Autor: Nedzad Hurabasic

"Mach sie platt, mach sie alle platt", hallt es in meinem Hirn nach, als ich die blutbesudelte Station betrete. Überall liegen Leichen, Stücke von etwas, dass vielleicht einmal menschlich war. Oder auch nicht.

Ist auch egal, denn ich hab den Auftrag die böse Alienbrut auszulöschen, die dafür verantwortlich zeichnet. Wir schreiben das Jahr 2161 und schon wieder wollen fiese Außerirdische zartes Menschenfleisch schmecken. Am liebsten gegrillt. Doch sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht - mich!

Alien Shooter 2 - Gameplay Trailer

Die Lage scheint aussichtslos, wahre Horden an Aliens überrennen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Im Kampagnen-Modus des Spiels mime ich einen selbstlosen Supersoldaten, der die Monsterinvasion zurückschlagen soll. Dafür steht mir ein riesiges Waffenarsenal von über 50 Waffen zur Verfügung. Bevor ich losmarschiere um die Aliens auszulöschen gehts fix an die übersichtliche Charaktergenerierung, bei der ich auch eine Spezialfähigkeit auswähle. Unter acht verschiedenen Möglichkeiten wie Selbstheilung, Vampirismus (saugt Lebenskraft ab) oder auch Nachtsicht entscheide ich mich für verbesserte Lernfähigkeit. Ihr lest ganz recht, auch wenn Alien Shooter 2 einer der kompromisslosesten Splatter-Shooter überhaupt ist, wurden einige rudimentäre Rollenspiel-Elemente eingebaut. Das steht dem Spiel auch gut zu Gesicht und bringt die nötige Abwechslung ins Dauerballern.

Nachdem ich das hinter mich gebracht habe, zählt nur noch eins: Ballern, ballern, ballern - das Auslöschen der Alienbrut! Es sind nur einige zehntausend Viecher, nichts was mich in Schwitzen bringen würde... Anfänglich nur mit einer lächerlichen Pistole bewaffnet wage ich die ersten Schritte in die besetzte Basis. Doch das ändert sich rasch, durchschlagskräftige Waffen gibt es zuhauf, vor allem in versteckten Räumen gibt es besonders gute Modelle.

Alien Shooter 2 - Splatter-Fun ohne Ende – so macht Ballern Spaß!

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Von den fünf Basisarten kann ich je eine mit mir rumschleppen. Das hängt aber auch davon ab, wie hoch mein Skill in der jeweiligen Waffengattung ist. Von bloßen Handfeuerwaffen, über Maschinengewehre, Schrotflinten, Energiewaffen und Granaten/Raketenwerfer sind über 50 verschiedene Wummen ins Spiel integriert. Darüber hinaus darf ich meine Hand im Spielverlauf auch noch an stationäre Geschütze legen und bewaffnete Fahrzeuge, wie einen Jeep und einen Panzer, steuern. Damit reiße ich weite Schneisen in die anstürmende Alienbrut, was ein Spaß! Neben diversen Schießprügeln kann ich meine Spielfigur auch noch mit anderen Ausrüstungsgegenständen aufrüsten: Medikits, Schutzpanzer, Implantate, Radar, Drohnen, die mir folgen und eigenständig feuern, und so weiter. All das kann ich auch an einem TLS-Terminal kaufen, sofern ich das nötige Kleingeld dafür besitze. Allerdings sind die Ausbauplätze und mein Inventar nur sehr begrenzt aufnahmefähig. Desöfteren blinkt mir deshalb entgegen: "Gegenstand kann nicht aufgenommen werden". Das nervt bisweilen, ein etwas größeres Inventar hätte es schon sein können. Finde ich beim Killen der Alienbrut weitere Gegenstände, werden bessere Modelle automatisch gegen die älteren Items im Inventar ausgetauscht. Durch das stetige Dahinschlachten der Aliens erhalte ich neben Geld, Munition und anderen Gegenständen auch Erfahrungspunkte. Auf diese Weise steigt mein Alter Ego im Level auf und ich kann seine Werte in Rollenspiel-Manier anheben. So erhält der Held beispielsweise Zugang zu besserer Ausrüstung, wird Widerstandsfähiger oder vergrößert sein Inventar - je nachdem, in welche Attribute ich investiere.

Packshot zu Alien Shooter 2Alien Shooter 2Erschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

In jedem der 15 Kapitel erledige ich eine ganze Reihe von Haupt- und Nebenaufgaben. Zusätzlich kann ich mich auch auf die Suche nach "Secrets" machen, wo es häufig Geld und Gegenstände abzugreifen gibt. Diese verbergen sich meist hinter Geheimtüren oder Wänden, die ich erst aufsprengen muss. Dabei kommt mir zugute, dass große Teile der Umgebung zerstörbar sind und sich dabei plötzlich unerwartete Durchgänge öffnen.

Die Missionen sind ganz unterschiedlicher Art und bestehen, neben dem obligatorischen Abknallen tausender Außerirdischer, auch im Begleitschutz für NPCs, dem Auffinden von Gegenständen usw. Die Hauptgeschichte wird jedoch völlig linear vorgetragen. Mit leuchtenden Pfeilen auf dem Boden werde ich stets darauf aufmerksam gemacht, was ich als Nächstes zu tun habe. Was an Alien Shooter 2 besonders interessant ist, ist die Kamera-Perspektive. Ich steuere meine Spielfigur aus der isometrischen Perspektive, auch als Top-Down-Ansicht bezeichnet.

