Minispielsammlungen für Wii sind inzwischen ein alter Hut. Bei „Alarm! Brennpunkt City“ wurde das Spektakel jedoch in ein völlig neues Szenario verpackt. Nach Wario Ware, diversen Sportveranstaltungen und Hasen auf Welteroberungstour, müsst ihr hier eine Großstadt davor bewahren, im absoluten Chaos zu versinken. Wir waren für euch im Einsatz mit Sonderrechten.

Alarm: Brennpunkt City - Eine neue Minispiel-Sammlung für die Wii: So genial wie Rayman oder Wario?

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Die Fahrten durch die Stadt verlaufen manchmal chaotisch.
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Kern des Spiels ist ein Karrieremodus, bei dem ihr in die Einsatzfahrzeuge aller drei Rettungsdienste springen müsst. Vor jedem Abschnitt entscheidet ihr euch zwischen Polizei, Feuerwehr und Sanitäter. Danach dürft ihr die Stadt mehr oder weniger frei befahren und von einem Einsatz zum nächsten eilen. Das chaotische Treiben auf den Straßen wird durch einen Comiclook verstärkt, der die Absurdität der Ereignisse unterstreicht.

Schnelle Rettungsfahrten dank guter Steuerung

Entwickelt wurde das Spiel von Codemasters, die sich in den letzten Jahren eigentlich auf Rennspiele spezialisiert haben. Entsprechend gut fällt dann auch die Fahrzeugsteuerung aus, die zwar alles andere als realistisch ist, dafür jedoch für kurzweilige Action sorgt. Ob ihr den Nunchuk als Zusatzhardware anschließt, bleibt euch selbst überlassen. Uns gefiel die Steuerung per Analogstick gegenüber der Steuerkreuzvariante jedoch deutlich besser.

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Manche Minispiele wirken äußerst originell.
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Ziel ist es, einen Chaosbalken innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters abzuarbeiten. Mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Einsatz wird das Chaos reduziert und ihr bekommt einen Zeitbonus. Auf den Straßen findet ihr zudem überall Zeit- und Chaossymbole, die ebenfalls zur Verringerung des Chaos beziehungsweise zur Aufstockung der verbleibenden Zeit verhelfen. Wer die Augen offen hält, findet außerdem noch Hot Dogs, Donuts und Kaffeebecher. Diese laden eure Sirene auf, die euch leider nur begrenzt zur Verfügung steht.

Auf den stark befahrenen Straßen ist die Sirene durchaus hilfreich, da die Verkehrsteilnehmer bei aktivierter Sirene brav zur Seite fahren. Am oberen Bildschirmrand seht ihr einen Pfeil, der euch stets zum nächsten Einsatzort führt. Die Einsätze werden in Minispiele und Fahrteinsätze unterschieden. Erstere versetzen euch in eine Situation, bei der ihr vor Ort agieren müsst. So müsst ihr beispielsweise als Sanitäter einen Passanten animieren oder als Feuerwehrmann einen Mülleimerbrand löschen.

Tatütata, die Monotonie ist da!

Bei allen Minispielen greifen die Entwickler auf eine spezielle Wiimote-Steuerung zurück. Bei der Herzmassage des Patienten müsst ihr die Fernbedienung zum Beispiel regelmäßig und mit dem richtigen Timing nach unten bewegen. Hat ein Patient in einem anderen Minispiel eine Fliege verschluckt, führt ihr die Fliege mit vorsichtigen Rotationsbewegungen der Wiimote aus dem Körper heraus. Hier seht ihr die Fliege von oben und löst per Knopfdruck Beschleunigungsbewegungen aus. Wichtig ist, dass das Insekt nirgendwo mit dem Körper des Patienten kollidiert.

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Mit gutem Timing wird das Herz massiert und schon ist der Patient wieder auf den Beinen.
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Leider wiederholen sich diese Minispiele viel zu häufig, da pro Rettungsdienst viel zu wenige Aufgaben bereit stehen. Wenn innerhalb von zehn Minuten Spielzeit zum dritten Mal eine Herzmassage durchgeführt oder ein Mülleimerbrand gelöscht wird, fühlt man sich schnell gelangweilt. Bei manchen Minispielen wirkte die Steuerung zudem ein wenig unpräzise. So reagierte die im Körper gefangene Fliege beispielsweise nicht immer exakt auf unsere Eingaben. Auch der Wasser spritzende Oberflurhydrant, den wir mit Drehbewegungen der Wiimote zudrehen sollten, ließ sich häufig nicht zu einer Reaktion bewegen.

Funktionaler und auf Dauer auch fordernder fallen da schon die Fahrteinsätze aus. Hier nehmt ihr meistens eine Ladung auf, die ihr zu einem vorgegebenen Ziel befördern müsst. Mal sitzt euch dabei die Zeit im Nacken, mal müsst ihr das Transportgut besonders vorsichtig befördern. Sobald sich ein sensibles Transportgut im Fahrzeug befindet, solltet ihr Kollisionen mit Verkehrsteilnehmern und anderen Hindernissen möglichst vermeiden. In diesen Einsätzen macht sich eine aktivierte und bis dahin aufgesparte Sirene dann auch besonders bezahlt.

Langweilige Mehrspielermodi

Im Laufe der Karriere schaltet ihr weitere sieben Stadtteile frei, so dass ihr schließlich vollen Zugriff auf das gesamte Stadtgebiet habt. Der Schwierigkeitsgrad der Minispiele steigt kontinuierlich an und dürfte selbst Profis gegen Ende des Spieles ausreichend fordern. Wer die Minigames im Karrieremodus freigespielt hat, darf sie auch abseits seiner Rettungsdienstlaufbahn mit bis zu drei Freunden spielen. Da die Minispiele jedoch leider zu wenig Substanz haben, eignen sich die Mehrspielermodi keineswegs für stundenlangen Spielspaß.

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Wenn ihr dieses Feuer löschen wollt, müsst ihr einfach die Wiimote schütteln.
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Gut gelungen ist die Präsentation des Spiels. Das Chaos auf den Straßen ist stets präsent und der Comiclook des Spiels passt sehr gut zum Szenario. Wenn ihr im Eifer des Gefechts über den Bürgersteig bügelt und dabei ein paar Passanten plättet, erinnert euch die Einsatzleitung daran, dass ihr Chaos beseitigen und nicht verursachen sollt. Der Lautsprecher der Wiimote wird übrigens für Ansagen der Einsatzleitung verwendet, was für echte Sprechfunkatmosphäre sorgt – sehr gute Idee!