„Alan Wake's journey through the night will continue“, verraten mir die Credits am Ende der rund zwölfstündigen Reise durch den bislang besten Wald der Spielegeschichte. Kommt mir so wohlig vertraut vor, der Spruch. Und irgendwie habe ich das Bedürfnis, Remedy für diese Ankündigung zu danken. Einerseits, weil mich Alan Wake gut unterhalten hat, und andererseits, weil die Finnen im zweiten Anlauf das aus ihm machen können, was sie im ersten nicht geschafft haben. Nicht ganz.
Akustisch und optisch beängstigender Waldspaziergang, der spielerisch nicht so super ist wie die Geschichte.FazitUrlaub machen. Endlich mal. Ruhig und entspannend soll er sein, so weit wie möglich weg vom stinkenden Moloch New Yorks, am besten in einer kleinen Berghütte ohne Fernseher und Telefon, nur mit Luft und Liebe. So was in der Art stellt sich Schriftsteller Alan Wake wohl vor, als er sich mit seiner Frau Alice ins Auto setzt und die Zielkoordinaten des Dörfchens Bright Falls ins Navi hämmert. Abgeschiedenheit kuriert eben alles, hoffentlich auch die stämmige Schreibblockade, die schuld daran ist, dass der Bestseller-Horrorautor seit zwei Jahren nicht mal mehr Flundertexte ins Papier schwärzt. Nein, schlimmer: Da entsteht gar nichts mehr. Keine müde Silbe.
So friedlich und ruhig: das Städtchen Bright Falls. Doch das bleibt nicht lange so.Eine Stunde später wird die Kur zum Albtraum. Alans Frau stürzt aus einem Fenster mitten in die Nacht hinein, wird von einer gierigen Schwärze verschlungen und in die Fluten des Sees hinter der Hütte gezerrt. Der Schreiberling hat keine Chance, auch sein Nervenkostüm nicht. Seine Welt bricht zusammen. Und sein Auto, hinter dessen Steuer er wieder zu sich kommt. Natürlich um eine Woche gedächtnisbelückt. Warum? Das ist erst mal unwichtig, denn etwas Bedrohliches schält sich aus den Schatten des ach so freundlichen Dorfes. Die Geschehnisse seines Buchs, das er angeblich gar nicht geschrieben haben will, werden real, seine Kreaturen lebendig.
Wirkt alles irgendwie bekannt, was? Woher das kommt? Auf jeden Fall nicht von ungefähr: Unverblümt, aber stets eigenständig genug zitieren die Entwickler Stephen King von „Misery“ bis „Needful Things“, sie ziehen ihre Bahnen durch John Carpenters „Die Mächte des Wahnsinns“, durch „Poltergeist“ und mehr als einmal den Hut vor Altmeister Alfred Hitchcock, wenn pechschwarze Vogelschwärme aufziehen und sich wie eine Plage vom Himmel stürzen.
Die Szenen der Flucht sind unheimlich aufregend. Leider gibt es nicht allzu viele davon.Nach dem als Albtraum getarnten Tutorial, das mit seinen beeindruckenden Naturgewalten zu schnell zur Sache kommt und die schwarze Fratze des Feindes am liebsten keine Sekunde zurückhalten will, nimmt sich Remedy für meinen Geschmack nicht genug Zeit, um das Kauzige, das Verschrobene hinter der Kleinstadt und ihren Bewohnern aufzuzeigen. Die anfänglichen Szenen auf der Fähre und im Diner sind zwar wichtig, weil sie einige der wenigen Momente sind, die das Städtchen so darstellen, wie es sein soll: verschlafen, verträumt, friedlich, gefangen in spießiger Jeder-kennt-jeden-Idylle.
Doch sie sind letzten Endes nicht ausführlich genug, um mehr als ein flüchtiges Bild von Bright Falls und seinen Bewohnern zu zeichnen, zumal man sich am Anfang mehr im Baukasten für angehende Horrorschmierfinken als in einer immer fester zudrückenden Mausefalle des Grauens wähnt. Nicht, dass all das handwerklich schlecht wäre, im Gegenteil, aber die fanatische Kellnerin, die sich als größter Wake-Fan entpuppt, der geschwätzige, kaffeetrinkende Ranger an der Bar, die Rock-Opas, die aufgedrängten Dialoge – alles wirkt eine Spur zu konstruiert, zu bekannt, zu sehr zurechtgelegt.
von Microsoft Game Studios, Remedy EntertainmentGenre: Action, Third PersonXBox 360: 14.5.2010
Max Payne 3PS3, XBox 360: 18.5.2012
Risen 2: Dark WatersPC: 27.4.2012
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The Elder Scrolls 5: Skyrim
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So um die 90 hät es schon verdient, meiner Meinung nach.
Bin gespannt auf die DLC, die noch kommen sollen.
alles andere wirkt enttäuschend, auch wenn es richtig gut ist.
Stimmt, ich spiele sonst nur Wirtschafts- und Rennsimulationen. Wenn ich recht drüber nachdenke, könnte es daran liegen, dass sich Alan Wake nicht steuern lässt - und ich dachte, mein Lenkrad sei kaputt...
überall anders lobt man das spiel ich selber bin auch begeistert naja setz ein tischtennisspieler ins fussballstadion hast dasselbe.
gamona fail
Und deshalb ist die Enttäuschung jetzt doch da bei einigen. Tja, hätten sie's mal lieber für PC gebracht wie es geplant war ^^
Ich glaube das Problem ist einfach die lange Entwicklungszeit welche die Erwartungshaltung enorm geschürt hat. Es gab ja bis zuletzt kaum Infos zum Spiel, jeder träumte und dachte sich sein eigenes Alan Wake zusammen.
Wenn dann sowas raus kommt (nämlich ein atmophärisches spiel mit erkennbaren schwächen), dann ist man halt ein wenig enttäuscht nach 5 jahren.
ich frag mich nur was die die ganze zeit gemacht haben, für fünf jahre entwicklung schon ein bisschen enttäuschend.
PS3 > XBOX360 :D
Tja dann wohl
Gears 1 + 2 > Killzone
XBOX 360 > PS3
Merkst selber das man das bis ins unendliche weitermachen kann, wozu fängst du also mit sowas an?
PS3 > XBOX360 :D