Während die Freunde digitaler Spiele vor einigen Jahren noch als Außenseiter galten, wächst das «Zocken» langsam zum Massenphänomen heran. Immer mehr Deutsche erfreuen sich an Video- und Computerspielen.

Rund 1,7 Mio. Videospielkonsolen sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres an den Mann und die Frau gebracht worden ─ 400.000 Konsolen mehr als im Vergleichszeitraum des letzten Jahres. 30 Prozent Umsatzplus macht das insgesamt aus und erfreut vor allem den Branchenverband BITKOM.

"Der Games-Markt hat die Spitzenwerte des Vorjahres noch einmal übertroffen. Die technisch hoch leistungsfähigen und bestens ausgestatteten Konsolen finden viele neue Anhänger", freut sich Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM.

Auch Florian Koch, Bereichsleiter Digitale Medien und E-Dienste bei BITKOM ist begeistert: "Digitale Spiele sind absolut zum Massenphänomen geworden. An den Verkaufszahlen der vergangenen Jahre erkennt man, wie weit verbreitet die Spielkonsolen mittlerweile sind", erklärt der Branchenexperte.

Er sieht den aktuellen Erfolg vor allem darin begründet, dass die Geräte technisch sehr leistungsstark und vielseitig einsetzbar sind: "Ob Prozessorleistung, Speicher-Ausstattung oder Laufwerkkomponenten, Konsolen der heutigen Generation sind technisch auf allerhöchstem Niveau. Sie eignen sich als Home-Mediaplayer mit hervorragender Sound- und Bild-Qualität und lassen sich zudem auch in das Heimnetzwerk integrieren", schwärmt Koch.

Vorbei sind also die Zeiten, in denen Zocker ihr Hobby verleugnen mussten, um nicht als «Nerds» abgestempelt zu werden. Eine neue Ära ist angebrochen, die neue Herausforderungen mit sich bringt. Jetzt gilt es, fit zu bleiben an Gamepad und Maus, sonst stehen Oma und Opa bald ganz oben in der Familien-Highscore...