Target, der US-Händler, der sich für die fälschlicherweise verfrühte Lieferung einiger 'Xbox One'-Konsolen zu verantworten hat, teilte nun in einem Statement mit, was schiefgelaufen ist.

Aktuelles - US-Händler Target meldet sich zu Wort und kommentiert die fälschliche Lieferung einiger 'Xbox One'-Konsolen

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Moonlightswamis Xbox One wurde von Microsoft gebannt
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Vor einigen Stunden sorgte Twitter-Nutzer Moonlightswami im Internet für Furore, als er dank einer verfrühten Lieferung von Target bereits zwei Wochen vor dem eigentlichen Launch der Xbox One am 22. November seine Konsole auspacken durfte. Diese Gunst der Stunde nutzte er dazu, Details zur Xbox One und den Spielen und Bilder sowie ein Video ins Internet zu stellen. Daraufhin bannte Microsoft allerdings seine Konsole.

Ein weiterer frühzeitig Bescherter versuchte gar seine Konsole zu einem Preis von knapp 1000 Dollar auf Ebay zu verkaufen. Das Angebot wurde mittlerweile durch Ebay gelöscht.

Was die Spielewelt interessieren dürfte, ist die Frage, wie es passieren konnte, dass Target die Konsolen aus Versehen bereits verschickte.

"Aufgrund eines Systemfehlers hat Target eine kleine Anzahl an Videospiele-Konsolen bereits vor dem Launch verschickt", so ein Sprecher des Unternehmens. "Die Mehrheit der vorbestellten Videospiele-Konsolen werden ihre Käufer aber erst zum Launch erreichen."

Beim genannten Systemfehler soll es sich darum gehandelt haben, dass Target vergessen hatte, ein Veröffentlichungsdatum auf die regulären 'Xbox One'-Lieferungen anzubringen, was dazu führte, dass der US-Händler jede Palette sofort verschickte, sobald sie im Lager eintraf. Die meisten Vertriebscenter erkannten den Fehler jedoch frühzeitig und unterbanden den Versand. Lediglich ein Center an der Ostküste trat ins Fettnäpfchen und verschickte Schätzungen nach rund 150 Konsolen.

Das Interessante dabei ist, dass diejenigen, die sich die 'Day One'-Edition der Xbox One vorbestellt haben, um die Xbox One direkt am Launch-Tag in den Händen halten zu dürfen, nun später dran sind als einige, die sich lediglich die reguläre Xbox One vorbestellt haben.

Wer sich zu den Glücklichen schätzen darf (hier in Deutschland eher unwahrscheinlich), sollte sich allerdings bedeckt halten und auch keine Details im Internet preisgeben. Moonlightswami musste seine Mitteilungsfreudigkeit mit einem Konsolen-Bann bezahlen. Ob er gebannt wurde, weil er bereits mit seiner Xbox One ins Internet ging oder weil er Informationen mit der Internetgemeinde teilte, die Microsoft bis zum Launch noch unter Verschluss halten wollte, ist zwar nicht bekannt, Microsofts Director of Programming Larry 'Major Nelson' Hryb kontaktierte ihn allerdings, um die Situation aufzuklären. Sicher ist jedenfalls, dass der Konsolen-Bann nicht permanenter Natur sein wird. Man kann also davon ausgehen, dass Moonlightswamis Xbox One spätestens kurz nach dem Launch wieder entsperrt wird, und er dann ohne Angst ins Internet darf.