Videospiele-Journalistin Alanah Pearce hatte eine tolle Idee: Anstatt sich damit abzufinden, dass Trolle sie beleidigen, und mit Mord- und Vergewaltigungsdrohungen attackieren, hat sie sich an die Eltern einiger dieser minderjährigen Störenfriede gewendet.

Aktuelles - Videospiele-Journalistin verpetzt Trolle bei deren Eltern

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Alanah Pearce betreibt auch Cosplay. Hier als Lightning aus Final Fantasy XIII (Bild von gamehall.uol.com.br)
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Alanah Pearce ist eine 21-jährige australische Studentin und Videospiele-Journalistin, die Spiele für Radio- und Fernsehsender testet. Sie betreibt zudem einen eigenen Youtube-Kanal, und ist eine aktive Cosplayerin, ein Indiz für ihre Spiele-Leidenschaft, wie man an ihrem Cosplay von Lightning aus Final Fantasy XIII sehen kann.

Während sich die gesamte Gaming-Community in den letzten Wochen und Monaten in teils wahnwitziger Weise rund um #Gamergate bekriegte, und einige weibliche Persönlichkeiten meinten, Gamergate sei eine antifeministische Bewegung, und keine Debatte um Spielejournalismus, hielt sich Alanah Pearce eigentlich aus der Sache raus, und tat das, was sie nun mal so tut: Sie sprach über Spiele und spielte sie. Und trotzdem meinten wohl einige Trolle, sie über das Internet angreifen zu müssen. So wurde sie über Twitter und Facebook persönlich angegriffen, wobei die Störenfriede ihr auch mit Mord und Vergewaltigung drohten.

"Vor einiger Zeit bemerkte ich dann, dass eine Menge von den Leuten, die mir abstoßende oder sexuell anstößige Kommentare über das Internet schicken keine erwachsene Männer sind", so Pearce. "Es stellte sich heraus, dass sie meistens kleine Jungs sind, und das Problem ist, sie wissen es einfach nicht besser. Ihnen auf eine rationale Weise zu antworten, löste das Problem nicht. Und es ging so weit, dass ich mich aufgrund ihrer Kommentare unwohl fühlte."

Ironischerweise schrieben die meisten der Störenfriede direkt über ihre echten Facebook-Profile, weswegen Pearce wichtige persönliche Details herausfiltern konnte - so auch die Eltern der Jungs.

Pearce kam also zu dem Entschluss, dass es das Beste sei, die Eltern der Jungen zu kontaktieren, und ihnen von ihrem Fehlverhalten zu berichten, auf dass sich die Eltern selbst um sie kümmern mögen. So schrieb sie insgesamt vier Mütter an. Eine der Mütter antwortete ihr daraufhin. "Sie antwortete genauso wie ich es mir wünschte. Die Tatsache, dass sie ihn einen kleinen Pisser nannte fand ich sehr lustig, weil ich mir genau das dachte, es aber nicht erwähnte. Ich wollte es nicht unbedingt auf Twitter veröffentlichen, aber ich dachte, einige meiner Freunde fänden es sicher amüsant."

Hier ein Video von Alanah Pearce, das zeigt, dass sie sich als Spielerin genauso typischen Themen widmet, wie ihre männlichen Pendants auch. Von wegen also Frauen würden Spiele anders angehen. Sehr sympathisch:

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