Das Universum ist ein Ort voller tödlicher Gefahren, überall lauern Monster und fiese Gesellen, die uns schwächlichen Erdlingen ans Leder wollen. So jedenfalls das gängige Klischee der Science-Fiction-Literatur. Eine der gefährlichsten und angsteinflößendsten All-Kreaturen ist sicherlich Das Alien, welches Ridley Scott 1979 in die Kinos brachte. Die von H. R. Giger erdachten außerirdischen Wesen müssen Menschen kaum fürchten, nur die Super-Jäger namens Predator (1987 erstmals auf der Leinwand) konnten den ultimativen Killer im Spiel „Alien vs. Predator“ (1999) effektiv zur Strecke bringen.

Kein Wunder, dass es irgendwann auch zum filmischen Crossover kam (2004), nachdem dieses Kapitel in Comics schon längst aufgeschlagen worden war. Einige Jahre später ist die aktuelle Lizenz für Spieladaptionen nun wieder in den Händen der britischen Spieleschmiede Rebellion gelandet, die den First-Person-Shooter Aliens vs. Predator mit SEGA als Publisher in einer neuen Form im Februar 2010 veröffentlichen werden.

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Schlafende Aliens soll man nicht wecken

Wieder einmal verschlägt es uns auf einen namenlosen Planeten, der lediglich die freudlose Bezeichnung BG-386 trägt. Erneut ist es die Neugier eines wissenschaftlichen Erkundungsteams, die den ganzen Schlamassel auslöst. Inmitten eines unwirtlichen Dschungels stößt man auf parasitäre Lebensformen, die man besser hätte ruhen lassen.

Aliens vs Predator 3 - Im Weltall hört dich niemand schreien...

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"Wer ist hier am Ende der Nahrungskette?"
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Bald wüten die Biester, die Säure statt Blut in ihren Eingeweiden tragen, in der Kolonie "Freya's Prospect". Doch es kommt noch schlimmer: Nicht nur die Killer-Aliens sind aufgeschreckt, durch ein Notsignal wird auch die Jäger-Urrasse der Predatoren auf den Konflikt aufmerksam und macht sich daran, eine ihrer früheren Welten zurückzuerobern.

Soweit zur Vorgeschichte von Aliens vs. Predator. Dem ultimativen Monstertreffen soll anno 2010 noch die Krone aufgesetzt werden, indem jede der drei Spezies eine eigenständige Einzelspielerkampagne erhält, die eng mit den anderen Handlungssträngen verknüpft ist. Man wird also als Marine, Alien und Predator spielen können, zusätzlich wird es noch einen Mehrspielermodus geben, in der alle Fraktionen gleichzeitig gegeneinander antreten.

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Schockmomente an jeder Ecke. So lieben wir unser Aliens vs Predator.
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Um das einzigartige Flair und die Atmosphäre der Kinofilme einzufangen, hat Rebellion eine Vielzahl von Anspielungen und bekannten Filminhalten implementiert. Neben einem vor sich hinpiepsenden Motiontracker, der die anrückenden Alienhorden anzeigt, sollen vor allem die originalen Soundeffekte und die Musikuntermalung für eine bedrückende und spannungsgeladene Atmosphäre sorgen.

Die Alien-Kampagne offenbart

Nachdem SEGA auf der E3 bereits das Gameplay des Predators enthüllt hatte, stellte man nun auf der GamesCom die Perspektive des Aliens in den Mittelpunkt. In der Perspektive des ständig vor sich hinsabbernden Ekelviechs zu spielen, ist kein völlig neuer Ansatz. Allerdings hat man den Spielablauf ein wenig renoviert.

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Wenn ihr so nah seid, haben Menschen keine Chance mehr.
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Nach wie vor schleicht man als fieser Killer bevorzugt durch die Dunkelheit und nutzt jeden sich bietenden Schatten, um sich an seine Opfer heranzupirschen. Befinden sich die bemitleidenswerten Gegner erst einmal in Reichweite der rasierklingenscharfen Krallen, ist es schnell um sie geschehen und das Alien verrichtet sein äußerst blutiges Tagewerk.

