Inspiriert von CNN besteht die Frage durchaus. Wenn manch ein Show-Rechner der E3 ab 3000$ aufwärts kostet, hätte es gar keinen Sinn, ein Projekt zu veröffentlichen. Selbst wenn es fertig wäre, haben wir dann die " Verschiebung nach dem Release".
Auch nach einem Jahr des Abwartens ist ein solcher PC nicht wirklich billig. Zumindest aber besitzen eine Menge mehr Spieler nach dieser Zeit den Rechner, der sie den Kauf eines Mega-Games erwägen lässt.

Spiele, welche nur auf Konsole erscheinen, unterliegen in der Regel nicht den ganz großen Verschiebungen. Der Grund hierfür dürfte klar sein. Das Gerät steht und ist wie es ist. Drei bis vier Jahre Entwicklungszeit wäre in diesem Bereich zudem glatter Selbstmord. Es kann beruhigend wirken, dass Konsolen nicht im Sinne von PCs aufrüst- und strapazierbar sind.

Grundsätzlich heißt es zu jenen wohl: je größer das Staunen desto später der Release. So komisch es ja klingt: Eher unabhängig von der theoretisch machbaren Fertigstellung. Wer hätte schon Lust, ein Spiel für ein paar tausend Leute herauszubringen?

Die Game-Branche scheint ihren Kunden zunehmend voraus zu sein. Je nach Hersteller-Motto erlebt am Ende ein jeder seine eigene Veröffentlichung, denn:

Die Meinungen der Designer gehen auseinander. Die Macher von Everquest 2 beispielsweise folgen der Devise, Optik für längere Zukunft zu bauen. Blizzard dagegen hält es für klüger, zum Start eines Spiels eine große Breite von Menschen im Besitz verschieden starker Hardware anzusprechen. Auch deshalb mag sich World of WarCraft so lang hinziehen. Neben Optimierungen werden auch die passenden Spielerechner erschwinglich.
World of Warcraft Everquest 2

Beide Ansätze sind sicherlich vertretbar, sollten jedoch nicht übertrieben werden. Das gilt besonders für ausgeartetes Basteln in ferne Zeiten hinein. Viele werden beim Preis einer Grafik-Karte um 499 Euro lauthals lachen (hey das sind 1000DM) und sich sagen:

Der dauerhafte Mister Mindestanforderung wählt irgendwann das weitere Warten.