Das tödliche Biest schleicht durch die Dunkelheit, seiner Beute auf der Spur. Ein bedrohlicher Jäger, geboren, um zu überleben – ein perfekter Killer. Sein Gegenspieler? Kaum mehr als ein Affe in gepanzerter Ausrüstung. Sein Bewegungsmelder schlägt Alarm... Das Herz rast, der angespannte Muskel will seinen Dienst verrichten und eine Salve Blei in das Monster jagen. Doch da ist es bereits zu spät. Kurz erleuchtet das Mündungsfeuer die nähere Umgebung. Dann folgt erneut das Dunkel...

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Willkommen in der Einfallslosigkeit

Wäre das nicht einfach klasse? So nah an der Vorlage und so gruselig, der Gedanke, voller Anspannung durch dunkle Gänge zu wandern, die Waffe im Anschlag, den Bewegungsmelder nicht außer Sicht lassend. Ein Biest, ein perfekter Killer, der den Protagonisten durch die einzelnen Level jagt. Ein würdiger vierter Teil der Alien-Reihe.

Wer sich ähnlichen Träumereien hingegeben hat und kaum erwarten konnte, bis die schrecklichsten Albträume der Sci-Fi-Kinogeschichte erneut zum Leben erwachen, wird nun ein längeres Gesicht ziehen als ein Pferd, das verkündet, es hätte Diabetes. Die große Vermarktungspeitsche hat in eurer Haut Narben der Lügen und falscher Versprechungen hinterlassen. Kein Zuckerchen für euch.

Aliens: Colonial Marines - Soll das so eine Art schlechter Witz sein?

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Der Typ sieht aus, wie ich mich beim Spielen gefühlt habe...
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'Aliens: Colonial Marines' ist alles andere als der Survival-Horror, den sich viele in verschwitzten Träumen erhofft haben, und es ist auch nicht der Shooter mit Tiefgang, den andere bereits darin entdeckt glaubten. Nein, dieses Spiel ist eine Seifenblase, deren Glanz bereits verloren geht, wenn man das Spiel gestartet hat.

So treibt sie trübe dahin, bis man das erste Level hinter sich gebracht hat, nur um dann gänzlich zu platzen. Willkommen in einer Welt aus schlechten Entscheidungen, Ideenlosigkeit, Faulheit und allein herrschender Arbeitsverweigerung. Wer als Fan der Alien-Reihe dieses Spiel hinter sich gebracht hat, wird mehr als nur eine Träne vergießen, und wer darüber hinaus ein Liebhaber der Spiele von Gearbox Software ist, bleibt ratlos zurück und fragt sich: „Warum!?“.

Packshot zu Aliens: Colonial MarinesAliens: Colonial MarinesErschienen für PC, PS3, Wii U und Xbox 360 kaufen: Jetzt kaufen:

Es ist ja eine Sache, wenn Spiele, die der Geschichte berühmter Filme folgen, keine eigenen Ideen haben und dies mit einem interessanten Spielansatz, guter Grafik oder wenigstens einem annehmbaren Versuch ausgleichen wollen. Es ist auch verständlich, wenn einige Inhalte des Titels leiden müssen, dafür aber Platz für großartige Ideen machen. Es ist jedoch etwas ganz anderes, wenn ein Spiel absolut nichts davon bieten kann.

Ich lasse mich ja gerne verarschen. Aber Mühe solltet ihr euch schon dabei geben.Fazit lesen

Die erste Hälfte dieses Aliens-Ablegers besteht aus dem traurigen Versuch, eine eigene Geschichte zu erzählen, die die Ereignisse aus Alien 3 vervollständigt. Man möchte beim Lesen doch so freundlich sein und das Wort „Versuch“ besonders betonen. Wer mag, kann bei Belieben auch das Wort „traurigen“ durch „scheußlichen“, „witzlosen“, oder „jämmerlichen“ ersetzen.

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Du sprichst mir aus der Seele, Sweetheart.
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Die letzten fünfzig Prozent dieser - man möchte sagen 'Persiflage', doch wäre das zu positiv, also sagen wir lieber 'Zumutung' - besteht nur noch aus aufgewärmtem Allerlei der ersten drei Filme. Ab einem gewissen Punkt wird es so klar wie ein Glas Wasser aus den Bergen der saubersten Region der Welt: Man weiß, wie es weitergeht. Und es ist an Einfallslosigkeit kaum zu übertreffen.

Nein, jetzt mal ehrlich: Was ist denn da bitte schön passiert? Die gesamte Geschichte, die Abenteuer eines Trupps Marines, die auf den Notruf eines sehr bekannten Raumschiffes antworten und reihenweise abgeschlachtet werden, wirkt wie aus den Fingern gesogen. Jedoch nicht liebevoll wie die Mutter, die den Splitter aus der Haut ihres Babys holt, sondern eher gewaltsam wie mit einem Buschmesser, das als Ersatz für fehlendes Chirurgiebesteck herhalten muss.

Ihr werdet von Levelabschnitt zu Levelabschnitt geschubst, fasst euch hier und dort an den Kopf, weil man kaum glauben kann, mit welch banaler Geschichte man hier abgespeist wird. Und zu allem Überfluss bemerkt ihr spätestens auf dem berühmten Kolonistenplaneten LV-426, dass ihr in eine moderne Version von 'DuckHunt' geraten seid.

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Ballern, bis euch der Arm abfällt... Okay, der war schlecht...
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Bevor ich euch also auf der nächsten Seite in die Untiefen der Details dieses albtraumhaften Shooters entführe und euch die Schrecken eines Titels präsentiere, der unterirdischer kaum hätte ausfallen können, wünsche ich allen Vorbestellern viel Spaß mit diesem Meisterwerk an Langeweile. Ein Spiel so banal, dass der Genre-Neuling es bereits nach Sekunden vergessen hat, und so ärgerlich, dass Fans des Aliens-Universums möglicherweise nie darüber hinwegkommen.

Es mag gemein klingen, vielleicht auch wie der Wutschrei eines enttäuschten Fans. Doch letztendlich ist es nur die bittere Wahrheit. Eine Pille, so unangenehm in Geschmack und Konsistenz, dass sie einen vergessen lässt, dass sie vielleicht ein Fünkchen Gutes beherbergt. Alles, was an diesem Spiel positiv ist, geht in einem Strudel der Ideenlosigkeit, liebloser Umsetzung und Banalität im schlimmsten Sinne unter. Ein Spiel, das euch nichts bietet, nichts hinterlässt und doch so viel fordert – vor allem Geduld.

Spielmechanik? Ja, so kann man das auch nennen.

Möglicherweise waren einige bereits in der Lage, in dem vorangegangenen Labyrinth aus Wutanfällen und übler Nachrede das herauszuhören, was den Hauptteil dieses Shooters ausmacht. Nicht das Schleichen durch dunkle Gänge und der laute Schlag eures eigenen Herzens in der Brust, den euch nur ein guter Survival-Horror bescheren kann.

Nein, es ist eher das monotone Geschrammel von altersschwachen Maschinengewehren, die unaufhörlich gegen den dicken Panzer der tödlichen Aliens trommeln. Eine Kakophonie von einer Soundkulisse, die den Witz von einem Spiel untermalt.

Und dabei fing alles so schön an. Ihr beginnt eure erste Mission: Leichen und Blut überall. Wer war das? Was war das? Was für ein Monster könnte Menschen so etwas antun? Schleicht durch die Gänge, sucht eure Verbündeten. Was war das auf dem Bewegungsmelder? Hab ich mir das nur eingebildet? Wer ist da? „Hallo!?“. Das ist jetzt nicht mehr witzig... Dann, plötzlich, ein Laut. Ein Schatten in der Dunkelheit? Ist das möglich?

