Eine Interessante Meldung gibt es aus der Hardwareabteilung: So soll es einem internatinalen Team um Guido Meier an der Universität Hamburg gelungen sein, mit Hilfe von spinpolarisiertem Strom die Trennwände zwischen zwei Bits mit 110 Metern pro Sekunde zu verschieben. Mit dieser Technologie soll es zukünftig möglich werden, Festplatten zu bauen, welche komplett ohne mechanische Rotation auskommen, was vorallem die Ausfallsicherheit, aber auch die Menge der gespeicherten Daten deutlich erhöhen soll.

Bislang rotieren die magnetischen Platten mit hoher Geschwindkeit an den Lese- und Schreibköpfen vorbei, welche die Bits anhand ihrer unterschiedlichen Magnetisierung auslesen. Dieses verursacht aber naturgemäß einen hohen Verschleiß und ist mit der Hauptgrund, warum moderne Festplatten früher oder später den Betrieb einstellen.

Mit der neuen Entwicklung sollen nun nicht mehr die Platten rotieren, sondern nur noch die Bits auf der Platte durch spinpolarisiertem Strom bewegt werden, welche dann von den fixen Lese- und Schreibköpfen erfasst werden können. Die eigentliche Idee stammt dabei von IBM und nennt sich Race Track. Den Hamburger Forschern ist es jetzt zum ersten Mal gelungen dieses Experiment tatsächlich durchzuführen. Das größte Problem ist bislang, dass - bedingt durch Unregelmässigkeiten auf der Oberflache der Platten - die Bits bereits nach wenigen Mikrometern "hängen bleiben". Trotzdem sei das Konzept vielversprechend, wichtig wäre es jetzt ein Medium herzustellen, welches keine Fehlerstellen aufweist oder aber eine Möglichkeit zu finden, diese Fehlerquellen in den Griff zu bekommen, so Peter Fischer vom Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien.