Der Auto Club Europa (ACE) hat vor Computerspielen als Weihnachtsgeschenke gewarnt, die Gewalt und rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr fördern. Der ACE-Vorsitzende Wolfgang Rose sagte der Nachrichtenagentur AP in Stuttgart folgendes: "Dort wird militantes Rowdytum verherrlicht. Wer Fußgänger überfährt erhält sozusagen den Lorbeer-Kranz als Auszeichnung für sein inhumanes Verhalten."
Es gehe bei diesen Spielen nicht nur um die praktische Missachtung von Regeln, sondern darum, schlimme Unfälle zu verursachen. Der Rambo werde somit zum Leitbild im Straßenverkehr.

Rose sprach sich dafür aus, entsprechende Spiele wegen der Verwerflichkeit des Inhalts auf den Index zu setzen. Er warnte vor den Folgen der Spiele für das künftige Verhalten von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr. Die Spiele führten zur Verschiebung des Wertesystems. Schon ein Blick auf die Spielstraßen zeige, wo die Probleme lägen. Was Schrittgeschwindigkeit sei, werde von den Erwachsenen interpretiert. Das generelle Parkverbot werde dort ebenso frech ignoriert.
"Kinder, die im Computerspiel risikobereit sind, gehen auch beim Überqueren der Straße ein höheres Risiko ein. Die selben Eltern, die ihre gefährdeten Kinder in die geschützte Wohnung holen, lassen es zu, dass sich ihre Sprösslinge am Computer aggressive Verkehrsspiele reinziehen."
Das Verhalten und schließlich die Unfallbilanz von Führerscheinnovizen zeigten eine ungebrochene Linie, die beim Crash-Spiel im Kinderzimmer anfange und beim nötigenden und Katastrophen verursachenden Rowdy auf der Straße ende.