Der Blickwinkel und Spielablauf als Alien unterscheidet sich selbstverständlich deutlich von der Rolle eines menschlichen Marines. Man kann dies am besten als Fischaugen-Effekt beschreiben, bei dem die Aussicht immer ein wenig gewölbt erscheint und leicht verschwommen ist.

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Ungekürzt oder gar nicht. Die Entwickler versprechen einen harten Kurs.
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Zudem werden helle Umgebungen noch greller dargestellt, da man als Alien besonders gut in der Finsternis zurechtkommt, und dunkle, schmale Gänge bevorzugt, während man helle, weite Räume oder gar Außenbezirke lieber meidet. Das Alien bewegt sich äußerst flink voran und nutzt sowohl Boden, Decken als auch Wände, was für ungewöhnliche Perspektiven im Spielgeschehen sorgt. Feindliche Marines werden farblich illuminiert dargestellt und heben sich somit deutlich vom dunklen Hintergrund ab, was weitere Vorteile bei der Jagd bringt.

Fokus-Effekt & menschliche Ernte

Praktischerweise verfügt das Alien über einen Fokus-Effekt, das Interaktionen mit Objekten ermöglicht. So springt man artistisch in Röhren, über Abgründe oder initiiert Sprung-Attacken auf arglose Soldaten. Besonders wichtig wird jedoch die "Ernte" sein, ohne die sich die Alien-Levels wohl nicht abschließen lassen.

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Im Kreuzfeuer ist das Alien schnell Geschichte.
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In jedem Spielabschnitt muss eine bestimmte Anzahl von unbewaffneten Zivilisten gefangen werden, um sie mit dem Facehugger als Brutstätte für weitere Aliens zu gebrauchen. Allerdings sollte man dabei auch Vorsicht walten lassen: Treibt man einen Humanoiden ohne einen Ausweg in Bedrängnis, verübt dieser Selbstmord, bevor man ihn infizieren kann. Vorausgesetzt natürlich, dass ihm eine Knarre in die Hände fällt.

Menschenjagd als Alien - wer endlich mal die Perspektive wechseln möchte, kommt hier auf seine Kosten.Ausblick lesen

Während man in engen, dunklen Räumen die Beweglichkeit des Aliens zu seinem Vorteil nutzt, kehrt sich dies bei größeren Gegnergruppen und offenen Umgebungen schnell ins Gegenteil um. Sobald dem heimlichen Killer mehr als ein Feind gegenübersteht, geht es ihm schnell an den glänzenden Kragen. Viele Treffer vermag das Alien nicht einzustecken, daher sollte man solche Situationen besser meiden. Nicht immer steht jedoch das Action-Element im Vordergrund, gelegentlich fordern auch Plattform-Aufgaben eure Geschicklichkeit und kleinere Puzzles zu Rätselpassagen heraus.

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Im Multiplayermodus könnt ihr wieder Teamgefechte inszenieren.
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Neben den drei Einzelspielerkampagnen wird es auch einen Mehrspielermodus für 18 Spieler geben, die in unterschiedlichen Modi gegeneinander antreten. Außerdem im Angebot: ein Koop-Modus für vier Spieler, bei dem Marines aufeinanderfolgende Wellen von Aliens bekämpfen und natürlich überleben müssen. Vom Publisher SEGA gab es darüber hinaus eine Aussage bezüglich der Veröffentlichung bzw. der FSK-Einstufung in Deutschland: "Aufgrund der festen Verankerung der Tötungsanimationen im Spielverlauf gehen wir nicht davon aus, dass SEGA AvP in geschnittener Version veröffentlichen kann." Mit anderen Worten: Sollte Aliens vs. Predator das "Keine Freigabe"-Siegel verpassen, wird das Spiel in Deutschland wohl
(konsequenterweise) nicht veröffentlicht.