Tausende Entwickler und Mitglieder der Games-Branche, der Zeiger steht bei fast 2500, unterschrieben einen offenen Brief gegen Hass und Diskriminierung.

Aktuelles - Zahlreiche Entwickler unterschreiben offenen Brief gegen Hass und Diskriminierung

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuAktuelles
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 8/91/9
Anita Sarkeesian verließ ihr Haus aufgrund von Drohungen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Der offene Brief richtet sich direkt an die Spiele-Community –also die Gamer. Denn die sorgen bei den Entwicklern und Co. gerne mal für Angst, Schrecken und Zweifel – aktuellstes Beispiel dürften 'Depression Quest'-Entwicklerin Zoe Quinn und die feministische YouTube-Bloggerin Anita Sarkeesian sein. Letzterer wird unter anderem mit Vergewaltigung bzw. Mord gedroht, nachdem sie kritisierte, dass weibliche Spielfiguren häufig nur leere Hüllen seien bzw. der Dekoration dienen.

Die Hetze gegen sie ging sogar so weit, dass sie ihre Wohnung verlassen hat. Die Behörden wurden darüber informiert. Selbst ihre Familie ist vor den Drohungen und Belästigungen nicht sicher.

Letztendlich war dieses Thema der Auslöser für den offenen Brief, den Andreas Zecher von Spaces of Play aufsetzte und bereits zahlreiche Unterstützer fand.

Demnach glaube man daran, dass Geschlecht, sexuelle Orientierung, Abstammung, Religion und Behinderung keine Rolle spielen und jeder das Recht dazu habe, Spiele zu spielen, diese zu kritisieren und auch herzustellen bzw. zu entwickeln, ohne dabei belästigt oder bedroht zu werden. Es sei die Vielfalt der Gesellschaft, die es den Spielen erlaube, zu florieren.

Die Unterzeichner fordern auch, dass wenn jemand Gewaltandrohungen und Co. auf YouTube, Twitch, Twitter, Facebook oder reddit sehe, diese entsprechend melden solle. Zudem sollte jeder gegen Hass und Diskriminierung im Rahmen seiner Möglichkeiten vorgehen.

Zu den Unterschreibern zählen unter anderem Tim Schafer, Robert Bowling, Cliff Bleszinski und viele weitere Mitarbeiter von Unternehmen wie BioWare, Electronic Arts, Blizzard, Ubisoft, Zenimax Online Studios, Sony Computer Entertainment, Microsoft und Epic Games.