Jeder hat es wahrscheinlich schon einmal selber erlebt. Die besorgten Eltern verbieten einem das Spielen, verstecken vielleicht sogar gleich die Konsole bzw. Teile davon, damit man die Schule nicht vernachlässigt. Und wenn alles nicht hilft, wird das Kind sogar ins Bootcamp geschickt. Doch der Vater eines chinesischen Onlinezockers hat zu drastischeren und dennoch kreativeren Mitteln gegriffen, um seinem Sohn die Spielesucht auszutreiben.

Den Anstoß dazu gab wohl der Unwillen des Sohnes eines gewissen Herrn Feng, sich einen Job zu suchen. So hätte er sich immer damit herausgeredet, er könne keinen Job finden, der ihm gefiele. Doch selbst bei einem Softwareunternehmen hätte er es nicht länger als drei Monate ausgehalten.

Den Grund dafür sieht Herr Feng allerdings eher in der exzessiven Spielsucht seines Sohnes, der seit seinen High-School Zeiten angefangen hat, chinesische MMORPG zu spielen und dessen Noten daraufhin immer schlechter wurden.

Um seinem Sohn einen Denkzettel zu verpassen und ihm die Spielsucht auszutreiben, heuerte Herr Feng Spieler in den MMORPG an, die sein Sohn spielt, die über stärkere Charaktere als sein Sohn verfügten. Ziel sei es gewesen, dass diese Spieler den Charakter seines Sohnes bei jedem Log-In sofort töteten, so dass er die Lust am Spiel verlieren sollte. Herr Feng erhoffte sich dadurch mehr Engagement seines Sohnes bezüglich der Jobsuche.

Stattdessen aber, hätte sich der Sohnemann direkt an seinen Vater gewendet mit den Worten "Ich kann spielen oder auch nicht spielen. Das ist mir egal. Aber ich werde mir nicht irgendeinen Job suchen. Ich möchte mir die Zeit nehmen, um etwas zu finden, das mir gefällt."

Dies, so heißt es, habe den Vater besänftigt. Ob allerdings die 'Online-Killer' zurückgepfiffen wurden oder sein Sohn einen Job gefunden hat, der ihm gefällt, bleibt unbeantwortet.