Tragische Nachrichten: Innerhalb einer Woche sind zwei Spielefans verstorben. Die Ursachen hatten unmittelbar mit ihrer Sucht nach Online-Gaming zu tun.

Aktuelles - Zwei Tote in China und Taiwan in Verbindung mit Online-Spielsucht

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Einer der Toten war süchtig nach Blizzards World of Warcraft
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Jeder kennt dieses Gefühl: Nur noch dieses Level. Nur noch dieser Endboss. Nur noch fünf Minuten. Manche Spiele verleiten geradezu, stundenlang zu spielen. Doch wenn daraus eine Gewohnheit wird, die alles andere in den Hintergrund drängt, dann ist man süchtig. Und gerade MMORPGs können Spieler derart in ihren Bann ziehen, sei es, weil sie in ein anderes Leben schlüpfen können und sich einen Ruf erarbeiten können, oder weil das System des Grindens sie nicht mehr vom Monitor weglässt. Spielesucht darf man nicht trivialisieren, denn sie kann neben sozialen auch gesundheitliche Schäden mit sich ziehen.

Und innerhalb der letzten Woche forderte die Spielsucht erneut Opfer. Einer von ihnen brachte sich selbst um. Der 22-jährige Taiwanese Hsueh Jun-Chen geriet in einen Streit mit seinem Vater, der ihn aufforderte, ins Bett zu gehen,statt in Online-Spielen abzuhängen, da die Universität bald wieder anfangen würde. Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf sein Vater ihm mitteilte, dass er die Schnauze voll habe von seiner Spielsucht und dass er wolle, dass er damit aufhöre. Am nächsten Morgen fand sein Vater die verkohlten Überreste von Hsueh Jun-Chen rund 300 Meter vom Haus entfernt. Er hatte sich selbst verbrannt.

Ein Chinese verstarb in einem Internet-Cafe in Shanghai nach einer 19-stündigen Spielsession in World of Warcraft. Er fing auf einmal an fürchterlich zu husten und zu stöhnen, so sein Sitznachbar. Er habe auch sehr bleich ausgesehen und hielt ein blutiges Taschentuch in der Hand. Anwesende riefen sofort den Notarzt, doch der 24-jährige Wu Tai starb noch vor dem Eintreffen der ärztlichen Hilfe. Jegliche Wiederbelebungsversuche scheiterten.

"Eine Autopsie wird die Ursache für den Tod bestimmen", so ein Sprecher der Polizei. "Aber wir sind sicher, dass es zu seinem Tod beigetragen hat, dass er 19 Stunden durchgespielt hat, statt sich auszuruhen."

Nachrichten von Spielern, die nach tagelangem Spielen tot zusammenbrechen kommen immer wieder aus Asien. Die meisten von ihnen starben an Erschöpfung und Dehydratation. Der 24-jährige Chinese, der nach 19 Stunden verstarb, ist ein tragisches Beispiel dafür, dass man gesundheitliche Probleme nicht außer Acht lassen sollte. Offensichtlich war er schwer krank. Achtet bitte immer auf ausreichend Pausen zwischendrin und genügend Flüssigkeitsaufnahme beim Spielen. Schiebt wichtige Dinge nicht auf, nur weil ich ihr kurz davor steht, einen Level aufzusteigen. Spiele sollten niemals wichtiger werden als die Realität.