Als im September das Spiel 1378(km) von Medienkunst-Student Jens M. Stober der Karlsruher Hochschule für Gestaltung vorgestellt wurde, sorgte dies bundesweit für Aufregung. Dahinter steckt ein Shooter, der bis zu 16 Spieler gegeneinander antreten lässt, die wahlweise in die Rolle eines DDR-Flüchtlings oder auch die eines Grenzsoldaten schlüpfen können.

Der Soldat erhält einen Schießbefehl, alternativ kann er die Flüchtlinge aber auch verhaften, mit ihnen versuchen in Kontakt zu treten und sogar selbst flüchten. Stober sagte zu dem Spielprinzip: "In dem Spiel kann man sich selbst hinterfragen: Wie verhalte ich mich? Man kann zu dem Schluss kommen: Ich schieße nicht auf meine eigenen Landsleute. Einige werden zwar erstmal einfach drauflos ballern. Dann aber kommen sie vor Gericht - und wenn es dann auch nur bei einem 'klick' macht und er ins Nachdenken kommt - dann habe ich schon etwas erreicht."

Trotz der heftigen Diskussionen und sogar der derzeitigen Ermittlung der Staatsanwaltschaft, wird 1378(km) doch noch veröffentlicht. Erscheinen wird das Spiel bereits heute um 23 Uhr auf der offiziellen Website 1378km.de. Parallel dazu gibt es um 19 Uhr in der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe eine Präsentation und eine öffentliche Diskussion über das Projekt.