Die jährliche „Global Piracy“-Studie zeigt, dass trotz des wirtschaftlichen Krisenjahrs 2009, die weltweite Softwarepiraterie nicht dramatisch angestiegen ist.

Die Studie wird im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) vom Marktforschungsunternehmen IDC Global Software durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die globale PC Softwarepiraterie von 41% im Jahr 2008, auf 43% im Jahr 2009 angestiegen. Dafür ging der Wert der nicht-lizenzierten Programme um 3% auf 51,4 Milliarden US Dollar zurück.

Die Länder mit der niedrigsten „Piraterierate“ sind laut Studie die Vereinigten Staaten (20%), sowie Japan und Luxemburg (21%). Die höchsten Raten verzeichnen hingegen Georgien, Bangladesh, Zimbabwe und Moldawien, mit jeweils über 90%.

In Deutschland beträgt die Rate 28% und der Wert der Software liegt bei 2,023 Milliarden US Dollar (1,646 Mrd. Euro). Lediglich Frankreich kann in der EU eine noch höhere Summe von 2.544 Mrd. US Dollar (2,071 Mrd. Euro) aufweisen.

Während in der gesamten Europäischen Union die Raten stabil bei 35% geblieben sind, ist der Wert von 13,9 Mrd. auf 12,4 Mrd. US Dollar gesunken.

Gründe für den Anstieg der weltweiten Rate sieht die Studie vor allem im schnellen Wachstum des PC Endverbraucher-Marktes, der Nutzung von alten Rechnern, auf denen die unlizenzierte Software weiter verbreitet ist, sowie die immer erfahreneren Online-Kriminellen.