Die Aliens vs. Predator-Filme stehen in der Kritik, den beiden einzelnen Alien- und Predator-Franchises geschadet zu haben. Das findet auch Ripley-Darstellerin Sigourney Weaver, die nicht besonders gut auf die Filmreihe zu sprechen ist.

Aliens vs Predator - Sigourney Weaver war ziemlich deprimiert über Aliens vs. Predator

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Wenig Spannung und stupide Action: Aliens vs. Predator: Requiem
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Als damals bekannt wurde, dass ein Aliens vs. Predator-Streifen in die Kinos kommen sollte, war die Vorfreude der Fans der Comics groß, immerhin duellieren sich hier die zwei tödlichsten Außerirdische der Sci-Fi-Geschichte. Die Freude wurde allerdings geschmälert, als durchsickerte, dass Paul W. S. Anderson Regie führen sollte. Anderson, das ist der Uwe Boll mit höherem Budget und Michael Bay mit niedrigerem Budget. Und tatsächlich entpuppte sich der Film zwar als Hit an den Kassen, das Potential des Megaduells zwischen Aliens und dem Predator wurde aber leider nicht ausgeschöpft. Ganz im Gegenteil, bei Fans und Kritikern fiel der Film durch.

Eine, die das kommen sah, war Sigourney Weaver. Auf der London Film and Comic Con enthüllte sie, dass Aliens vs. Predator mit ein großer Grund war, warum sie verlangte, dass ihr Charakter Ripley in Alien 3 sterben sollte. "Nun, ja - weil ich hörte, dass Fox Aliens vs. Predator produzieren wird, was mich ziemlich deprimierte, weil ich sehr stolz auf die Filme war."

Falls ihr euch wundert, woher Weaver das bereits wissen konnte, obwohl Alien 3 1992 in die Kinos kam, während Aliens vs. Predator erst 2004 über die Leinwände flimmerte, Drehbuchautor Peter Briggs hatte die Idee bereits 1991 erfolgreich bei 20th Century Fox gepitched. Aber da das Studio bereits an Alien 4: Die Wiedergeburt arbeitete, wurde Aliens vs. Predator vorläufig zurückgestellt.

"Ich habe nichts dagegen, einen Film basierend auf einem Videospiel zu entwickeln, aber zu der Zeit war die Meinung eher wie bei [Aliens-Regisseur] James Cameron, der, wie ich glaube, öffentlich meinte: 'Warum sollte man das tun?'", so Weaver. "Es ist, als würde man Alien meets the Wolfman drehen."

Da hatte die gute Weaver das Ganze wohl etwas verwechselt, denn Aliens vs. Predator basiert nicht etwa auf einem Videospiel, sondern eher auf den Comics gleichen Namens, die selbst als Vorlage für die Spiele dienten. Tatsächlich soll 20th Century Fox' Vorhaben, eine solche Comicverfilmung zu produzieren, auch Auswirkungen auf das Alien-Franchise gehabt haben.

"Ursprünglich wollte Ridley Scott einen dritten Alien-Film inszenieren. Als Aliens vs. Predator angekündigt wurde, ist er ausgestiegen, weil er auch ein Alien-Sequel drehen wollte. Ich denke, das Ganze hat mehr Ärger verursacht, als es sich gelohnt hat."

Weaver arbeitet derzeit zusammen mit Regisseur Neill Blomkamp an einem fünften Alien-Film, der sich an James Camerons Aliens - Die Rückkehr orientieren soll und neben Ellen Ripley auch Michael Biehns Corporal Dwayne Hicks zurückbringen soll.

Wenn Horror, dann...