Wie die PC Gaming Alliance heute in einer Studie über die Beliebtheit des PCs als Spielplattform veröffentlicht hat, schneidet der PC statistisch sehr gut ab. Mithilfe dieser Studie versucht die Interessengemeinschaft, darunter auch AMD, Intel, Microsoft und NVIDIA, die Nutzer davon zu überzeugen, dass sich der PC hinter den aktuellen Konsolen keineswegs zu verstecken braucht, auch wenn Konsolenhersteller dies immer wieder behaupten. So habe die PC-Spielindustrie einen Umsatz von rund 10,7 Milliarden US-Dollar gemacht und sei demzufolge auf dem ersten Platz gelandet. Des Weiteren sei der PC auch die zahlenmäßig überlegene Plattform, da es zurzeit weltweit rund eine Milliarde Rechner gibt, auf denen theoretisch gespielt werden könnte und Konsolen vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern kaum verbreitet sind. Allein in Westeuropa und Nordamerika haben die PC-Spielhersteller sechs Milliarden US-Dollar umgesetzt.

Den größten Umsatz erzielte, laut Angaben der PCGA, das Online-Rollenspiel World of Warcraft, welcher sich schätzungsweise auf knapp eine Milliarde US-Dollar beläuft. Darüber hinaus habe sich die Industrie sehr stark verändert. In den westlichen Ländern sei die Beliebtheit von Online-Plattformen, wie zum Beispiel Steam, stark gestiegen, während sich vor allem in Asien virtuelle Güter sehr gut verkaufen. Ein weiterer interessanter Fakt ist, dass ein erfolgreiches PC-Spiel bis zu 50 Millionen US-Dollar einspielen kann, während ein gelungenes MMOG-Spiel bis zu 100 Millionen US-Dollar einbringt.

Im Zuge der Studie erklärte die PCGA weiterhin, dass sich die aktuelle Wirtschaftskrise noch nicht auf die Spieleindustrie ausgewirkt habe, jedoch durch rückgängigen Verkaufszahlen bei PC-Hardware nach hinten verschleppen werde. Wie stark dieser Industriezweig tatsächlich getroffen wird, steht wohl noch in den Sternen.
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