Das daraus resultierende Handling ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, in gewohnter WASD-Maus-Kombination geht sie jedoch schnell flüssig von der Hand. Manchmal erweist sie sich jedoch als etwas hakelig. Im Test musste ich eine Mission kurz vor deren Ende völlig neu beginnen, nachdem ich an einer Ecke hängen geblieben war. Ärgerlich! Die KI der Aliens ist größtenteils als eher schlecht zu bezeichnen. Sie rennen meist blindlings an und lassen sich so an Absperrungen locken, an denen sie nicht vorbeilaufen, wenn ich direkt dahinter stehe. Dort stehend kann ich sie dann in aller Selenruhe umnieten und ihre Einzelteile über den Raum verteilen. Das Manko der dümmlichen KI gleichen die Monster aber mit ihrer Masse wieder aus. Oft erinnert das an Filme wie "Starship Troopers", in denen eine kleine Einheit Soldaten es mit unglaublichen Mengen an Monstern aufnehmen muss.

Kampflos lassen sich die Biester allerdings nicht abmetzeln. Einige Ballern zurück, sind sogar mit Raketenwerfern bestückt und sorgen mit Überraschungsangriffen für Ungemach. Nervig sind jedoch die Teleporter. Aus ihnen strömen Massen an Viechern, nur wenn ich diese Plattformen zerstöre, geht ihnen der Nachschub aus. Das erweist sich in der Praxis jedoch alles andere als leicht und kann in beengten Räumen schnell zum Tod führen. Das Ableben ist in Alien Shooter 2 eigentlich nicht weiter dramatisch. Nach wenigen Sekunden rematerialisiere ich inmitten derselben Gegnerhorde, habe allerdings ein Leben weniger. Dumm wirds nur, wenn ich alle Leben verlieren sollte. Sollte das geschehen, ist das Spiel beendet und ich muss die gesamte Mission von vorn beginnen. Speicherstellen gibt es leider nicht, was das Spiel in einigen Passagen nicht eben leichter macht. Apropos leicht: Schon in dieser Schwierigkeitsstufe bietet Alien Shooter 2 die eine oder andere Herausforderung, ist größtenteils aber gut spielbar. Ganz Mutige wählen "unmöglich" und treten gegen wahrlich unglaubliche Heerscharen an Aliens an.

Auch wenn das Spiel grafisch natürlich nicht in der Topliga mitspielt, sorgt die detaillierte Darstellung trotzdem für atmosphärische Gruselmomente. Nicht nur die verschiedenen Aliens, auch die Szenarien, Räume und andere Umgebungen mit ihren blutverschmierten Wänden und Böden sind schon ein echter Hingucker. Sehr schön gelungen sind auch die Explosionen, wenn ich etwa brennbare Fässer in die Luft jage. Für ein Spiel dieser Preis-, und Güteklasse ist auch die Physikengine beachtlich. Ich kann Gegenstände verschieben, werde bei Explosionen durch den halben Raum geschleudert - nett! Das I-Tüpfelchen kommt, wie es sich in diesem Genre gehört, von den Soundeffekten: Monströses Brüllen, Kreischen, Kratzen, nervenzerfetzende Effekte ohne Ende. Außerdem sorgt ein passender Soundtrack für die richtige Untermalung und unterstützt vor allem das Gemetzel bestens. Wer die Kampagne durchgespielt hat, kann sich im Survival-Modus austoben. Dort befinden wir uns in einem Niemandsland und müssen Welle um Welle der Monstren abwehren. Bei jedem Level greifen stärkere Aliens an, die wir mit stärkeren Waffen bekämpfen dürfen. Zusätzlich haben wir noch einige Extras, mit denen wir einheizen dürfen. Die Steigerung gibts im "Berserker-Modus", wo wir in regelmäßigen Abständen gegen "Bossgegner" kämpfen, die eine bessere Waffe fallen lassen. Hier gehts es einzig und allein darum, möglichst lange zu überleben und einen Highscore aufzustellen - mit einem Leben. Außerdem gibt es noch einen Multiplayer-Modus. Zum Zeitpunkt des Tests standen jedoch keine Server bereit. Für ein Spiel dieser Preis-, und Güteklasse ist auch die Physikengine beachtlich. Ich kann Gegenstände verschieben, werde bei Explosionen durch den halben Raum geschleudert - nett! Das I-Tüpfelchen kommt, wie es sich in diesem Genre gehört, von den Soundeffekten: Monströses Brüllen, Kreischen, Kratzen, nervenzerfetzende Effekte ohne Ende. Außerdem sorgt ein passender Soundtrack für die richtige Untermalung und unterstützt vor allem das Gemetzel bestens. Wer die Kampagne durchgespielt hat, kann sich im Survival-Modus austoben. Dort befinden wir uns in einem Niemandsland und müssen Welle um Welle der Monstren abwehren. Bei jedem Level greifen stärkere Aliens an, die wir mit stärkeren Waffen bekämpfen dürfen. Zusätzlich haben wir noch einige Extras, mit denen wir einheizen dürfen. Die Steigerung gibts im "Berserker-Modus", wo wir in regelmäßigen Abständen gegen "Bossgegner" kämpfen, die eine bessere Waffe fallen lassen. Hier gehts es einzig und allein darum, möglichst lange zu überleben und einen Highscore aufzustellen - mit einem Leben. Außerdem gibt es noch einen Multiplayer-Modus. Zum Zeitpunkt des Tests standen jedoch keine Server bereit.