Ubisofts Game Director Marc Albinet hat zwar gerade erst den millionenteuren AAA-Titel Assassin's Creed: Unity gestemmt, doch für ihn sei es wesentlich schwieriger, Casual-Games zu entwickeln, als ein Spiel für Hardcore-Gamer, wie Albinet auf dem Montreal International Game Summit mitteilte.

Aktuelles - Ubisofts Marc Albinet: Es ist schwieriger für Kinder zu entwickeln als für Hardcore-Gamer

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Sind Spiele wie Candy Crush wirklich anspruchsvoller für Entwickler als Assassin's Creed: Unity?
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Viele Spieler bemängeln an den Casual-Games ja immer, dass sie angeblich so schlicht designt seien, dass ihr Spielprinzip zu einfach sei, und dass sie allgemein so wirken, als seien sie als Lernspiele für Kinder gemacht, und nicht etwa für Spieler im allgemeinen. Vor allem Hardcore-Gamer sind dieser Meinung. Sie bevorzugen und spielen meist auch nur Hardcore-Games oder AAA-Titel. Spiele wie das neue Assassin's Creed Unity von Ubisoft. Doch dessen Game Director Marc Albinet teilte auf dem Montreal International Game Summit mit, dass für ihn persönlich Casual-Games wesentlich anspruchsvoller zum Entwickeln seien als etwa AAA-Titel. Und das sagt einer wie Albinet, der nicht nur an der 'Assassin's Creed'-Reihe sondern auch an Unreal gearbeitet hat.

"Es ist schwieriger Spiele für Casual-Gamer zu machen als für Hardcore-Gamer", so Albinet. "Wenn man ein Entwickler ist, muss man die Casual-Gamer verstehen, und auch, wie sie denken. Was mich die Erfahrung bei Casual-Games gelehrt hat, ist, dass man die Spieler verstehen muss. Das Spiel, das man entwickelt, das macht man nicht für sich, es ist für deine Spieler. Also muss man seine Spieler verstehen, und dann erst kann man das Spiel auch für sie machen."

Albinet, der neben AAA-Titeln auch an Spielen für Kinder wie Die Schlümpfe oder Winnie the Pooh's Rumbly Tumbly Adventure gearbeitet hat, nennt auch den Altersbereich bei Kindern als kritischen Faktor. Der rangiere schließlich in einer engeren Altersgrenze. Wenn man also ein Spiel entwickle, das auf Kinder zwischen 3 und 8 Jahren abzielen soll, dann durchläuft das Zielpublikum entscheidende Lebensabschnitte wie die Fähigkeit zu lesen.

Auch mit der 'Assassin's Creed'-Reihe habe man bei Ubisoft immer versucht, soviele Spieler wie möglich anzusprechen, egal ob nun Casual-Gamer oder Hardcore-Gamer, egal ob jemand lieber allein spielen möchte, oder doch in einer Gruppe per Koop-Modus, egal ob Kampagne oder Multiplayer.

Albinet, der bei Assassin's Creed: Unity zum ersten Mal an einem 'Assassin Creed'-Titel gearbeitet habe, versuchte etwas frischen Wind in die Reihe zu bringen. Doch bei einer Reihe, die bereits sechs Spiele hervorgebracht habe, sei das nicht so leicht. Es gebe nun mal gewisse Vorgänge und Muster, an die Kenner und Fans der Reihe bereits gewöhnt seien, man müsse also mit Bedacht vorgehen, wolle man das Spiel auch für neue Spieler öffnen.