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Die Aliens sind wirklich schön gestaltet. Leider hören da die Pro-Argumente auch schon auf.
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Ein Freund in Not. Der einzige Gedanke: helfen. Und dann: das Biest. Ein perfekter Killer, so hässlich in seiner evolutionären Schönheit. Die Spitze der Nahrungskette. Und ihr seid ganz allein mit dem Ding, nur mit einem Sturmgewehr bewaffnet und dem Bewegungsmelder im Anschlag macht ihr euch auf die Jagd...

Spannend, oder? Man, da spielt man fünf Minuten und denkt sich: „Mittelmäßige Grafik? Na und?“. Dafür stimmt das Feeling. Die Atmosphäre. Das dürfte dann wohl auch der Teil gewesen sein, den die werten Kollegen zur Vorschau spielen durften, im Grunde der einzige Abschnitt in 'Aliens: Colonial Marines', der nicht in Belanglosigkeit untergeht oder, noch schlimmer, einfach nur beleidigend langweilig ist.

Denn sobald ihr das erste Monstrum erlegt habt und euer Kamerad euch zur Seite steht (der natürlich überhaupt und absolut gar kein Alien in sich hat und ganz bestimmt nicht am Ende dieses Levels sterben wird; nein, nein), bricht der Titel aus der Schale dessen aus, was in so vielen Präsentationen und Trailern versprochen wurde, und stürmt irre grinsend auf eine Wiese der Witzlosigkeit. Ein Paradies für unnötige Ballereinlagen gegen Aliens, die schwächer nie waren (außer vielleicht in 'Aliens versus Predator 2'). Pappkameraden, die von den Predator nur noch als Übungsgegner für ihre Kinder benutzt werden würden. Und hier verweilt das Spiel dann auch bis zum bitteren Ende und darüber hinaus.

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Aliens so schwach wie stoffgefüllte Kinderpuppen.
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Das Verhalten eurer Gegner, wenn wir es denn so nennen möchten, ist auf einem Tiefpunkt, der schlichten Wegpunkten gleicht, ohne dieses Niveau jemals zu übertreffen. An perfekt abgestimmten Positionen ploppen eure außerirdischen Feinde auf, bemühen sich hier und dort, den Weg zu ihren Gegnern zu finden, und stellen sich dabei so unfassbar doof an, dass man teilweise schon Mitleid bekommt.

Hässliche Bewegungsanimationen, die die Scheußlichkeit eures eigenen Gehumpels beinahe übertreffen, lassen die Aliens wie Enten watscheln. Ein Vater, der seine dreijährige Tochter im selbstgenähten Kostüm mit erhobenen Armen jagt und dabei Grunzlaute von sich gibt, könnte kaum gruseliger sein. So schön die Aliens auch gestaltet wurden (und das wurden sie in der Tat), ein solch trauriger Schatten ihrer alten Tage sind sie in diesem Spiel doch geworden.

Den Bewegungsmelder braucht ihr später nur noch, wenn ihr euch in den Abzweigungen der einzelnen Level verlaufen habt. Nicht, dass diese über bloße Schlauchlevel mit sporadisch auftauchenden Alternativrouten, die keinen besonderen Sinn erfüllen, hinausgehen. Jedoch ist es ab und zu nötig, zu alten Punkten zurückzulaufen. Da jedoch alles überall und immerzu gleich ausschaut, braucht man das erwähnte Gerät, um den Zielpunkt zu finden.

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Links, rechts, geradeaus: willkommen in den Schlauchleveln.
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Nun wer so weit gespielt hat, für den gibt es kein Entkommen mehr. Ob im Koop-Modus oder alleine: Ihr seid umgeben von Bugs, Clipping- und Grafikfehlern, dümmlicher KI und einer absolut überflüssigen Hintergrundgeschichte. Lustlose und völlig unmotivierte Synchronsprecher führen euch durch ein Spiel, das einer Alpha-Version gleicht. Ein Spiel, wie es sonst nur Redakteure auf Präsentationen zu sehen bekommen.

