Animal Crossing: Wild World (DS Review)
von Anja Rudlaff

Hier kommt die ultimative Lösung für all Eure Sorgen und Nöte: Zieht in eine andere Stadt. Ihr könnt eine neue Existenz gründen, einen Job finden, ein Haus bauen, Bäume pflanzen, neue Nachbarn treffen und die Zeit mit Freunden, Fischen und Feiern verbringen.

Ihr ernährt Euch von Obst und Liebe, schreibt Briefe und das alles in kuscheligem Ambiente. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens haben wir Animal Crossing - Wild World etwas genauer unter die Lupe genommen!

Das Spiel des Lebens - immer wieder neu
In dieser Echtzeit-Lebenssimulation könnt Ihr eine Wohn- und Arbeitsgemeinschaft mit Euch selbst gründen, und das gleich bis zu viermal. Ist das Häuschen erst abbezahlt, könnt Ihr es nach Herzenslust aus- und umbauen, einrichten und mit Freunden feiern. Ganz nebenbei könnt Ihr Euch mit tierischen Stadtbewohnern anfreunden, die lauschige Landschaft und das wundervolle Wetter genießen, während Ihr Euren Angelwurm zum Baden haltet, nach Fossilien buddelt und Grünzeug pflanzt. Und jeden Tag gibt es was Neues zu entdecken. Neugierig?

Oooh, baby, it´s a wild world
Es ist mal wieder an der Zeit umzuziehen! Diesmal verschlägt es Euch in ein idyllisches Städtchen mit tratschsüchtigen tierischen Einwohnern. Nach einer rasanten Taxifahrt bei stürmischem Wetter kommt Ihr an Eurem neuen Domizil an, welches sich allerdings als heruntergekommene Holzhütte entpuppt.

Animal Crossing: Wild World - Wilde Kreaturen zum Mitnehmen: Die abgedrehte Lebenssimulation für den Nintendo DS!

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Dafür lässt der Ferengi von einem Vermieter nicht lange auf sich warten und präsentiert Euch die Rechnung. Um Euch die Abzahlung der Traumhütte zu erleichtern, bietet Tom Nook Euch einen Job an, den Ihr natürlich nicht ablehnen könnt. Also verbringt Ihr den ersten Tag mit Botengängen, pflanzt Blumen und rührt die Werbetrommel für den einzigen Laden vorort. Dreimal dürft Ihr raten, wem der wohl gehört. Nach getaner Arbeit könnt Ihr hier auch gleich die nötigen Utensilien für weitere Unternehmungen erwerben. Das nötige Kleingeld - genannt Sternis - könnt Ihr durch Sammeln und Tauschgeschäfte zusammenkratzen.

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Für den Anfang tun es Muscheln und Obst, zum Beispiel Kokosnüsse, Kirschen oder wie unserem Fall Orangen.

Sobald Ihr eine Angel besitzt, könnt Ihr natürlich auch Fische fangen. Eine Schaufel erweist sich als nützlich auf der Suche nach Fossilien und Schätzen, die im Erdreich vergraben wurden. Die sind an einer Art Bodennarbe zu erkennen. Auch zum Pflanzen braucht man die Schaufel sowie eine Gießkanne. Auf Euren Botengängen habt Ihr ja schon die Einwohner kennengelernt. Durch gelegentliches Plaudern mit den Nachbarn erhaltet Ihr wertvolle Informationen zum Umgang mit den Geräten. Auf diese Weise konnte auf ein Tutorial verzichtet werden.Zu Eurer ständig wachsenden Nachbarschaft gehören eigenartige Eichhörnchen, knuddelige Katzen, musikalische Hunde, klamottensüchtige Schafe, exquisite Enten, sportbegeisterte Bären und viele andere. Die Häsin Ruby / Tommy steht auf alles, was rosa ist, hat eine Vorliebe für Aliens und ist meistens für einen Plausch zu haben. Hahn Waldemar ist ein echtes Weichei. Im Schneiderladen könnt Ihr bei Tina neue Kollektionen entwerfen. Pelly, das Pelikanweibchen wird Euch im Rathaus bedienen.

Hier sind sowohl das Bürgeramt, eine Post- und Bankstelle sowie ein Recyclingcontainer untergebracht. Schreiben ist überhaupt das Stichwort: alle Bewohner des Städtchens lieben es, Post zu bekommen, ganz besonders, wenn Ihr ein kleines Geschenk beilegt. Falls Ihr aber einen Brief mit einer roten Tulpe erhaltet, solltet Ihr diesen samt Blume sofort entsorgen. Hier hat sich leider ein Bug hier eingeschlichen.Der Bürgermeister, eine zerstreute, leicht senile Schildkröte, will auf würdigste begrüßt werden, und lässt sich ansonsten nur zu besonderen Festivitäten blicken. Zum Beispiel an Silvester. O.k., das ist vielleicht noch ein bisschen lange hin. Es sei denn, Ihr manipuliert mal kurz Datum und Zeit Eures DS. Dann gibt es auf jeden Fall ein bombastisches Feuerwerk zu bewundern und die Landschaft ist komplett mit Schnee verzuckert. Sogar die Tannenbäume sind noch weihnachtlich glitzernd geschmückt. Regelt Ihr dann das Datum wieder zurück, wird sich Mr. Resetti, ein ungehaltener Maulwurf bei Euch einfinden. Er wird Euch ganz zwanglos darauf hinweisen, dass er ein solch ungeziemendes Verhalten nicht ein zweites Mal durchgehen lässt. Außerdem wäre es schade, wenn Ihr am 1. April die Baumblüte verpasst. Die muss sehenswert sein.

