen erwarten – doch die Ungewissheit quält die Gruppe der wagemutigen Männer und Frauen mit denen Ihr aufgebrochen seid. Aus diesem Grunde ist der nachstehenden Niederschrift zu entnehmen, ob sich der weite Weg bis in den Fernen Osten tatsächlich als lohnenswert erweist.

Anno 1701: Der Fluch des Drachen - GC 2007 Trailer

Keine Angst vor Drachen

Mit der ersten offiziellen Erweiterung „Der Fluch des Drachen“ zum Strategiehit Anno 1701 verschlägt es alle Annoholics und die, die es vielleicht noch werden möchten, auf zu neuen Abenteuern in den Fernen Osten. „Anno 1701: Der Fluch des Drachen“ bietet den Fans endlich das, worauf sie im Hauptspiel leider verzichten mussten: eine spannende Kampagne! In elf verschiedenen Missionen macht ihr euch auf den Weg, um einem alten Freund mit Tat und Rat zur Seite zu stehen.

Anno 1701: Der Fluch des Drachen - Pflichtkauf: Endlich versüßt eine vollwertige Kampagne den Strategie-Knüller.

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Finn Hallqvist bittet euch, ihm bei der Suche nach dem Auge des Drachen zu helfen.
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Neben der Kampagne haben die Jungs von Related Designs auch einige neue Gebäude in das Spiel integriert. Hier fällt dem aufmerksamen Betrachter samt hoher Bildschirmauflösung sofort der abermals erhöhte Detailgrad ins Auge – so schick und stilecht gestaltete Gebäude hat man sonst selten gesehen. Ebenfalls für etwas Abwechslung sorgen vier zusätzlich spielbare Charakterprofile und eine wie immer durchweg überzeugende Soundkulisse.

Nerven wie Drahtseile

Nach den ersten Stunden mit „Anno 1701: Der Fluch des Drachen“ könnte man fast meinen, dass ein hochkarätiges Autorenteam an der Kampagne gearbeitet hat. Die Aufgaben sind stets abwechslungsreich und spannend in Szene gesetzt. Vom Auskundschaften verborgener Schätze und dem Aufbau einer florierenden Wirtschaft, über die Rettung eurer Kolonie vor einer gewaltigen Feuersbrunst, bis hin zur militärischen Absicherung eines kleinen asiatischen Dorfes ist alles dabei, was das Spielerherz höher schlagen lässt.

Packshot zu Anno 1701: Der Fluch des DrachenAnno 1701: Der Fluch des DrachenErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Oder anders gesagt: Alle Anno-typischen Elemente wie Aufbau, Handel, Diplomatie, Kampf und Entdeckung sind liebevoll und nahezu perfekt aufeinander abgestimmt in das Spielgeschehen integriert. Ebenfalls mehr als angenehm sind die ab und an zu sehenden Zwischensequenzen, die dem alt bekannten Spielspaßfaktor „Einfach nur zusehen und genießen“ mehr als gerecht werden.

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Zoomt ruhig mal näher ran. Die detailverliebten asiatischen Siedlungen können sich sehen lassen.
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Aber wo Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Denn wer die Missionen einigermaßen stressfrei und ohne Schweißperlen auf der Stirn überstehen möchte, dem sei geraten, zuvor einige, wenn nicht gar etliche Stunden mit dem Hauptprogramm verbracht zu haben. Denn bereits bei der zweiten Mission zieht der Schwierigkeitsgrad mächtig an. Alte Anno-Veteranen wird das freilich wenig stören, Einsteiger sind jedoch recht schnell überfordert und resignieren vermutlich vorzeitig.

Etwas zu hoch gegriffen …

Vor dem Release von „Anno 1701: Der Fluch des Drachen“ sprach Publisher Ubisoft von einem umfangreichen und einfach zu bedienenden Welten-Editor, mit denen sich die Fans ihre eigenen detaillierten Spielkarten erschaffen können. Bei näherer Betrachtung des Welten-Editors ist diese Formulierung vielleicht etwas zu hoch gegriffen. Im direkten Vergleich mit dem „Anno 1602“-Welteneditor von 1998 durchaus als Weiterentwicklung zu bezeichnen, haut die „Neuauflage“ aus heutiger Sicht keinen mehr vom Hocker.

Zwar begrüßt einen beim Start des Editors ein netter Wizard, der auch die ersten groben Aufgaben übernimmt. Das Ergebnis dieser kurzweiligen „Klickerei“ auf den Weiter-Button ist dagegen wenig überzeugend. Um eine – wie vom Spiel gewohnt – anspruchsvolle Spielwelt zu kreieren, bedarf es mangels Bedienkomfort schon 1 - 2 Stunden Zeit. Zum Trost kann das fertige Kartenmaterial später mit Freunden online getauscht werden.

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Die schick gerenderten Zwischensequenzen (hier: das Introvideo) sind mit einer überzeugenden Sprachausgabe versehen.
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Eigentlich muss man es nicht noch groß erwähnen, wir tun’s aber trotzdem: Die Grafik von Anno 1701 ist nach wie vor die Referenz im Bereich der Aufbau-Strategiespiele. Die gute Kombination zwischen Übersichtlichkeit und Liebe zum Detail - insbesondere bei den neuen Gebäuden - machen „Anno 1701: Der Fluch des Drachen“ auch optisch zu einem Hochgenuss. Die genialen Soundeffekte und der authentische Erzähler samt teilweise recht humorvollen Dialogen sorgen für das letzte Tüpfelchen auf dem „i“.