In den USA dürfen ab sofort auch brutale Videospiele an Minderjährige verkauft werden. Das erlaubte der Oberste Gerichtshof per Gesetz und begründete diese Entscheidung damit, dass Videospiele ebenso wie Bücher, Theaterstücke oder Filme Ideen und gesellschaftliche Botschaften kommunizieren.

Aktuelles - USA: Spiele nun unter Schutz der Redefreiheit, brutale Titel dürfen an Minderjährige verkauft werden

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Laut den höchsten Richtern habe ein Staat zwar ein legitimes Recht, Minderjährige vor Schaden zu schützen. Dies beinhalte jedoch nicht eine unbegrenzte Befugnis darüber zu entscheiden, welchen Ideen Kinder und Jugendliche ausgesetzt würden.

Betont wurde, dass die Spieleindustrie freiwilig ein Einstufungssystem eingeführt habe, um sowohl den Verbraucher als auch den Händler darüber zu informieren, welche Videospiele ein größeres Ausmaß an Gewalt enthalten.

Die Entscheidung wurde mit einer Mehrheit von sieben zu zwei Stimmen gefällt, wobei sich die Richter auf die Märchen der Gebrüder Grimm beziehen: "Den bösen Stiefschwestern von Aschenputtel werden die Augen von Tauben ausgepickt. Und Hänsel und Gretel töten ihre Peinigerin, indem sie sie in einem Ofen backen. Grimms Märchen sind in der Tat grimmig."

Kalifornien hatte im Jahr 2005 ein Gesetz erlassen, das den Verleih und Verkauf von gewaltverherrlichenden Spielen an Minderjährige unter Strafe stellte.