Im städtischen Museum trefft Ihr auf Eule Eugen, der eine kurze Einführung in Sachen Fossilien, Flora und Fauna sowie zur Gemäldegalerie gibt.

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Im Obergeschoss befindet sich das Observatorium, wo seine Schwester Eufemia ihr bestes gibt, um Euch dazu zu bewegen, die Sternbilder für ihre Karte neu zu bestimmen. Im Keller befindet sich der Taubenschlag, wo es zu bestimmten Anlässen Live-Musik auf einer kleinen Bühne gibt. Der Kaffee ist - wie für ein Museum üblich - gnadenlos überteuert, dafür nicht sehr schmackhaft. Aber munter macht er. So seid Ihr anschließend fit genug um noch einen Blick auf das fantastische Rot des Sonnenuntergangs zu werfen, bevor Ihr völlig übermüdet in Euer Bett der immerhin doppelstöckigen Holzhütte fallt.

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Die könnt Ihr Euch mit drei anderen Mitbewohnern - natürlich von Euch generiert - teilen. So geht auch das Abbezahlen und Einrichten viel schneller von der Hand. Denn bei diesem Spiel geht es vor allem darum, Euer komfortables Eigenheim zu errichten und mit einer geschmackvollen Einrichtung auszurüsten. Gelingt Euch dies besonders gut, gibt es Besuch und hohe Bewertungen vom AdsH, einem Verein zur Verschönerung von Haus und Hof.

Einen Multiplayer-Modus gibt es natürlich auch. Ihr könnt entweder von DS zu DS oder via Wi-Fi-Connection in die Städte anderer Spieler reisen. Das lässt natürlich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten erahnen.Begebt Euch einfach zum Stadttor, wo ein bärbeißiger Hund namens Harry wartet. Mit der richtigen Antwort öffnet er Euch das Tor. Sein Kompagnon zur Linken betreut übrigens noch eine lost-and-found-Stelle. Hier könnt Ihr Euch nach Herzenslust bedienen.

Kleine Welt - ganz groß
Mit Animal Crossing - Wild World wurde ein richtiger Mikrokosmos entwickelt. Die ungezählten Möglichkeiten, fast wie im richtigen Leben, garantieren eine nahezu unbegrenzte Langzeitmotivation. Das Tutorial wurde sinnvoll in die Handlung eingebaut. Knuddel-Optik und harmonische Farben orientieren sich stark an handelsüblichen Manga- bzw. Anime-Serien. Detailfreudige 3D-Charaktere mit wechselnden Gemütszuständen dürfen sich in liebevoll gestalteten Landschaften tummeln, die von Spieler zu Spieler variieren. Auf Special-Effects wurde verzichtet. In der US-Version ist die stimmige situationsabhängige Klangkulisse leider mit äußerst quäkenden Stimmen durchsetzt, die man auch getrost abstellen kann.Da man den Inhalt des Gesprochenen sowie kaum versteht, wird Gesagtes zum Glück auch in Sprechblasen dargestellt, hier in durchaus verständlichem US-Slang. Die Aufteilung der Screen-Funktionen ist äußerst sinnvoll: Im normalen Modus bewegt man seine Figur intuitiv per Touchpen oder Steuerkreuz über den Touchscreen durch jahreszeitlich gestaltete Insellandschaften, während sich auf dem oberen Screen der tageszeitlich passende Himmel wölbt. Sobald man seinen Stadtplan, Tascheninhalt usw. aufruft, wechselt die Handlung komplett in den oberen Bildschirm. Gegenstände, Kleidung, Tiere und Punkte auf dem Stadtplan lassen sich durch einfaches Plug-and-Play mit dem Touchpen aktivieren.

So wird auch punktgenaues Buddeln möglich. Alternativ kann man die A- bzw. B-Taste einsetzen. Eine spieltypbedingte Mischung beider Bedienmöglichkeiten ist schnell gefunden. Der Touchpen wird zudem noch beim Gestalten von Mustern für Kleidung, der Stadtfahne und beim Briefe schreiben benötigt.

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Im Rathaus kann man auch eine Eigene Stadtmelodie komponieren. Allerdings wird auf den Einsatz des Mikros mal wieder verzichtet.