Der bekannte, amerikanische Filmkritiker Roger Ebert verteidigte nun in einer Abhandlung über Videospiele seine Aussage, dass Videospiele niemals Kunst sein können.

Diese Aussage tätigte Ebert bereits vor einiger Zeit und stieß damit auf großen Widerspruch, vor allem bei Kellee Santiago, Gründerin von That Games Company, welche vor allem durch das Spiel Flower für die Playstation 3 bekannt wurden.

In einem Vortrag an der Universität von Kalifornien vertritt Santiago die Meinung, dass Spiele durchaus Kunst sein können. Kunstformen wie die Bildhauerei und die Malerei hätten schließlich einen Vorsprung von tausend Jahren und damit wäre ein direkter Vergleich unangemessen.

Santiago nennt in diesem Vortrag drei Beispiele für Kunst in Form von Spielen: Waco Resurrection, Braid und Flower. Von keinem dieser Spiele ist Ebert in irgendeiner Weise motiviert sich länger mit dem Medium Videospiele zu beschäftigen.

Und auf eben diesen Vortrag von Santiago bezieht sich Ebert jetzt in einer neuen Abhandlung: "Diese Spiele sind, auch wenn es mir leid tut das zu sagen, bemitleidenswert! Es ist bisher niemandem aus der Branche gelungen, ein Spiel als Beispiel zu nennen, welches sich mit großen Dichtern, Schriftstellern oder Filmemachern vergleichen lässt.", so Ebert. "Videospiele unterscheiden sich von Kunst dadurch, dass man ein Spiel gewinnen kann. Es hat Regeln, Ziele und Ergebnisse." .

Ausserdem stellt sich Ebert die Frage, warum es Santiago und der Spielerschaft so wichtig sei, dass ihr Hobby als Kunstform akzeptiert werde: "Können die Leute nicht einfach ihre Spiele genießen und Spaß dabei haben? Warum sind sie permanent auf der Suche nach einer Rechtfertigung?".