Auf Youtube, Twitch und anderen Plattformen boomt die Zahl der User, die Gameplay mit Live-Kommentaren an zahlreiche Zuschauer liefern. Streamer und Let's-Player haben seit einigen Jahren sogar einen großen Stellenwert in Sachen Reichweite für ein Spiel. Doch laut Amy Hennig, der Autorin der ersten drei Uncharted-Spiele, schaden diese den Spielen im Endeffekt nur.

Schaden Streamer Spielen wie Uncharted?

Die Leute, von denen wir erwarten, dass sie unsere Spiele kaufen“, so Hennig gegenüber Polygon. „Wenn wir ein Spiel erschaffen, dass 60 Dollar kostet und eine lineare, story-basierte Erfahrung bietet, fühlt es sich an, als würden die meisten sich lieber dazu entscheiden, jemandem beim Spielen zuzuschauen. [..] Manchmal fühle ich mich wie ein Dinosaurier. Es gibt mittlerweile so viele Dinge zu beachten, die früher nicht existiert haben. Es gab kein Twitch-Streaming, keine Youtuber. Wir haben einfach unsere kleinen unabhängigen Spiele erschaffen, die wir in die Welt entlassen haben, wo sie in echten Läden standen. Sie haben sich verkauft oder waren eben ein Flopp.“

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Nicht alle teilen die Ansicht

Im selben Interview kommt auch Sean Vanaman, der Gründer von Campo Santo, zu Wort. Das Indie-Studio hatte 2016 mit dem Spiel Firewatch einen enormen Hit gelandet. Zudem hat Vanaman als Lead-Writer bei Telltale's The Walking Dead: Season One mitgewirkt.

Firewatch hat von den Streamern und Youtubern profitiert.

Er glaubt nicht, dass das Ganze eine große Auswirkung auf die Verkaufszahlen hat. Bei Firewatch hat das Studio mehr als 3500 Kopien an Streamer und Youtuber ausgegeben. Die enorme Reichweite, die sich daraus ergeben hat, hat sicherlich auch für den Erfolg von Firewatch gesorgt. Für ihn ist das schwierigste in der Branche, jemanden auf ein Spiel aufmerksam zu machen.