Während ich verzweifelt nach Punkten suchte, die für diesen Titel sprechen, fand ich nur Inhalte, die mir glitzernde Tränen der Verständnislosigkeit in die Augen trieben. Mit diesem Spiel seid ihr nur gut beraten, wenn ihr gerne leidet. Wenn es euch gefällt, dass eure 40mm-Granate am Rücken eurer Verbündeten explodiert, die im letzten Moment, blöd wie ein Meter Feldweg (oder ein Alien), vor eure Flinte laufen und das gute Stück abfangen. Schaden nehmt dadurch nur ihr...

Vielleicht steht ihr aber auch auf das Highlight, explodierende Selbstmord-Aliens, oder ihr werdet gerne hinter euren Spielpartner hergebeamt, weil ihr circa eineinhalb Meter hinter ihm steht und das Spiel Angst hat, ihr könntet nicht Schritt halten? Was natürlich völlige Willkür ist, denn im nächsten Moment bekommt ihr die Meldung: „Warte auf anderen Spieler“. Warum? Haltet die Klappe, darum! Dass die Steuerung, selbst wenn man in den Optionen Amok läuft, nicht besser und reaktionsschneller ist als in 'Pong', macht den Braten dann auch nicht mehr fett.

Hellblaue Schrift auf blauem Hintergrund, die ein Menü darstellen soll, in dem man beim besten Willen kaum was erkennen kann. Freischaltbare Gegenstände für eure Waffen, damit diese ein klitzekleines bisschen weniger bescheiden sind und dennoch kaum einen Nutzen hervorbringen, und natürlich: ballern, ballern, ballern. Man, hatten wir einen Spaß...

Wer hat in den Grafikoptionen herumgespielt?

Hat jemand von euch 'XCOM: Enemy Unknown' auf der Konsole gespielt? Und habt ihr dann mal so nah wie möglich an einen Charakter herangezoomt? Nein? Warum man das machen sollte? Sieht ja schließlich scheiße aus? Nun, weil ihr dann einen ungefähren Eindruck davon hättet, wie unfassbar hässlich 'Aliens: Colonial Marines' ist.

Es sei vorweggenommen, dass dieses Spiel durchaus seine hellen Momente hat. Wie ein Licht in der Dunkelheit erhellen einige visuelle Aspekte das Spielerlebnis und zeigen, dass durchaus Hoffnung bestanden haben muss. Schöne Schatteneffekte, nette Darstellung von elektrischen Entladungen und hier und dort ist die Umgebung so liebevoll gestaltet worden, dass tatsächlich eine Art bedrückendes Horror-Feeling geschaffen wurde.

Doch diese Momente sind so rar, so selten, dass sie nicht nur nicht ins Gewicht fallen, sondern leicht übersehen werden können, weil alles andere so unfassbar hässlich ist. Wassertropfen, die auf dem Bildschirm so mies dargestellt werden, dass ein unbeteiligter Zuschauer dachte, es wäre die Säure der Aliens. Pixelmatsch, wie er seinesgleichen sucht, wird aneinandergereiht und bildet ein Ganzes, das mich in meinem Innersten erschaudern lässt.

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Ach, es könnte so schön sein. Die Betonung liegt jedoch auf 'könnte'.
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Von lieblosen Gesichtsanimationen über Clipping-Fehler, die so gravierend sind, dass ich bereits gefragt wurde, ob dieser Titel überhaupt so etwas wie eine Kollisionsabfrage kennt. 08/15-Gewehre mit schwachem Sound und scheußlichem, einer gif-Datei ähnelnden Mündungsfeuer. Einfach alles in diesem Spiel ist unfassbar hässlich und wirkt bestenfalls halbfertig.

