Ein angeblicher und anonym bleiben wollender SEGA-Mitarbeiter erhebt in einem Blog-Eintrag schwere Vorwürfe gegenüber Entwickler Gearbox, der seit einiger Zeit mit Aliens: Colonial Marines für zahlreiche Kritik sorgt.

Aliens: Colonial Marines - Gearbox soll Geld von SEGA gestohlen haben, um Borderlands und DNF zu finanzieren

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Was geschah hinter den Kulissen wirklich? Weder bei Gearbox noch bei SEGA ist eine solche Qualität bei einem solch großen Franchise üblich.
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Destructoid griff den Blogpost auf und will das Ganze bestätigen, wonach der Autor tatsächlich bei SEGA arbeite. Kann man dessen Vorwürfen Glauben schenken, soll Gearbox den Großteil der Arbeiten von Aliens: Colonial Marines an das externe Studio Timegate abgegeben haben.

Zuvor noch dementierte Gearbox' Randy Pitchford eine derartige Aktion. Zwar habe man einige Arbeiten von Timegate ausführen lassen, der Großteil jedoch wurde intern übernommen. Wie der SEGA-Mitarbeiter weiterhin schreibt, soll Gearbox die Japaner jahrelang hintergangen haben.

Es wurden nicht nur die Entwicklungsfortschritte ausgeschmückt, auch habe Gearbox das von SEGA erhaltene Geld, welches schließlich für die Entwicklung von Aliens: Colonial Marines gedacht war, in andere Projekte investiert: Borderlands und Duke Nukem Forever.

Genauer gesagt: Gearbox steckte das Geld selbst ein und ließ den Shooter von einem externen Studio entwickeln, um die Ausgaben niedriger zu halten. Der angebliche SEGA-Mitarbeiter stellt dabei die Frage, wie Gearbox sonst Duke Nukem Forever hätte finanzieren, ehemalige 3D-Realms-Mitarbeiter einstellen und die nicht billigen Markenrechte kaufen sollen.

Zwar habe Gearbox genügend Geld mit Borderlands eingenommen, aber das musste ja auch erst einmal finanziert werden: von den Geldern für Aliens: Colonial Marines.

Und da Gearbox Verträge gebrochen und die Gelder andersweitig eingesetzt haben soll, bereite SEGA angeblich eine Klage vor, um Gearbox vor Gericht zu bringen. Das hätte laut dem Autor jedoch schon viel früher geschehen müssen, zumal SEGA den Titel so nie veröffentlicht hätte. Dass Gearbox tatsächlich in Sachen Aliens: Colonial Marines flunkerte, machte erst kürzlich der Vergleich zwischen finaler Version und den um ein Vielfaches besser aussehenden "Messe-Demos" deutlich.

Wer mehr über das Spiel erfahren möchte, schaut sich unseren Aliens: Colonial Marines Test an. Sollte etwas an den Vorwürfen dran sein, dürfte das Gearbox nicht nur teuer zu stehen kommen, damit würde sich das Studio mit Sicherheit auch die Zukunft verbaut haben.

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