Nicht nur die Japaner schwören auf mobiles Gaming. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat anhand von Daten des Marktforschungsunternehmens GfK ermittelt, dass auch in Deutschland der Umsatz mit Spiele-Apps massiv angestiegen ist. Und besonders beliebt sind die Spiele nicht etwa bei den Kids, sondern bei den über 30-Jährigen.

Aktuelles - Umsatz von Spiele-Apps auch in Deutschland massiv angestiegen

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuAktuelles
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 8/91/9
Mobile Titel wie EAs Need for Speed: No Limits unterscheiden sich grafisch kaum mehr von Konsolentiteln
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

In Japan ist der Bereich Mobile-Gaming bereits so stark, dass gestandene Spieleunternehmen wie Konami nahezu komplett auf Mobile-Entwicklung überschwenken und das vermeintlich sinkende Boot des Konsolen-Gamings verlassen. Dort ist stärker als in anderen Ländern zu erkennen, dass sich das Konsumverhalten der Zielgruppen verändert hat. Hätte Nintendo kein so starkes First-Party-Lineup, sie wären mittlerweile genauso abgeschlagen mit dem 3DS wie Sony mit der PS Vita.

Doch auch in Deutschland ist der Markt noch lange nicht ausgeschöpft. Im Gegenteil, Spiele-Apps werden immer beliebter, wie eine Untersuchung des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware ergeben hat. Im direkten Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz mit Spiele-App um satte 54 Prozent von 114 Millionen auf 175 Millionen Euro angestiegen. Dabei entfielen im ersten Halbjahr 2015 rund 22 Millionen Euro auf App-Käufe und 153 Millionen Euro auf In-App-Käufe. In-App-Käufe haben gegenüber dem Vorjahr sogar eine Steigerung von 72 Prozent erfahren. Das Modell des Free-to-play hält sich also noch immer erfolgreich am Markt. Deutschland positioniert sich mit diesen Zahlen sogar direkt hinter Großbritannien als zweitgrößter Spiele-App-Markt in Europa.

"Spiele-Apps bleiben die beliebtesten Anwendungen bei der weiter steigenden Anzahl an Smartphone- und Tablet-Besitzern – und das bei Jung und Alt gleichermaßen", so BIU-Geschäftsführer Dr. Maximilian Schenk. "Vor allem das steigende Angebot der sehr hochwertigen Free-to-Play-Spiele in den App Stores lässt immer mehr Menschen auf ihren Mobilgeräten spielen."

Free-to-play-Titel locken Spieler durch ihre an sich kostenlose Natur und bieten für besonders Motivierte In-App-Käufe an. Ein Modell, das sich bewährt hat, denn 95 Prozent der heruntergeladenen Spiele-Apps sind Free-to-play-Titel. "Das von der Spiele-Branche entwickelte Modell der Free-to-Play-Spiele erfreut sich insbesondere auf Mobilgeräten weiter steigender Beliebtheit. Da diese Spiele kostenfrei gespielt werden können, probieren auch viele Smartphone-Nutzer Spiele-Apps aus, die sonst kaum oder gar nicht spielen und entdecken hierbei den hohen Unterhaltungswert vieler Titel."

Und wer jetzt denkt, das liege daran, dass die Kids von heute kein richtiges Gaming kennen und "blöde Wisch-Spiele" auf ihren Smartphones daddeln, sechs von zehn App-Nutzern sind 30 Jahre und älter, während die über 50-Jährigen sogar das größte Nutzer-Wachstum verzeichnen.

Bei Free-to-play-Titeln wie EAs Need for Speed: No Limits ist das aber auch verständlich. Darin müsst ihr übrigens für Benzin bezahlen - oder warten.

Was denkt ihr?

17 weitere Videos