An sich wäre die Gesamtgrafik gar nicht mal so übel, wenn man hier ein Auge zudrückt und sich dort ein anderes aussticht. Doch der Effekt, der entsteht, wenn all diese Dinge zusammenkommen, ist so gravierend, so final, dass einem irgendwann die Worte versiegen und der Atem stockt. Es ist, als würde man einen Wettbewerb verfolgen. Und einziger Sinn und Zweck dieser Veranstaltung ist es herauszufinden, welcher Spielinhalt unterirdischer ist. Und ganz ehrlich: Ich kann es nicht beantworten.

Der Kooperativmodus wurde wohl nur eingefügt, damit unglückliche Käufer diesen Weg des Leidens nicht alleine beschreiten müssen. Wenn man das zigste Mal in einem Verbündeten verschwindet, der hundertste Alien durch eine Wand läuft, die nächste miserable Anspielung auf einen der Alien-Filme durchgelutscht wurde und das was-weiß-ich-wievielte feindliche Geschütz sinnlos über meinen Kopf hinwegschießt, weil der Programmierer es unsinnig gesetzt hat, weichen die Tränen einem irren Gelächter. So hat man wenigstens ein wenig Spaß beim Spielen.

Irgendwann, gefühlt waren es nicht mehr oder weniger als hundert Jahre, war es unmöglich, die vielen Bugs, Logikfehler und stupiden Sinnlosigkeiten zu zählen, die das Gerüst dieses Witzlos-Shooters bilden. Vier gestandene Männer haben sich in der Redaktion an dieser Beleidigung des guten Geschmacks versucht. Jeder von diesen Gaming-Adonissen hatte irgendwann das Pech, durch ein Level stapfen zu müssen, das einen nicht mit lustigen Programmierfehlern erheitern konnte. Jeder von diesen Mannsbildern beklagte sich danach über einen erschreckend hohen Grad der Müdigkeit.

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Die Möglichkeit, die Waffen zu individualisieren, zieht auch nichts mehr aus dem Dreck...
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Wäre das Spiel in seiner Umsetzung nicht so hundsmiserabel und die Grafik nicht so unterirdisch schlecht, würde das dem Titel trotzdem nicht großartig helfen. Es ist einfach so belanglos, so uninteressant. In den ganzen acht Stunden hat mir das Game in keiner Minute auch nur einen Grund gegeben weiterzuspielen. In der Regel war mir als Aliens-Fan sowieso bewusst, was als Nächstes passieren wird, und solche Handlungsstränge, bei denen ich keinen Schimmer hatte, wie es jetzt weitergeht, waren mir schlichtweg egal.

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen und die Sache ein für alle Mal auf den Punkt zu bringen: 'Aliens: Colonial Marines' ist nicht hässlich wie die Nacht; aber in die Öffentlichkeit würde ich mich damit auch nicht trauen. Vor allem die vielen Darstellungsfehler machen es letztendlich noch schlechter, als es eh schon ist. Während man Solo noch hier und da einen Funken Schönheit findet, an dem man sich erfreuen kann wie an einer Blume in der Wüste der Hässlichkeit, so ist im Splitscreen gänzlich der Faden gerissen.

Hier geht nämlich nicht nur der letzte Rest des bedrückenden Feelings verloren, den das Spiel noch hätte, wenn es mehr auf gruselige Horror-Einlagen setzen würde, statt auf wildes und in seiner Sinnlosigkeit seinesgleichen suchendes Geballer. Nein, zusätzlich ist die Grafik-Engine dann auch an ihrem bitteren Ende angelangt. Nun verweigern die meisten Texturen gänzlich ihren Dienst und erscheinen manchmal überhaupt nicht mehr. Und zu allem Überfluss kommen noch unzählige neue Hässlichkeiten zum Vorschein, weil man auch noch sehen kann, wie der Koop-Partner mit seiner Umgebung eins wird...