Ubisofts Creative Director Jason VandenBerghe zufolge müssen Spiele kein richtiges bzw. kein definitives Ende haben. Niemand habe jemals Poker oder Football abgeschlossen / beendet. Und es würde auch zahlreiche Spiele geben, die kein Ende besitzen, wie etwa ein Großteil der Arcade-Titel oder MMOs. Selbst Die Sims, Schach und Co. hätten kein Ende.

Aktuelles - Ubisofts VandenBerghe: Spiele müssen kein richtiges Ende besitzen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/15Bild 8/221/22
Heavy Rain wurde von 75 Prozent der Spieler nie beendet.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Viele der weltweit erfolgreichsten Spiele seien so entworfen worden, damit sie nie beendet werden: "Ein Sudoku-Spiel führt zu einem anderen und das wiederum führt zu einem weiteren."

Darüber hinaus sei es eine gute Sache, wenn die Spieler die Möglichkeit haben, ein Spiel nicht beenden zu müssen. Sie können mit dem Spielen aufhören, wann immer sie wollen - das gehöre einfach dazu und sei Teil des Game-Designs.

VandenBerghe kam ebenso auf einen älteren Artikel der CNN zu sprechen, laut dem gerade einmal nur 10 bis 20 Prozent der Spieler das Ende sehen. Er sieht es nicht als Sünde an, wenn man den Controller vor einer finalen Sequenz zur Seite legt, schließlich sei das ein großer Bestandteil jener Kunstform.

Er selbst habe nie BioShock durchgespielt, verbinde mit diesem Titel aber trotzdem gute Erinnerungen. Man müsse ein Spiel nicht beenden, um es zu lieben. Er glaubt, dass sich die Spieleindustrie zu sehr von Filmen und Büchern beeinflussen lässt.

In der Vergangenheit beklagten Entwickler und Publisher nicht selten, wie wenig Kunden ihre Spiele doch beenden würden. So meinte Activision vor rund zwei Jahren, dass gerade einmal 10 Prozent die Spiele durchspielen. Bei Assassin's Creed waren es im Durchschnitt immerhin 40 Prozent und bei Heavy Rain 25 Prozent. IO Interactive prophezeite vor Release von Hitman: Absolution, dass nur 20 Prozent das Ende sehen werden.